Agravis-Cup 2019 Ponyreiterinnen des RV Ganderkesee überzeugen in Oldenburg

Starte mit Cracker by Jet in der Großen Tour des Agravis-Cups 2019 in Oldenburg: Laura Voigt vom RV Ganderkesee. Foto: Lars PingelStarte mit Cracker by Jet in der Großen Tour des Agravis-Cups 2019 in Oldenburg: Laura Voigt vom RV Ganderkesee. Foto: Lars Pingel

Oldenburg. Enya Palm, Nina Sue Neumann und Lina Marie Tapken, talentierte Reiterinnen des RV Ganderkesee, haben in einer Pony-Dressurprüfung des international besetzten Turniers Agravis-Cup 2019 in Oldenburg gute Noten erhalten. Den Großen Preis der Springreiter gewann der Franzose Julien Anquetin.

Dorothee Schneider gehört in ihrer Diszplin zu den Besten der Welt. Sie bejubelte 2016 in Rio de Janeiro in der Deutschen Dressur-Mannschaft Olympia-Gold, mit dieser gewann sie dann 2018 in Tryon die Weltmeisterschaft und 2017 in Göteborg und 2019 in Rotterdam die Europameisterschaft. In der niederländischen Stadt sicherte sie sich außerdem Einzel-Silber im Grand Prix Spécial und in der Grand Prix Kür. Das internationale Spring- und Dressurturnier Agravis-Cup, das in der großen EWE-Arena in Oldenburg ausgetragen wurde, bot, unter anderem, drei Talenten des RV Ganderkesee die Gelegenheit, Schneider in Aktion zu erleben und im selben Viereck wie die 50-Jährige zu reiten. Dort zeigten Enya Palm, Nina Sue Neumann und Lina Marie Tapken mit ihren Ponys starke Leistungen. Sie sorgten als Dritte, Vierte und Fünfte für die besten Platzierungen von Aktiven aus dem Kreisreiterverband Delmenhorst während der viertägigen Veranstaltung.

Ganderkeseerin Enya Palm belegt Platz drei

Schneider gewann am frühen Morgen des ersten Tags mit Mister-C, einem zehnjährigen Oldenburger, die Einlaufprüfung des Louisdor-Preises (73,026 Prozent). Am späten Nachmittag waren dann die drei jungen Ganderkeseerinnen gefordert. Sie hatten für eine Dressurprüfung der Klasse L** gemeldet, in der die Aufgaben der Mannschaftswettbewerbe der internationalen Championate geritten werden mussten. Enya Palm erhielt mit ihrem Frühlingstraum eine Wertung von 70,154 Prozent, mit der sie Rang drei belegte. Knapp dahinter lag Nina Sue Neumann mit Ceylon (69,667). Der Ritt von Lina Marie Tapken mit Popcorn wurde mit 68,256 Prozent bewertet. Als Fünfte verpasste sie die Platzierung knapp.

Team des RFV Holle-Wüsting wird Fünfter

Den fünften Rang sicherten sich auch Celina Böschen mit Bijou de ma vie, Michelle Brauser mit Kerrie, Mareike Hagstedt mit Herra und Amelie von der Pütten mit Cantadora, die für den RFV Holle-Wüsting reiten. Die Kür des von Bianca Stolle vorgestellten Quartetts erhielt in einer Mannschaftsdressur der Klasse A* 16,10 Punkte. Sieger wurde das Team der TG Bad Zwischenahn (17,30).

Dorothee Schneider feiert Doppelsieg

Foto: Stefan Lafrentz/imago images

Schneider trumpfte einen Tag später im Louisdor-Preis erneut auf. Oldenburg war die letzte Möglichkeit, das Finale der Turnierserie der Deutschen Reiterlichen Vereinigung zu erreichen, in der Nachwuchspferde an die großen internationalen Aufgaben herangeführt werden sollen. Schneider feierte in der Dressurprüfung der Klasse S*** sogar einen Doppelsieg. Mit Quantum Vis belegte sie mit 73,093 Prozent Platz eins, mit Mister-C mit 72,000 Prozent Rang zwei. Damit sicherte sie sich mit den Halbbrüdern die verbliebenen Startplätze im Finale in Frankfurt (19. bis 22. Dezember). „Mister-C ist Hengst, aber man merkt es nicht, der ist eher schüchtern“, zitiert der Veranstalter, die Escon Marketing GmbH, die Reiterin, „während Quantum Vis eher der mit dem ,Wow’ ist – also der ist immer an und ist ganz klar ein Hengst.“

Julien Anquetin gewinnt im Stechen

Foto: Stefan Lafrentz/imago images

In der Großen Tour der Springreiter waren drei CSI***-Prüfungen ausgeschrieben, in denen Weltranglistenpunkte vergeben wurden. Höhepunkt und Abschluss war der Große Preis von Oldenburg mit bis zu 1,55 Meter hohen Hindernissen. Diesen gewann der Franzose Julien Anquetin mit Gravity of Greenhill. Dem Duo gelang im Stechen, das neun von 52 Paaren mit fehlerfreien Ritten erreicht hatten, in 35,96 Sekunden die schnellste Null-Runde. Zweiter wurde Patrick Stühlmeyer aus Steinfeld mit Chacgrano (36,20). In dieser Tour waren auch die Ganderkeseerinnen Sandra Auffarth mit Nupafeed’s La Vista und Laura Voigt mit Cracker by Jet gestartet. Sie ritten nicht in die Platzierungen.

(Hier finden Sie alle Ergebnisse des internationalen Spring- und Dressurtuniers.)


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