Tischtennis-Verbandsliga Männer TV Hude II setzt erstes Ausrufezeichen im Abstiegskampf

Von Andreas Giehl

Finn Oestmann hat mit dem TV Hude II einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf gefeiert. Foto: Rolf TobisFinn Oestmann hat mit dem TV Hude II einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf gefeiert. Foto: Rolf Tobis

Hude. Der TV Hude II hat im Rennen um den Verbleib in der Tischtennis-Verbandsliga der Männer einen wichtigen Sieg gefeiert. Er gewann das Derby gegen den Hundsmühler TV.

Die Verbandsliga-Tischtennisspieler des TV Hude II haben im Abstiegskampf ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Im Kellerduell gegen den Hundsmühler TV holte der TVH nicht nur die ersten Punkte in dieser Saison. Er verpasste den überforderten Gäste im gleichen Atemzug eine 9:1-Lektion. Bei den Hudern war die Erleichterung groß. Nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt zeigten sich Spitzenspieler Finn Oestmann und seine Teamkollegen in der ersten Schlüsselpartie im Rennen um den Klassenverbleib voll auf Ballhöhe. Mit einer soliden Mannschaftsleistung wurden die enttäuschenden Gäste aus Hundsmühlen in nur zweieinhalb Stunden abgefertigt.

Keine echte Derbystimmung

Die Ausgangslage vor der Begegnung versprach eigentlich ein enges Kellerduell. Nur rund eine handvoll Zuschauer erzeugte keine echte Derbystimmung. Trugen die zwölf Protagonisten an den Tischen wenigstens zu einem einen prickelnden Abstiegskrimi bei? Nein, ebenfalls Fehlanzeige. Denn die Gäste hatten an diesem Abend in der Hoheluchthalle all ihre Qualitäten zuhause gelassen, die sie bei ihren zwei beachtenswerten Auftritten gegen die Titelfavoriten TSV Lunestedt (6:9) und vor Wochenfrist gegen Hude I (3:9) noch ausgezeichnet hatten.

„Wir hatten befürchtet: Rufen die Hundsmühler gegen uns ebenfalls solch eine Leistung ab, dann müssten die uns eigentlich mit 9:3 aus der Halle schießen. Aber das Spiel ist total anders gelaufen. Das lag daran, dass wir aufgrund unserer Topeinstellung dem Gegner einfach nichts angeboten haben“, sagte Oestmann nach dem Kantersieg.

Hundsmühler hadern mit Spieltermin

Hatten die Huder Spieler zuletzt bei ihrer 2:9-Klatsche in Habenhausen noch über „undankbare“ Freitags-Punktspiele gehadert, so machten nun ihrerseits die Hundsmühler keinen Hehl daraus, dass ihnen dieser Spieltermin nicht in den Kram passte. Einige seien richtig „platt“ zum Treffen in den Klosterort gereist, was sich während der Begegnung dann durchaus deutlich zeigte. 

Die Huder indes spielten vom ersten bis zum letzten Ballwechsel hochkonzentriertes Tischtennis. Ein echter Traum aus ihrer Sicht war die 3:0-Führung nach den Doppeln. Danach machte sich bei den Gästen schon erster Frust breit. Als Oestmann mit einem lockeren 3:0-Erfolg gegen Rene Clauß gleich auf 4:0 erhöhte, lastete auf der Hundsmühler Nummer eins Marek Janssen im Duell gegen Marco Stüber schon ein Riesendruck. Aber auch Janssen brachte wie seine Teamkollegen einfach kein Bein an die Erde. Er hatte zudem arge Probleme mit Stübers Aufschlägen und ging gegen den Routinier in drei Sätzen unter. Das 5:0 war schon eine Vorentscheidung. Die letzten Angriffe der Gäste wehrten Dietmar Scherf, Sören Dreier, Christopher Imig und noch einmal Oestmann ab. Hudes Reserve hat durch Erfolg den befürchteten "0:6-Punkte-Fehlstart" verhindert.


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