Fußball-Bezirksliga SV Baris Delmenhorst verdient sich späten Ausgleich

Von Klaus Erdmann

Kapitän Mikael Blümel (rechts) war wieder der Antreiber des SV Baris gegen BW Bümmerstede. Foto: Daniel NiebuhrKapitän Mikael Blümel (rechts) war wieder der Antreiber des SV Baris gegen BW Bümmerstede. Foto: Daniel Niebuhr

Delmenhorst. Ein spätes Tor von Shewkat Barakat Osef in der Nachspielzeit hat dem SV Baris Delmenhorst noch ein 1:1-Unentschieden gegen BW Bümmerstede gerettet.

Der SV Baris hat seine Erfolgskette verlängert und auch das vierte Spiel in Folge ohne Niederlage überstanden. Zwar erreichte der Fußball-Bezirksligist nach drei Siegen gegen Blau-Weiß Bümmerstede „nur“ ein 1:1 (0:1), doch der Gastgeber kann mit dieser Punkteteilung zweifellos gut leben. Aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause und des nicht nachlassenden Engagements verdiente sich Baris das Unentschieden, das Shewket Barakat Osef in der ersten Minute der Nachspielzeit erzielte.

Team von Marco Büsing

Mit BW Bümmerstede stellte sich am Sonntag ein Gegner vor, dessen Auftritt bereits nach wenigen Minuten eine Frage herausforderte: „Warum befindet sich diese Mannschaft eigentlich in Abstiegsgefahr?“ Das Team, bei dem Marco Büsing, der ehemalige Co-Trainer des Oberligisten SV Atlas, als Chefcoach fungiert, und das nach diesem 1:1 gemeinsam mit dem punkt- und torgleichen FC Hude den vorletzten Platz belegt, trat überraschend selbstbewusst auf, gefiel in spielerischer Hinsicht und hinterließ einen guten Eindruck.

Gast übernahm das Kommando

Der Gast übernahm von Anfang an das Kommando und legte den ersten Treffer vor. In der 8. Minute traf der freistehende Sören Harms, den die Baris-Abwehr nicht auf dem Schirm hatte, nach glänzender Vorarbeit von Till Müller. Jonathan Matondo, der nur eine Minute später das Gehäuse verfehlte, und Marc Steinkraus, der mit einem 17-Meter-Freistoß an Schlussmann Ercan Vayvalaco scheiterte (14.), verpassten eine Resultatsverbesserung. Baris kam in der 21. Minute durch Serkan Mangal, der den Ball nicht richtig traf, zur ersten Gelegenheit. In der 29. Minute hatte Matondo Pech, als er das Spielgerät nach einer exakten Flanke von Marvin Krone gegen die Latte köpfte.

Die Spieler des SV Baris fanden im Gegensatz zum Gast schwer in die Begegnung und ließen ihren Gegnern oftmals zu viel Platz. Zudem agierten die Delmenhorster in der Offensive zu druck- und ideenlos. Deshalb hätte man sich auch über einen deutlicheren Pausenrückstand nicht beschweren dürfen.

Baris jetzt energischer

Nach dem Wechsel bot sich den Zuschauern ein anderes Bild. Der zumeist von Kapitän Mikael-Cihan Blümel angetriebene SVB ging energischer zur Sache und drängte auf den Ausgleich – oft aber mit langen Bällen, die in der Abwehr hängen blieben. Mitte des zweiten Durchgangs vermochte Bümmerstede das Treffen dann wieder ausgeglichener zu gestalten und es gab gute Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten. In der 70. Minute klärte BWB-Keeper Lukas Hermeling gegen Barakat Osef per Fußabwehr, ehe Bümmerstedes Steve Köster den Ball in der 72. und 77. Minute gleich zweimal knapp neben das Tor setzte. 

Das Kellerkind stand dicht vor dem zweiten Treffer, ging bei den Kontern jedoch nicht konzentriert genug zu Werke. Baris erarbeitete sich vom Ballbesitz her ein deutliches Übergewicht, doch das letzte Zuspiel fand wiederholt keinen Abnehmer, zwingende Chancen kamen nicht zustande. So deutete einiges auf eine Niederlage für die Gastgeber hin, doch in der ersten Minute der Nachspielzeit gelang dem unbedrängten Barakat Osef nach einem Freistoß doch noch das verdiente 1:1 – sein viertes Saisontor. Es war der erste Punkt für sein Team nach zuvor vier Niederlagen gegen diesen Gegner. „Aufgrund der zweiten Halbzeit ist das Unentschieden mehr als verdient“, meinte Teammanager Baris Caki. „Wir haben das Spiel gemacht und der Gegner hat sein 1:0 gut verwaltet. In der zweiten Halbzeit waren wir aber klar überlegen.“


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