Fußball-Regionalliga Frauen TV Jahn Delmenhorst verliert gegen den FC St. Pauli

Aller Einsatz war vergebens: Nadine Poppen (rechts) warf sich in den Schuss von Linda Malika Sellami (links), verlor mit dem TV Jahn aber gegen den FC St. Pauli. Foto: Daniel NiebuhrAller Einsatz war vergebens: Nadine Poppen (rechts) warf sich in den Schuss von Linda Malika Sellami (links), verlor mit dem TV Jahn aber gegen den FC St. Pauli. Foto: Daniel Niebuhr
Daniel Niebuhr

Delmenhorst. Die Regionalliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst haben ihr Heimspiel gegen den FC St. Pauli verloren. Die Hamburgerinnen feierten den Erfolg mit einem sangesfreudigen Fanclub.

Der kleine, enge Nebenplatz des Stadions anstelle des weiträumigeren (gesperrten) Hauptplatzes und dann auch noch die Unterstützung des Gegners FC St. Pauli durch einen unüberhörbaren und sangesfreudigen Fanblock – die Fußballerinnen des TV Jahn haben am Sonntagmittag ein „gefühltes Auswärtsspiel“ bestritten. Delmenhorsts Schlappe im Treffen der Regionalliga-Tabellennachbarn beendete eine Negativserie des Gastes, die sich zuletzt auf drei Niederlagen in Serie und 3:18 Tore belief. Der Hamburger Stadtteilclub überzeugte in spielerischer und kämpferischer Hinsicht. Der TV Jahn, bei dem vieles nicht nach Wunsch lief, kassierte eine gerechte Niederlage. Cheftrainer Claus-Dieter Meier sprach hinterher von dem „erwartet schweren Spiel“. Das Resultat hätte durchaus deutlicher ausfallen können, denn St. Pauli kam besonders in der zweiten Halbzeit zu einem deutlichen Chancen-Plus.

Beide Teams vergeben Torchancen

 Zunächst jedoch erlebten die 80 Zuschauer (darunter besagte 30 Gästefans) eine ausgeglichene Partie. Die erste große Möglichkeit bot sich St. Paulis Annie Kingman, deren Kopfball das Ziel aber verfehlte (24.). Drei Minuten später setzte sich Gäste-Torhüterin Tara Zimmermann gegen Neele Detken durch, ehe die Delmenhorster Spielführerin Julia Hechtenberg die gegnerische Keeperin mit einem 20-Meter-Schuss zu einer weiteren Glanzparade zwang (28.). St. Paulis Kapitänin Nina Philip, die bei allen Standardsituationen in den Mittelpunkt rückte, traf in der 33. Minute mit einem Freistoß die Latte. St. Pauli hatte nach einer halben Stunde die Regie an sich gerissen und drängte auf die Führung. Der TV Jahn, beim dem die verletzte Lynn Janning fehlte, leistete sich dagegen relativ viele Fehler im Spielaufbau und traf wiederholt falsche Entscheidungen.

Ann-Sohie Greifenberg erzielt das entscheidende Tor

Das änderte sich in der zweiten Halbzeit nicht. St. Pauli übernahm nach wenigen Minuten erneut das Kommando. Jahns Torhüterin Janella Rogowski-Quesada verhinderte gegen Linda Sellami den Rückstand (56.). Auf der Gegenseite verpasste Pia von Kosodowski eine Hereingabe von Detken nur knapp (62.). In der 65. Minute überraschte Ann-Sophie Greifenberg Jahns Torfrau mit einem 30-Meter-Schuss, der sich später als entscheidender Treffer erweisen sollte. Meier fand: 

„Der Glücksschuss passte zum Spiel.“

TV Jahn hat die letzte Möglichkeit

Danach erwarb sich Jahns Kira Grotheer, die in der 67. und 76. Minute auf der Linie rettete, Verdienste. In der 83. Minute lag das 2:0 ebenfalls in der Luft, doch Rogowski-Quesada rettete zunächst gegen Philip, ehe Haar einen Schuss von Greifenberg abblockte. Die letzte Chance gehörte jedoch Jahn und hätte beinahe noch den schmeichelhaften Ausgleich gebracht: In der 90. Minute landete ein von Maryam Matta aus kurzer Distanz abgegebener Schuss über dem Tor. 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN