Kurzbahn-Bezirksmeisterschaften Delmenhorster Schwimmverein räumt mehr als 100 Medaillen ab

Die Schwimmer des Delmenhorster SV 05 waren Dritter im Medaillenspiegel. Foto: Maximilian LuxDie Schwimmer des Delmenhorster SV 05 waren Dritter im Medaillenspiegel. Foto: Maximilian Lux

Delmenhorst/Osnabrück. Die Busfahrt hat sich gelohnt: Die Schwimmer des Delmenhorster SV gehören bei der Bezirksmeisterschaft zu den prägenden Clubs. Lea Sophie Baechler gelingt Einmaliges. Auch der SV Ganderkesee setzt Glanzlichter.

Die Bezirksmeisterschaften auf der Kurzbahn sind für den Reisebus, mit dem die Schwimmer des Delmenhorster SV 05 üblicherweise anreisen, in mehrerlei Hinsicht eine Belastungsprobe. 38 Athleten samt Begleitung machten sich auf ins Osnabrücker Nettebad, auf dem Rückweg hatten sie dann deutlich mehr Gepäck dabei als auf der Hinfahrt. 114 Einzelmedaillen hatten die DSV-Schwimmer um den Hals gehängt bekommen, dazu kamen vier Podestplätze mit den Staffeln. Die Veranstaltung war nicht nur die größte des Jahres für den DSV, sondern auch die erfolgreichste – am Ende waren allerdings alle ziemlich müde. „Die Fahrt mit dem Reisebus fördert den Zusammenhalt“, erklärte Stefan Lemmermann vom DSV, „allerdings waren die Aktiven dadurch etwa zwölf Stunden unterwegs.“

Jüngste Schwimmerin auf dem offenen Podium

Mit ihrer stattlichen Sammlung wurden die Delmenhorst Dritter im Medaillenspiegel hinter der SG Region Oldenburg und Ausrichter VfL Osnabrück, der allein 66 Starter stellte. Insgesamt waren bei dem Mammut-Event 479 Sportler dabei, die zu 2524 Einzelstarts ins Wasser gingen – das inzwischen automatisch erstellte Wettkampfprotokoll hatte 154 Seiten. Darauf waren etliche Delmenhorster Glanzleistungen zu finden, zum Beispiel in den acht Rennen von Lea Sophie Baechler. Das Vorzeigetalent gewann ihren Jahrgang 2007 in allen acht Starts und holte über die 200 Meter Rücken in 2:26,72 Minuten auch noch Bronze in der offenen Wertung aller Jahrgänge. Damit war sie die jüngste Schwimmerin, die in der offenen Wertung eine Medaille gewann. Nebenbei hat sie damit ihre Chancen weiter erhöht, für die Niedersachsenauswahl zu schwimmen, die Ende November beim Norddeutschen Jugendvergleich gegen sieben andere Landesverbände antritt.

Bemerkenswert war auch der Auftritt von Yannis Hein, der viermal die offene Wertung gewann. Über die 200 Meter Brust schlug er nach 2:18,19 Minuten an und hatte spektakuläre 13 Sekunden Vorsprung. Auf zwei weiteren Strecken gewann er zudem Gold in seinem Jahrgang 2000.

Ganderkeseer Routiniers glänzen

David Zeiser gewann acht Medaillen, darunter über die 400 Meter Lagen und über die 400 Meter Freistil zweimal Gold in der offenen Wertung, in der es der DSV insgesamt 22-mal auf das Podium schaffte. Mit Mara Anders, Taje Kölling, Celine Rüdebusch, Daniel Scharf, Anna Blum, Lukas Leis, Hanna Lemmermann und Alida Mühlenhort gewannen acht weitere Delmenhorster sechs oder mehr Medaillen. Norwin Denker stellte in allen acht Rennen neue Bestleistungen auf.

Auch der Schwimmverein Ganderkesee hatte seine Momente. Alexander Fabisch gewann seine Altersklasse 30 über die 100 Meter Freistil und Bronze in der offenen Wertung über die 50 Meter Brust. Marco Löwenstein holte in der Altersklasse 45 ebenso zweimal Gold wie Heike Wolters in der AK 55, dazu kamen zwei Silbermedaillen von Simon Logemann in der AK 25. Den größten Erfolg des Ganderkeseer Nachwuchses feierte Isabell Scheitz mit Bronze im Jahrgang 2002 über die 50 Meter Brust. Außerdem waren Amos Magin, Henrik Mohr, Justin Schürmann und Nelly Tobies dabei.


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