Tischtennis-Verbandsliga Männer TV Hude übernimmt die Tabellenführung

Von Andreas Giehl

Eine alte Knöchelverletzung ist wieder aufgebrochen: Marc Engels, Mannschaftsführer des TV Hude, muss eine Zwangspause einlegen. Foto: Lars PingelEine alte Knöchelverletzung ist wieder aufgebrochen: Marc Engels, Mannschaftsführer des TV Hude, muss eine Zwangspause einlegen. Foto: Lars Pingel

Hude. Die Tischtennisspieler des TV Hude haben ihr Ziel erreicht und mit zwei Auswärtssiegen die Tabellenführung der Verbandsliga Nord übernommen. Sie gewannen bei Eintracht Hittfeld und bei Aufsteiger Hundsmühler TV.

Der TV Hude hat in der Hinrunde sein nächstes Etappenziel erreicht. Mannschaftsführer Marc Engels und seine Mitspieler haben am Wochenende bei Eintracht Hittfeld (9:7) und im Landkreis-Derby beim Aufsteiger Hundsmühler TV (9:3) die angestrebten 4:0-Punkte eingefahren und führen das Feld jetzt ungeschlagen mit 12:0 Zählern an. Die Mannschaft kann daher ganz entspannt in eine längere Punktspielpause bis zum 30. November gehen. Dann, in der Endphase der ersten Saisonhälfte, geht es gegen die Spielvereinigung Oldendorf und am Wochenende darauf gegen den Hauptkonkurrenten im Meisterschafts- und Aufstiegsrennen TSV Lunestedt II (10:0 Punkte), in zwei Spitzenspielen um die Vergabe des Herbstmeistertitels.

Hittfeld in stärkster Aufstellung

Als die Huder am Samstag die Halle bei der Eintracht in Hittfeld betraten, waren heimliche Hoffnungen auf einen leichten Sieg sofort verflogen. Die Gastgeber präsentierten bis auf ihre etatmäßige Nummer sechs, Timo Anders, ihre stärkste Aufstellung. Nachdem die Gastgeber in den Doppeln mit 2:1 in Führung gegangen waren, stand endgültig fest: Es wird ein ganz schwerer Gang für das TVH-Sextett.

Im mittleren Paarkreuz trafen die Huder Engels und Gerrit Meyer auf Konkurrenten, die sich nicht mit dem Wort „Lieblingsgegner“ beschreiben. Gegen die starken Immanuel Mieschendahl und Ralf Schweneker wurde seitens der Gäste sogar eine 0:4-Ausbeute befürchtet. Zur großen Erleichterung des TVH lieferte Meyer genau zum richtigen Zeitpunkt sein bisher stärkstes Einzel seit seinem Wechsel in den Klosterort ab. Bei seinem taktisch klug herausgespielten 3:0-Sieg über Mieschendahl lief aus seiner Sicht alles perfekt.

Ergebnisse

Verbandsligist TV Hude I feiert zwei Siege
Eintracht Hittfeld - TV Hude 7:9. Schweneker/Ludewig – Lingenau/Schmitt 7:11, 11:9, 11:4, 12:14, 11:5; Buchholz/Mieschendahl – Henke/Meyer 4:11, 9:11, 7:11; Igel/Pubanz – Engels/Imig 11:7, 11:5, 11:5; Buchholz – Lingenau 9:11, 12:14, 11:9, 11:13; Igel – Henke 11:6, 6:11, 11:6, 11:5; Mieschendahl – Meyer 5:11, 8:11, 8:11; Schweneker – Engels 12:10, 4:11, 12:10, 11:4; Ludewig – Imig 8:11, 8:11, 11:7, 7:11; Pubanz – Schmitt 14:12, 5:11, 8:11, 9:11; Buchholz – Henke 11:6, 7:11, 7:11, 11:7, 11:5; Igel – Lingenau 12:14, 7:11, 6:11; Mieschendahl – Engels 9:11, 11:6, 11:7, 11:8; Schweneker – Meyer 11:5, 11:7, 11:8; Ludewig – Schmitt 6:11, 6:11, 5:11; Pubanz – Imig 7:11, 5:11, 8:11; Schweneker/Ludewig – Henke/Meyer 10:12, 8:11, 11:4, 10:12.
Hundsmühler TV - TV Hude 3:9. Siepker/Kasten – Lingenau/Schmitt 8:11, 8:11, 2:11; Janssen/Clauß – Henke/Meyer 2:11, 10:12, 11:7, 6:11; Jesse/Meyer – Scherf/Imig 11:8, 11:6, 11:9; Janssen – Lingenau 11:13, 6:11, 11:7, 5:11; Clauß – Henke 5:11, 7:11, 11:9, 10:12; Siepker – Schmitt 11:5, 7:11, 7:11, 11:9, 11:9; Jesse – Meyer 4:11, 11:8, 8:11, 12:10, 11:8; Meyer – Imig 11:7, 9:11, 11:9, 14:16, 10:12; Kasten – Scherf 7:11, 8:11, 11:13; Janssen – Henke 11:9, 12:14, 6:11, 11:5, 9:11; Clauß – Lingenau 5:11, 8:11, 4:11; Siepker – Meyer 8:11, 11:8, 9:11, 8:11.

TV Hude stellt Sieg im Schlussdoppel sicher

Eng wurde es in dieser Begegnung für die Huder deshalb, weil im Spitzenpaarkreuz Florian Henke einen schwarzen Tag erwischte. Seine zwei Niederlagen konnte Felix Lingenau mit zwei Erfolgen über Rico Buchholz und Klaus Igel aber auffangen. Wegen der mageren Ausbeute in den Bereichen Doppel, Oben und Mitte war nun das dritte Paarkreuz der Huder mit Uwe Schmitt und Ersatzmann Christopher Imig voll gefordert. Und das Duo lieferte. Alle vier möglichen Punkte wurden relativ ungefährdet eingefahren. Daraus resultierte die 8:7-Führung des Turnvereins vor dem entscheidenden Schlussdoppel. In diesem trumpften Florian Henke und Gerrit Meyer zum zweiten Mal richtig stark auf. Bei den wichtigen Punkten zauberte das Duo teilweise sogar Traumbälle auf die Tischhälfte ihrer Konkurrenten.

Die Freude bei den Huder Akteuren über den knappen, aber im Meisterschaftsrennen wichtigen Sieg fiel später entsprechend groß aus. Nur bei Engels war sie getrübt. Während der Begegnung brach seine alte Knöchelverletzung wieder auf, wodurch der Delmenhorster nun vermutlich erneut eine Zwangspause einlegen muss. „Ich hoffe, dass ich zu den letzten, wichtigen Spielen in der Hinrunde wieder fit bin“, erklärte Engels. Er wurde, um kein Risiko einzugehen, im Sonntagsspiel beim Hundsmühler TV geschont. In dem Nachbarschaftsduell boten die Huder deshalb als Ersatzspieler Dietmar Scherf gemeinsam mit Imig im hinteren Paarkreuz auf. 

Hude liegt von Beginn an vorn

Die Hundsmühler trugen vor der guten Kulisse von 30 Zuschauern ihren Teil zu einem sehenswerten Derby bei. Rund 3,5 Stunden lieferten sich die Mannschaften einen intensiven Kampf. Der TVH lag aber immer vorn und behielt deswegen stets die Kontrolle über das Match. Prunkstück war in diesem Vergleich das Huder Spitzenpaarkreuz mit Henke und Lingenau, das mit der Maximalausbeute von vier Siegen einen großen Anteil an dem Sieg hatte.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN