Fußball-Regionalliga Frauen Hannover 96 tritt mit Respekt beim TV Jahn Delmenhorst an

Von Klaus Erdmann

Würden auch am Sonntag gerne jubeln: Julia Hechtenberg (links) und Neele Detken, Spielerinnen des Regionalligisten TV Jahn Delmenhorst. Das Team empfängt Hannover 96 im Stadion. Foto: Daniel NiebuhrWürden auch am Sonntag gerne jubeln: Julia Hechtenberg (links) und Neele Detken, Spielerinnen des Regionalligisten TV Jahn Delmenhorst. Das Team empfängt Hannover 96 im Stadion. Foto: Daniel Niebuhr

Delmenhorst. Die Regionalliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst empfangen an diesem Sonntag den starken Aufsteiger Hannover 96. Der Tabellenzweite aus der Landeshauptstadt zeigt Respekt vor seinen Gastgeberinnen.

Die Fußballerinnen von Hannover 96 reisen an diesem Sonntag nicht nur mit einem starken Aufgebot, sondern auch mit Respekt nach Delmenhorst. So heißt es aus der Landeshauptstadt, dass der TV Jahn zu den stärksten Regionalligisten gehöre, defensiv kompakt stehe und ein gutes Umschaltspiel zeige. Der Gast mit dem großen Namen, ambitionierter Aufsteiger und Tabellenzweiter, denkt dabei nicht zuletzt an das Hinspiel, das er am 25. August mit 5:3 (1:2) gewann. TVJ-Cheftrainer Claus-Dieter Meier, dessen Team die Hannoveranerinnen ab 13 Uhr im Stadion empfängt, blickt ebenfalls zurück: „Es waren schwierige Bedingungen – ein 35-Grad-Spiel auf Kunstrasen. Am Ende sind wir etwas eingebrochen.“ 

Hannover 96 bestritt bisher nur vier Auswärtsspiele

Inzwischen hat der Neuling aus der Landeshauptstadt, für den die Regionalliga nicht die Endstation bedeuten soll, zehn Punktspiele bestritten – nur drei auf fremden Plätzen. 19 Heim- stehen vier Auswärtspunkte gegenüber. Beim Spitzenreiter SV Henstedt-Ulzburg, der fünf Zähler Vorsprung aufweist, unterlag 96 mit 1:4, beim VfL Jesteburg hieß es 1:1. Es folgte am vergangenen Sonntag ein weiteres 1:1 gegen Werder Bremen II.

Niederlage drückte Stimmung beim TV Jahn nicht

Die Jahn-Frauen kehrten mit einem 1:2 von Henstedt-Ulzburg zurück. „Trotz der Niederlage herrschte eine positive Stimmung, denn die Spielerinnen haben gesehen, dass sie – trotz einiger glücklicher Momente – gut mithalten können“, sagt Meier. Alle seien an ihre Grenzen gegangen. Seine Elf trainierte am Dienstag wie gewohnt auf der Borussia-Anlage. Am Donnerstag stand nur die Tartanbahn zur Verfügung. Es fehlt erneut die verletzte Lynn Janning.

Meier über Hannover 96: „Die ersten 15, 16 Spielerinnen sind stark und es herrscht ein großer Konkurrenzkampf.“ Auffälligste 96erin ist Anna-Lena Füllkrug, mit 15 Treffern Zweite der Torschützinnen-Liste. Beim 5:3 gegen Jahn ging die Schwester des Werder-Profis Niclas Füllkrug allerdings leer aus. Hannover ist in der dritthöchsten Spielklasse ein Spitzenteam, das aber auch gezeigt hat, dass es auswärts durchaus anfällig ist.


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