Tischtennis-Verbandsliga Männer TV Hude I unterstreicht Meisterschaftsambitionen

Von Andreas Giehl

Belegt mit seiner Mannschaft in der Verbandsliga-Tabelle den zweiten Platz: Marc Engels vom TV Hude I. Foto: Lars PingelBelegt mit seiner Mannschaft in der Verbandsliga-Tabelle den zweiten Platz: Marc Engels vom TV Hude I. Foto: Lars Pingel

Hude. Die Tischtennisspieler des TV Hude I haben zwei klare Sieg gefeiert. Sie haben damit 8:0 Punkte auf ihrem Konto.

Die Verbandsliga-Tischtennisspieler des TV Hude I haben am Wochenende mit zwei Siegen ihre Meisterschaftsambitionen untermauert. Am Freitag gewann der Tabellenzweite locker mit 9:1 bei der TuSG Ritterhude. Ebenfalls ganz leichtfüßig spazierte der TVH einen Tag später in eigener Halle durch das Match gegen die TSG Dissen, das mit dem gleichen Resultat endete.

Aus Sicht der Spieler vom TV Hude war es ein rundum gelungenes Wochenende. Dank der zwei jüngsten Erfolge ist die Weste mit 8:0 Punkten weiter unbefleckt. Außerdem hat der Titelanwärter in Bezug auf das Spielverhältnis (+24) zu seinem Hauptrivalen, dem Spitzenreiter TSV Lunestedt II (10:0 Punkte/Differenz +25), aufgeschlossen.

Ergebnisse

Tischtennis-Verbandsliga
TuSG Ritterhude - TV Hude 1:9. Binder/Pankow – Farrell/Engels 6:11, 7:11, 9:11: Meger/Struß – Henke/Meyer 9:11, 6:11, 7:11; Mühlmann/Haumersen – Lingenau/Schmitt 5:11, 6:11, 11:8, 9:11; Binder – Henke 11:5, 8:11, 10:12, 6:11; Meger – Farrell 7:11, 6:11, 7:11; Pankow – Engels 11:13, 7:11, 7:11; Mühlmann – Lingenau 8:11, 8:11, 11:9, 6:11; Struß – Schmitt 11:6, 11:9, 6:11, 11:7; Haumersen – Meyer 5:11, 6:11, 4:11; Binder – Farrel 9:11, 8:11, 5:11.
TV Hude – TSG Dissen 9:1. Henke/Meyer – Gessat/Wehrkamp-Lemke 11:3, 11:8, 11:4; Farrell/Engels – Söcker/Lippelt 11:6, 11:9, 8:11, 11:8; Lingenau/Schmitt – Redeker/Lippold 11:4, 9:11, 11:9, 12:10; Farrell – Redeker 11:4, 11:9, 11:4; Henke – Gessat 13:11, 8:11, 11:5, 11:7; Lingenau - Wehrkamp-Lemke 12:10, 11:8, 11:9; Engels – Lippold 11:3, 9:11, 11:7, 11:3, 11:9; Meyer – Lippelt 11:3, 11:8, 11:8; Schmitt – Söcker 11:2, 11:5, 5:11, 8:11, 9:11; Farrell – Gessat 11:3, 11:9, 11:7.

Die Huder haben für die Erfolge nur jeweils zwei Stunden Spielzeit benötigt und so viel Kraft eingespart. Infolgedessen fand TVH-Mannschaftsführer Marc Engels auch keine Kritikpunkte über die Leistungen seines Teams. "Dass wir zweimal so hoch gewinnen würden, damit haben wir natürlich nicht gerechnet. In dieser Spielzeit sind Lunestedt und der SV Oldendorf unsere Hauptrivalen um die Meisterschaft", sagte Engels: 

"Deswegen dürfen wir gegen alle anderen Gegner in der Liga nicht patzen. Dieses Mal haben wir unsere Vorgabe sehr gut erfüllt."

TVH setzt irischen Spitzenspieler ein

Die Huder nahmen ihre Gegner der Kategorie "arrivierte Verbandsliga- Mannschaften" sehr ernst. Deswegen wurde extra auf die Dienste des irischen Spitzenspielers Ryan Farrell zurückgegriffen. Er wertete das Team qualitativ deutlich auf, sodass es gegen die zwei Klubs mit dem primären Saisonziel "Klassenerhalt" locker reichte. Die Huder starteten am Freitag optimal in die Partie in Ritterhude: Sie zogen den Gastgebern mit einer 3:0-Führung nach den Doppeln früh den Zahn. Danach erlahmte beim Gegner, wie Engels berichtete, der Widerstand und Glaube fast vollständig. Nur Ritterhudes Riesentalent Laurin Struß konnte sich gegen Uwe Schmitt in vier Sätzen durchsetzen. Dieser Sieg kam aber nicht von ungefähr. Auch schon zwei Tage zuvor gegen beim 8:8 gegen Dissen hatte der zwölfjährige Ritterhuder mit Siegen gegen die Routiniers Frank Wehrkamp-Lemke und Hermann Sieker sein ganzes Potenzial offenbart. 

TV Hude bezwingt Dissen souverän

Auch am Samstag im Heimspiel in der Hoheluchthalle gegen die TSG Dissen ließ der TVH nichts anbrennen. Die Revanche für die 7:9-Schlappe aus dem zurückliegenden April, am Ende der Saison 2018/19, gelang eindrucksvoll. Aber das Team aus Osnabrück trug unfreiwillig einen Teil dazu bei. Ihr verletzter Topspieler Lutz Heitz wollte kein Risiko eingehen und nahm lediglich auf der Bank Platz. Im hinteren Paarkreuz fehlte Hermann Sieker. So durfte das Huder Publikum noch einmal das Können der "Oldie-Abwehrlegende" Dieter Lippelt bestaunen, die als Ersatzmann antrat. Als der Senioren-Weltmeister zu seinem Einzel gegen Gerrit Meyer an den Tisch musste, lag sein Team aber schon aussichtslos mit 0:7 im Hintertreffen. Und in Meyer wartete auf den 81-Jährigen persönlich der wohl undankbarste Gegner in der Halle. Meyer, als junger Spieler einst unter vielen Delmenhorster Abwehr-Ikonen groß geworden, weiß im Detail, welche Mittel er gegen dieses Spielsystem anwenden muss. Der Huder gewann in drei Sätzen. Der einzige Punktverlust des TVH, Uwe Schmitt unterlag im hinteren Paarkreuz trotz 2:0-Satzvorsprungs gegen Guido Söcke, kurz darauf war zwar unnötig, aber locker zu verschmerzen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN