Handball-Oberliga Gute Moral reicht Frauen des TV Neerstedt nicht

Von Heinz Quahs

Die Handballerinnen des TV Neerstedt unterlagen auch beim MTV Tostedt. Symbolfoto: Daniel NiebuhrDie Handballerinnen des TV Neerstedt unterlagen auch beim MTV Tostedt. Symbolfoto: Daniel Niebuhr

Neerstedt. Die Oberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt verlieren im 17. Spiel zum 16. Mal. Beim MTV Tostedt heißt es 28:35.

Man kann über die Oberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt sagen, was man will, die Moral ist zweifellos intakt. Der Tabellenletzte lieferte auch dem MTV Tostedt lange Zeit einen harten Kampf, verlor am Samstag aber wieder mit 28:35 (15:18) und blieb auch in der saisonübergreifend 19. Partie in Folge sieglos. Die schlechteste Deckung der Liga kassierte dabei zum 14. Mal in dieser Saison 30 oder mehr Gegentreffer, dennoch war das Trainerduo Maik Haverkamp/Michael Kolpack nicht unzufrieden. „Wir haben lange Zeit das Spiel offen gestalten können, doch die Konzentration reicht noch nicht über die gesamte Spielzeit. In den entscheidenden Phasen leisten wir uns noch zu viele Fehler“, zog Kolpack Bilanz.

Im Abstiegskampf noch nichts verloren

Die Neerstedterinnen steuern im zweiten Oberliga-Jahr zweifellos auf den Abstieg zu, völlig hoffnungslos ist die Lage aber selbst bei 1:33 Punkten nicht. Weil der Vorletzte VfL Horneburg nach zwölf Pleiten in Serie am frühen Sonntagabend den Wilhelmshavener SSV, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht, mit 29:25 bezwang, bleibt der Neer-stedter Rückstand auf das rettende Ufer bei fünf Pluspunkten. Der TVN erwartet Horneburg am Samstag ab 19.30 Uhr. Die Wilhelmshavenerinnen haben sieben Mal in Folge verloren und kommen ebenfalls noch nach Neerstedt.

In Tostedt trieben Nadja Albes und Fenna van Dreumel ihr Team immer wieder an. Nach 13 Minuten stand es 7:7, zur Pause war beim Stand von 15:18 noch alles drin. Danach warfen die Gäste aber nur noch eines der nächsten neun Tore, beim Stand von 16:26 war die Partie gelaufen. Die Neer-stedterinnen scheiterten mehrfach an Pfosten oder Latte, zudem vergaben sie über die komplette Spielzeit vier ihrer zehn Siebenmeter. In der Schlussphase verkürzte der TVN den Abstand aber zumindest noch. „Das Spiel hätte wir nicht verlieren müssen. Wir haben im Abschluss unsere Schwächen gezeigt. Trotzdem hat sich die Mannschaft nie hängen lassen und bis zum Schlusspfiff um jeden Ball gekämpft“, meinte Kolpack


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN