Fußball-Kreisliga SV Atlas II winkt der nächste Meilenstein

Der VfL Stenum II kassierte in der Fußball-Kreisliga eine 1:5-Klatsche gegen den VfR Wardenburg. Foto: Daniel NiebuhrDer VfL Stenum II kassierte in der Fußball-Kreisliga eine 1:5-Klatsche gegen den VfR Wardenburg. Foto: Daniel Niebuhr

Delmenhorst. Fußball-Kreisligist SV Atlas II eilt weiter der Herbstmeisterschaft und dem nächsten historischen Meilenstein entgegen. Im Tabellenkeller trennen sich der TV Falkenburg und der KSV Hicretspor mit einem Remis.

TV Falkenburg - KSV Hicretspor Delmenhorst 3:3. „Der Punkt hilft eigentlich keiner von beiden Mannschaften so richtig weiter, vielleicht uns ein bisschen mehr als den Falkenburgern,“ kommentierte KSV-Spielercoach Timur Cakmak den aus seiner Sicht etwas unbefriedigenden Spielausgang. Hicretspor hatte mit Personalproblemen zu kämpfen und so stand Timur Cakmak mit im Startaufgebot. Diese Maßnahme sollte sich frühzeitig für die Delmenhorster auszahlen, denn Cakmak erzielte in der 3. Minute das Führungstor für den KSV. Die junge Falkenburger Mannschaft zeigte sich durch den Rückstand beeindruckt und Sinan Yorgancioglu vollendete einen weiteren Konter zum 0:2 (10.). Die Partie schien damit vorzeitig entschieden, doch die Falkenburger bewiesen Moral und kämpften sich in die Partie zurück. Jan-Niklas Krause schaffte aus dem Gewühl heraus den Anschluss zum 1:2 (18.) und Dominique Streif gelang schließlich der Ausgleich zum 2:2 (35.). Die Heimmannschaft ruhte sich in der Folge jedoch etwas zu sehr auf dem errungenen Teilerfolg aus und vernachlässigte dabei die Defensivarbeit. Timur Cakmak spielte bei einem Eckstoß erneut seine ganze Schlitzohrigkeit aus und traf, kurz vor dem Pausenpfiff, zum psychologisch wichtigen 3:2 (44.). Dieser Treffer zeigte Wirkung und in der zweiten Halbzeit bemühten sich die Falkenburger zwar um den Ausgleich, aber gleichzeitig war ihre Verunsicherung nicht zu verkennen. Das Heimteam kämpfte und erarbeitete sich einige hochkarätige Torchancen, aber es mangelte wiederholt an Selbstvertrauen und Entschlossenheit beim Torabschluss. Die erfahrenen Abwehrstrategen von Hicretspor bewahrten trotz des Gegendrucks in jeder Situation die Ruhe und ließen sich aus dem Spiel heraus nicht verunsichern. So fiel der Ausgleich durch einen Standard. Nach einem unbeabsichtigten Handspiel eines KSV-Verteidigers an der Strafraumgrenze verwandelte Björn Dußler den anschließenden Freistoß direkt zum 3:3 (84.). In der Schlussphase der Partie ging es hin und her, denn beide Teams wollten mit einem Dreier das Feld verlassen. Yorgancioglu vergab nach schöner Vorarbeit von Cakmak die Riesenchance zum Siegtreffer, als ihm alleinstehend vor dem leeren Tor der Ball über den Fuß rutschte. Kurz darauf pfiff der umsichtig leitende Schiedsrichter Horst Dräger die Begegnung ab. Georg Zimmermann und sein „Co“ Marvin John ärgerten sich über die zahlreichen vergebenen Torchancen: „Einfach mal den Ball mit der Pike reinmachen. Es kommt nicht immer auf die Schönheit an, sondern es muss am Ende ganz sachlich ein Tor dabei herausspringen.“

TV Munderloh - SV Atlas Delmenhorst II 2:3. Trotz des elften Sieges im elften Spiel war Atlas-Trainer Daniel von Seggern nicht zu 100 Prozent zufrieden: „Wir haben zu viel zugelassen. Wir wollen eigentlich mit dominanter Spielweise weiterhin klare Verhältnisse auf dem Feld schaffen und nicht zulassen, dass die Gegner aus dem Spielergebnis Hoffnung schöpfen.“ Dabei begann das Spiel eigentlich optimal. Bereits in der zehnten Minute erzielte Milot Ukaj sehenswert per Lupfer das 1:0 für die Gäste. Danach wurde das Spiel des SV Atlas allerdings schludriger, und Matti Lüers glich noch vor der Pause aus (30.).  

Zum Start der zweiten Halbzeit war der SVA allerdings hellwach, während das Heimteam scheinbar noch nicht ganz auf der Höhe zu sein schien. Nach einem Foul am starken Milot Ukaj verwandelte Dominik Entelmann den fälligen Strafstoß zum 2:1 (48. Minute). Ukaj traf wenig später zum zweiten Mal an diesem Abend, das 3:1 in der 60. Minute war gleichzeitig bereits sein 20. Saisontor. Simon Punke verkürzte für den TV Munderloh in der 71. Minute zwar noch auf 2:3, am Ende entführten die Delmenhorster trotzdem alle drei Punkte und stehen weiter ohne Punktverlust an der Tabellenspitze.

VfR Wardenburg - VfL Stenum II 5:1. Mit einem souveränen 5:1-Heimsieg über den Aufsteiger VfL Stenum II bleibt der VfR Wardenburg vorerst auf dem zweiten Tabellenplatz der Kreisliga. Mann des Spiels war Tim Conring, der mit seinem Hattrick in der 1. Halbzeit das Spiel vorzeitig entschied. „Der Hattrick war sehr wichtig für ihn, er war zuletzt unzufrieden, da er schon länger nicht mehr getroffen hat“, sagte sein Trainer Sören Heeren nach dem Spiel. Mit seinen Treffern in der 9., 34., und 42. Minute besorgte Conring die 3:0-Pausenführung für die Heimmannschaft.  

