Handball-Oberliga HSG Hude/Falkenburg hat große Sorgen vor der Rückrunde

Von Richard Schmid

Fällt wohl ab März aus: Ashley Butler. Foto: Richard SchmidFällt wohl ab März aus: Ashley Butler. Foto: Richard Schmid

Hude. Etliche Leistungsträger fehlen den Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg länger als gedacht. Gegen Schlusslicht TV Neerstedt soll es trotzdem reichen.

Die Hoffnung der Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg, die 14-tägige Pause würde die Personalsorgen reduzieren, erwies sich als trügerisch. Vor dem Oberligaderby (Sonntag, 16.30, Halle am Huder Bach in Hude) gegen den punktlosen Tabellenletzten TV Neerstedt plagen das Team um das Trainergespann Birgit Deeben und Lars Osterloh nach wie vor erhebliche Probleme. „Wir laufen auf dem Zahnfleisch“, sagt Deeben, die aller Voraussicht nach nur auf acht Feldspielerinnen zurückgreifen kann – und keine Aushilfen, da die zweite Mannschaft selbst spielt. „Gleichwohl, wir gehen guten Mutes in das Spiel am Sonntag, aber es wird ein hartes Stück Arbeit“, meint Deeben.

Aber nicht allein die Ausfälle treiben dem Trainerteam Sorgenfalten auf die Stirn. Die noch vor der Saison geäußerte Zuversicht, in der Rückrunde im oberen Tabellendrittel mitzuspielen, ist einer gehörigen Portion Skepsis gewichen. „Unsere Hoffnung, dass die beiden Stammspielerinnen Jessica Galle und Saskia Saß, die beide im Herbst Mütter geworden sind, zur Rückrunde spielen werden können, erfüllt sich leider nicht. Allenfalls Saskia wird uns für die letzten zwei, drei Spiele zur Verfügung stehen“, erläutert Osterloh. Besonders schwer wiege zudem, dass Mareike Zetzmann aufgrund ihrer Schwangerschaft – wie schon in den letzten beiden Spielen der Hinrunde – nicht mehr dabei sein kann. „Auch Ashley Butler wird uns aus beruflichen Gründen vermutlich nur noch bis März zur Verfügung stehen“, so der HSG-Coach. Diese Situation mache es für das Team nicht einfacher. „Wichtig ist, dass die Mannschaften, die jetzt in der Tabelle hinter uns stehen, auch hinter uns bleiben, sonst kann es eng werden“, ergänzt Deeben.

Dabei hatte die Saison für die HSG Hude/Falkenburg so gut angefangen. Der erklärte Aufstiegsfavorit und derzeitige Tabellenzweite VfL Stade wurde am vierten Spieltag mit 38:22 aus der Halle gefegt, auch auswärts setzte es gegen Neerstedt mit 43:22 einen Rekordsieg. Es blieben jedoch die einzigen Auswärtspunkte. „Wir sind sehr gut rein gekommen in die Saison und haben nach und nach den Faden verloren“, sagt Osterloh die Hinrunde. Viele Spiele seien auch deshalb knapp verloren worden, „da die Abwehr vor allem auswärts nicht die nötige Konstanz aufwies. Da waren wir zu Beginn deutlich stabiler“, so Osterloh.


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