HSG Hude/Falkenburg Handball-Verband belegt Hollenstedt mit empfindlicher Geldbuße

Von Richard Schmid

Konsequenzen durch den Handball-Verband: Der Gegner der HSG Hude/Falkenburg, der TuS Jahn Hollenstedt, wurde nach den Zuschauerbeleidigungen mit einer Geldstrafe belegt. Symbolfoto: Daniel NiebuhrKonsequenzen durch den Handball-Verband: Der Gegner der HSG Hude/Falkenburg, der TuS Jahn Hollenstedt, wurde nach den Zuschauerbeleidigungen mit einer Geldstrafe belegt. Symbolfoto: Daniel Niebuhr

Hude. Die massiven Zuschauerbeleidigungen nach dem Oberliga-Spiel zwischen der HSG Hude/Falkenburg beim TuS Jahn Hollenstedt haben ein Nachspiel. Der niedersächsische Handball-Verband belegte Hollenstedt mit einer "empfindlichen Geldbuße".

Die skandalösen Begleitumstände, als die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg in ihrem Auswärtsspiel Ende September beim TuS Jahn Hollenstedt durch Zuschauer massiv beleidigt wurden, haben jetzt zu Konsequenzen geführt. Der Handballverband Niedersachsen wird aufgrund des „mangelnden Ordnungsdienstes“ den TuS Jahn Hollenstedt mit einer „empfindlichen Geldbuße“ belegen. Zusätzlich werde von Verbandsseite eine kostenpflichtige Aufsicht nach Hollenstedt entsendet, um „sich vor Ort ein Bild rund um das Spiel“ zu machen. Das ergibt sich aus einem Antwortschreiben des Verbandes an den Trainer der HSG, Lars Osterloh, der aufgrund der Vorfälle (Spielerinnen der HSG wurden von den Zuschauern auf das übelste beschimpft und mit Schimpfwörtern weit unter der Gürtellinie beleidigt) sich mit einem Sonderbericht beim Verband beschwerte. Zudem sind die Vorfälle ebenfalls im obligatorischen Schiedsrichterbericht vermerkt.

Osterloh vom Verband enttäuscht

Allerdings zeigte sich Osterloh von der Reaktion des Verbandes etwas enttäuscht. „Anscheinend ist es ja nicht das erste Mal, dass so etwas vorgekommen ist. Immer, wenn in Hollenstedt Herbstmarkt ist, kommt es offensichtlich zu solchen Zwischenfällen“, sagt er. Von daher hätte er eine deutlichere Sanktion erwartet. „Die getroffenen Maßnahmen sind nicht zielführend“, meinte er, zumal auch Kinder sich diese Beschimpfungen hätten anhören müssen. „Meine zehnjährige Tochter, die das erleben musste, traut sich seither nicht mehr in die Halle." Auch über das Verhalten vom TuS Hollenstedt ist der HSG-Coach sehr enttäuscht: „Bis heute kam da keine Entschuldigung vom Verein, nichts gar nichts, das ist schon beschämend."


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