Im zweiten Durchgang legte Frerk Schreiber in der 65. Minute zum 4:0 nach. Der 4:1-Anschlusstreffer durch Tammo Oetken (85. Minute) dürfte den Gästen aus Stenum nicht mehr allzu viel Hoffnung gebracht haben, vor allem da Sebastian Vogelsang in der 90. Minute mit dem 5:1 den Endstand herstellte. „Wardenburg ist eine spielstarke Mannschaft und hat uns vor allem in der ersten Halbzeit gut laufen lassen“, erkannte Stenum-Coach Frank Radzanowski an.

TSV Großenkneten - TV Dötlingen 1:2. „Die frühe Führung hat uns nicht gutgetan“, bilanzierte Großenknetens Trainer Kai Pankow. Seine Mannschaft legte einen Blitzstart hin, bereits in der zweiten Minute traf Nils Rowold zum 1:0. Die Freude war allerdings nur von kurzer Dauer, denn nach einem Foul an Johan Hannink zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Julian Eilers verwandelte den Strafstoß zum 1:1-Ausgleich (23. Minute). Es entwickelte sich weiterhin ein ausgeglichenes Spiel, mit Chancen auf beiden Seiten. Bis kurz vor Schluss deutete alles auf ein Unentschieden hin, doch dann sorgte ein in den Augen der Großenknetener Spieler zweifelhafter Eckball für Diskussionen. Dötlingen nutze die Unruhe und Unsortiertheit in der Hintermannschaft aus und führte die Ecke schnell aus, die Benjamin Bohrer zum späten Siegtreffer über die Linie drückte (87. Minute). „Die Einstellung war okay, die Leistung durchwachsen“, war Pankows Fazit nach der bitteren Niederlage.

Ahlhorner SV - VfL Wildeshausen II 3:3 . Am Ende überwog bei Wildeshausens Trainer Mete Döner doch die Enttäuschung: „Vor dem Spiel hätte ich für einen Punkt sofort unterschrieben. Aber wir haben klar geführt und der Gegner spielte mehr als eine Halbzeit nur zu zehnt. Da war mehr als dieser Punktgewinn für uns möglich.“ Stefan Rupprecht erzielte früh das 1:0 (4.) und alle Anzeichen verdichteten sich auf einen klaren Ahlhorner Sieg. Aber statt nachzulegen und konzentriert weiterzuspielen, machte sich in den Reihen der Heimmannschaft eine gewisse Pomadigkeit breit und die Wildeshauser nutzten die gegnerischen Nachlässigkeiten eiskalt und effektiv aus. Mit zwei Toren (17., 32.) drehte Hauke Glück den Spielstand auf 2:1 für Wildeshausen. Die Platzherren verloren völlig den Faden, dazu kam noch in der 45. Minute eine gelb-rote Karte für Felix Speckmann, wegen wiederholten Foulspiels. Die VfL-Zweite spielte ihre Überzahl konsequent aus und Florian Düser legte 120 Sekunden später das 3:1 nach. Damit ging es in die Pause. Ahlhorns Trainer Zeyrek blieb in der Kabine ganz ruhig und seine Ansprache fiel knapp aus: „Jungs, Ihr geht jetzt da raus und zeigt ihnen, wie man richtig Fußball spielt. Ich weiß, Ihr werdet das Ding noch drehen.“ Die Ahlhorner rückten zusammen und die Wildeshausener brachen in der zweiten Halbzeit unter dem gegnerischen Druck ein. Shqipron Stublla (74.) und drei Minuten später Bassal Ibrahim erzielten mit ihren Toren den 3:3-Ausgleich. Nach einer gelb-roten Karte für Matthias Ruhle (90.+2/wiederholtes Foulspiel) beendete Wildeshausens Zweite die Begegnung ebenfalls in Unterzahl. „Die erste Halbzeit war Enttäuschung pur, aber Riesenrespekt für die Mannschaftsleistung in der zweiten Halbzeit“, kommentierte Servet Zeyrek den Spielverlauf aus seiner Sicht. 

FC Huntlosen - TuS Hasbergen 6:1 . Hasbergens Trainer Chawkat El Hourani hakte die Partie mit schonungsloser Offenheit schnell ab: „Die erste Halbzeit war ganz einfach Not gegen Elend. Aber wir waren von Anfang bis Ende grottenschlecht und konnten in keinster Weise an unsere zuletzt guten Leistungen anknüpfen. Wir haben einen rabenschwarzen Tag erwischt und einfach Müll gespielt. Der Gegner war auch nicht gut, aber dennoch in allen Belangen überlegen. Wir hatten überhaupt keine Chance, dieses Spiel zu gewinnen. Die Niederlage ist verdient.“ Nach chancenarmer, torloser erster Halbzeit, steigerte sich Huntlosens Mannschaft und nahm das Delmenhorster Gästeteam in der zweiten Halbzeit auseinander. Andreas Logemann (51.), dreimal Stefan Merz (71./F.E., 78., 83.), Philipp Witte (74.) und Felix Dalichau (89.) erzielten die Tore für das Heimteam. Immerhin rettete Zana Ibrahim in der 82. Minute mit seinem Tor zum 4:1-Zwischenstand die Ehre für den enttäuschenden TuS Hasbergen. „Das Ergebnis entspricht schon dem Spielverlauf,“ analysierte Huntlosen-Coach Maik Seeger kurz und trocken den Spielausgang.     


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