Fußball-Landesliga Desolate halbe Stunde wird für VfL Wildeshausen teuer

Thorben Schütte und der VfL Wildeshausen verloren bei Blau-Weiß Papenburg. Archivfoto: Daniel NiebuhrThorben Schütte und der VfL Wildeshausen verloren bei Blau-Weiß Papenburg. Archivfoto: Daniel Niebuhr

Wildeshausen. Der VfL Wildeshausen verpasst den Sprung auf Platz zwei durch eine unerwartete Niederlage bei Blau-Weiß Papenburg. Trainer Marcel Bragula kündigt eine Aufarbeitung an.

Es gibt einige Dinge, die ein Auswärtsspiel bei Blau-Weiß Papenburg zu einem ungewöhnlichen Erlebnis für Landesliga-Fußballer machen. Nicht jeder sechstklassige Verein hat ein Stadion mit LED-Videowand, und nicht jeder spielt die Hymne eines anderen Clubs, wenn ein Tor fällt – das Schalker „Blau und Weiß ein Leben lang“ ergibt beim Papenburger Vereinsnamen allerdings durchaus Sinn. Gegen den VfL Wildeshausen erklang das Lied am Sonntag so oft aus den Lautsprechern wie seit 17 Heimspielen nicht mehr – für den Wildeshauser Geschmack jedenfalls deutlich zu oft. Der VfL verlor beim Vorletzten unerwartet deutlich mit 1:4 (1:3), Trainer Marcel Bragula sprach danach vor allem über die erste halbe Stunde, in der seine Mannschaft drei Gegentore kassiert hatte. „Das war desolat. Wir waren gar nicht auf dem Platz“, schimpfte der Coach. „Das kann ich so nicht stehen lassen. Darüber werden wir noch sprechen.“

Sein Team hätte Zweiter werden können, geriet durch Torben Lange (10.), Layth Hussein Challoob (16.) und Marco Nakelski (30.) aber schnell deutlich in Rückstand. Dem 0:3 war ein hartes Einsteigen gegen VfL-Routinier Sascha Görke vorausgegangen, der danach ausgewechselt werden musste. Michael Eberles Anschluss (41.) und die Rote Karte gegen Papenburgs Fabian Cordes nach einem harten Foul an Robin Ramke (52.) sorgten für Hoffnung bei Wildeshausen, doch Papenburg stand gut und konterte in der Nachspielzeit noch einmal: Niklas Papen stellte den Endstand her.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN