Tischtennis-Verbandsliga Männer TV Hude I gelingt mühsamer 9:7-Derbysieg gegen Hude II

Von Andreas Giehl

Erfolgreich: Marc Engels gewann mit dem TV Hude I das Verbandsliga-Derby gegen den TV Hude II. Foto: Rolf TobisErfolgreich: Marc Engels gewann mit dem TV Hude I das Verbandsliga-Derby gegen den TV Hude II. Foto: Rolf Tobis

Hude. Am Ende eines spannenden Vereinsduells stand es 9:7 für den TV Hude I gegen Hude II. Den letzten Punkt der Auftaktpartie der Saison 2019/20 der Tischtennis-Verbandsliga bekam die erste Mannschaft sogar geschenkt.

Die Tischtennisspieler des Verbandsligisten TV Hude I haben sich zum Auftakt der Saison 2019/20 sehr schwer getan. Der Aufstiegsanwärter mühte sich im bei den beteiligten Spielern als "ungeliebt" geltenden Vereinsduell gegen die eigene Zweite zu einem 9:7-Erfolg.

Mehrere Leistungsträger mussten ersetzt werden

Bei den zwei Huder Mannschaften galt die Partie nicht als richtungsweisend für die weitere Serie, die sie mit unterschiedlichen Zielen angehen. Hüben wie drüben fehlten mehrere Leistungsträger. Die Teams wurden von Reservisten aufgefüllt. Das ergab einen unorthodoxen Spielverlauf. "Eigentlich müssen wir die Begegnung höher gewinnen. Zwischenzeitlich haben wir schon mit 7:3 geführt. Nur waren wir danach nicht mehr ganz so konzentriert. Am Ende waren wir froh über den knappen Sieg. Den den letzten Punkt im Schlussdoppel haben wir geschenkt bekommen", berichtete Marc Engels vom TV Hude I von einem wenig ruhmreichen Schlussakkord des Vereinsduells.

Hude I ohne Spitzenpaarkreuz

Engels Mannschaft trat ohne ihr etatmäßiges Spitzenpaarkreuz mit Aly Waala und Ryan Farrell an. Dafür wirkten Uwe Schmitt (zweite Mannschaft) und Holger Lebedinzew aus der vierten Garnitur mit. Die "Zweite" indes musste außer auf Schmitt auch auf die Stammkräfte Dietmar Scherf und Christopher Imig verzichten. Für sie gingen Julian Ewert, Andreas Lehmkuhl und Tom Piper aus dem Bezirksoberligakader an die Tische.

Spielbericht

TV Hude - TV Hude II 9:7
Lingenau/Schmitt – Dreier/Piper 4:11, 11:6, 11:8, 11:6; Henke/Meyer – Oestmann/Stüber 11:7, 11:6, 6:11, 11:7; Engels/Lebedinzew – Ewert/Lehmkuhl 11:6, 7:11, 9:11, 11:9, 6:11; Henke – Stüber 11:4, 13:11, 11:7; Lingenau – Oestmann 11:8, 5:11, 12:10, 13:11; Engels – Ewert 9:11, 12:10, 11:8, 11:8; Meyer – Dreier 15:13, 11:8, 3:11, 8:11, 13:15; Schmitt – Piper 11:8, 11:8, 11:4; Lebedinzew – Lehmkuhl 3:11, 11:8, 10:12, 7:11; Henke – Oestmann 11:8, 11:3, 11:7; Lingenau – Stüber 9:11, 11:7, 4:11, 11:9, 5:11; Engels – Dreier 8:11, 5:11, 9:11; Meyer – Ewert 11:7, 11:7, 13:11; Schmitt – Lehmkuhl 5:11, 12:14, 8:11; Lebedinzew – Piper 11:7, 2:11, 3:11, 9:11; Lingenau/Schmitt – Oestmann/Stüber 11:0, 11:0, 11:0 (kampflos).

In der Anfangsphase dominierte erwartungsgemäß Hude I. Nach einer 2:1-Führung nach den Auftaktdoppeln zog die Erste dank der Einzelsiege von Florian Henke, Felix Lingenau und Engels bis auf 5:1 davon. Mit seinem zweiten Tagessieg (3:0 gegen Finn Oestmann) sorgte Henke am Beginn der zweiten Einzelrunde für den 7:3-Vorsprung. Dieser schmolz dann überraschend. Das lag daran, dass im mittleren Paarkreuz Sören Dreier für Hude II stark aufspielte. Der Youngster bezwang Gerrit Meyer und Engels. Da sich dann beim Stand vom 8:5 Hude-Neuzugang Uwe Schmitt von Außenseiter Lehmkuhl überraschen ließ, war der Favorit immer noch nicht am Ziel. Ein Erfolg von Tom Piper über Lebedinzew brachte dann das 7:8 und damit das, was eigentlich niemand mehr auf dem Zettel hatte: Das Abschlussdoppel wurde fällig. Allerdings standen dann Lingenau/Schmitt ohne Gegner da. Bei der Zweiten hatte sich Geburtstagskind Oestmann wegen der Feierlichkeiten daheim schon längst aus der Halle verabschiedet. "Unter diesen Umständen war es aus Sicht der Zweiten nicht klug, die Doppel so aufzustellen. Aber wer konnte sowas vorher ahnen?", schmunzelte Engels.

Nächste Aufgabe heißt ATSV Habenhausen

Engels und seine Mitspieler wollen bei der kommenden Standortbestimmung am Samstag, 21. September, gegen den Aufsteiger ATSV Habenhausen mannschaftlich kompakter auftreten. Hude II gastiert dann am Freitag darauf, am 27. September, beim Neuling aus dem Bremer Süden. Auf dem langen Weg zum Klassenerhalt hat diese Partie für die die Huder fraglos einen viel höheren Stellenwert als das Vereinsduell.


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