Handball-Oberliga Frauen HSG Hude/Falkenburg geht beim SV Werder Bremen II unter

Entwischten ihren Gegenspielerinnen zu selten: die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg um Lena Faske (rechts). Gegen den SV Werder II verloren sie daher deutlich. Foto: Richard SchmidEntwischten ihren Gegenspielerinnen zu selten: die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg um Lena Faske (rechts). Gegen den SV Werder II verloren sie daher deutlich. Foto: Richard Schmid
Richard Schmid

Bremen. Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben ihr Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen II klar und deutlich verloren. Sie hielten die Partie nur bis zur 46. Minute einigermaßen offen.

Ein Spiel auf Augenhöhe hatte Lars Osterloh, Trainer der Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg beim SV Werder Bremen II erwartet. Bis zur 46. Minute sollte er einigermaßen recht behalten, doch danach gingen seine Schützlinge, die mit 20:34 (13:15) verloren, regelrecht unter und ließen so gut wie alles vermissen, was ein erfolgreiches Handballspiel ausmacht. „Alle Spielerinnen haben nicht die Form der letzten Spielen gefunden. Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff bekommen und vorne unsere Angriffe schlecht ausgespielt. Als Mannschaft haben wir es nicht gut gelöst“, resümierte der HSG-Coach am Samstag.

Statistik

SV Werder Bremen II - HSG Hude/Falkenburg 34:20
SV Werder Bremen II: Gärdes; Harjes, Stahlkopf 1, Schreiber 1, Majewski 1, Seidel 5, Hertes 5, Schlegel, Nübel, Schulte 1, Engel 10/2, Newbern, Schengalz, Friedrich 10/3 .
HSG Hude/Falkenburg: Woltjen, Westermann; T. Deeben 2, Zetzmann 6/6, Blankemeyer 2, M. Deeben 2, Butler 2, Faske 2, Hillmer 3, Weilke, Maus 1.
Schiedsrichter: Hesselbarth, Schminke (Schiffdorf, Bremen).
Zeitstrafen: SVW 7 - HSG 2 .
Siebenmeter: SVW 6/5 - HSG 6/6.
Spielfilm: 2:2 (2.), 4:7 (12.), 7:10 (18.), 12:12 (25.), 15:13 – 18:13 (35.), 19:17 (38.), 23:20 (47.), 34:20.

Hude/Falkenburg erwischt guten Start – und verliert dann den Faden

Dabei lief es für die Gäste in den ersten 20 Minuten noch richtig gut. Die Abwehr der Bremerinnen wusste sich oftmals nur durch Fouls gegen das zu diesem Zeitpunkt sehr quirlige Angriffsspiel der HSG zu helfen. Nach gut 18 Minuten lag die Osterloh-Sieben beim Spielstand von 10:7 mit drei Treffern in Front. Bis zu diesem Zeitpunkt war es das, was der Huder Coach erwartet hatte: ein Spiel auf Augenhöhe. Doch nach und nach stellte sich die robuste 5:1-Abwehr der Bremerinnen immer besser auf die Angriffsbemühungen der Gäste ein. In der 26. Minute ging Werder durch einen Treffer der in der zurückliegenden Spielzeit noch bei Hude spielenden Sarah Seidel erstmals in Führung (13:12) und gab diese bis zum Ende nicht mehr aus der Hand. Bereits in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit entglitt Hude langsam das Spiel. Die Fehlwürfe häuften sich, sogar mehrfaches Überzahlspiel wurde nicht genutzt, dennoch gab der knappe Rückstand von 13:15 zur Pause Anlass zur Hoffnung, das Spiel noch drehen zu können.

Werder-Torfrau Larissa Gärdes ragt heraus

Allein die Hoffnung trog. Schnell bauten die Gastgeberinnen zu Beginn der zweiten Hälfte ihren Vorsprung bis auf 18:13 aus. Zwar verkürzten die Gäste den Rückstand durch vier schnelle Tore bis zur 38. Spielminute auf 17:19, kämpften sich, nachdem sie bis zur 42. Minute mit sechs Treffern deutlich in Rückstand geraten waren (17:23) noch einmal heran (20:23. 47. Minute) heran, um danach völlig einzubrechen. In den letzten 13 Minuten ging nichts mehr. Das Tor von Werder war wie vernagelt. Kein Treffer wollte mehr gelingen, zahlreiche Torwürfe wurden leichtfertig vergeben oder wurden eine Beute der überragenden Werder-Torfrau Larissa Gärdes. Im Gegenzug gelang den Gastgeberinnen so gut wie alles. Nahezu jeder Angriff führte zu einem Tor, am Ende machte sich bei Hude nur noch Resignation breit. „Aufgrund von ein paar kleineren Verletzungen konnten wir zudem nicht so durchwechseln wie gewohnt, da geht dir halt am Ende einfach die Luft aus“, meinte Osterloh, auf den gemeinsam mit dem übrigen Trainerteam vor dem nächsten schweren Auswärtsspiel am kommenden Samstag gegen den TV Dinklage viel Aufbauarbeit zukommt.  


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