Fußball-Bezirksliga Tur Abdin gibt den Sieg im Topspiel aus der Hand

Der SV Tur Abdin verspielte beim FC Rastede eine 2:0-Führung. Symbolfoto: Rolf TobisDer SV Tur Abdin verspielte beim FC Rastede eine 2:0-Führung. Symbolfoto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Bezirksligist SV Tur Abdin Delmenhorst hat auswärts beim FC Rastede eine 2:0-Führung verspielt. Am Ende musste die Mannschaft von Trainer Andree Höttges sich mit einem 2:2 zufrieden geben.

Die Fußballer des FC Rastede sind in der an schrägen Ergebnissen zuletzt wahrlich nicht armen Bezirksliga bisher die Überraschung der Saison. Nach Jahren des Abstiegskampfes haben die Ammerländer den besten Start ihrer jüngeren Geschichte hingelegt. Am Sonntag wurde Rastede vom SV Tur Abdin nach drei Wochen zwar von der Spitze gestoßen, zum Feiern war den Delmenhorstern deshalb aber nicht zumute. Beim 2:2 (1:0) verspielte Abdin den Sieg in der Nachspielzeit, weshalb Trainer Andree Höttges resümierte: „Wir haben eine Bombenleistung gezeigt. Leider haben wir uns zum Schluss dumm angestellt.“ Der Coach vertrat angesichts von diversen liegen gelassenen Punkten gar die These, „dass wir eigentlich Erster sein müssten“. Platz vier ist allerdings auch keine schlechte Zwischenbilanz.

Gäste-Abwehr stand sicher

Rastede hatte die letzten sechs Heimspiele alle gewonnen, nach Lukas Mutlus erstem Saisontor in der 28. Minute gingen aber die Gäste mit der Führung in die Pause. Als Dennis Thüroff in der 67. Minute das 2:0 nachlegte, schien Tur Abdin auf dem Weg zum vierten Sieg in Folge und auf dem Sprung in die absolute Spitzengruppe. Doch Rastede kämpfte sich zurück in die Partie und erhöhte den Druck. Die Gäste-Abwehr stand aus dem Spiel heraus sicher, tat sich bei Standardsituationen aber immer wieder schwer, was sich in der Schlussphase böse rächte.

Rote Karte für Blümel

In der 85. Minute war Matthis Nee nach einem Eckball für die Rasteder zur Stelle und verkürzte. Mit Ablauf der regulären Spielzeit sah Tur Abdins Lenker Can Blümel wegen eines Schubsers die Rote Karte – in Unterzahl fing sich seine Mannschaft noch den Ausgleich ein. In der dritten von sechs Minuten Nachspielzeit erzielte der wuchtige Rasteder Torjäger Sergej Müller nach einem Freistoß aus dem Halbfeld das 2:2. „Wir waren ohne Zweifel die bessere Mannschaft. Das sind die nächsten Punkte, denen wir nachtrauern müssen“, sagt Höttges. „Wir haben aber jetzt mal wieder gezeigt, dass wir mit den Besten mithalten können.“ 


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