Handball-Oberliga Frauen des TV Neerstedt brechen bei Werder Bremen II schwer ein

Von Heinz Quahs

Kerstin Kurok zeigte mit dem TV Neerstedt zum Oberliga-Auftakt bei Werder Bremen II ein starkes Spiel. Zum Sieg reichte es aber nicht. Archivfoto: Rolf TobisKerstin Kurok zeigte mit dem TV Neerstedt zum Oberliga-Auftakt bei Werder Bremen II ein starkes Spiel. Zum Sieg reichte es aber nicht. Archivfoto: Rolf Tobis

Neerstedt. Die Oberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt erleben nach lange starkem Spiel bei Werder Bremen II ein bitteres Ende – und eine ungewollte Premiere.

Die Oberliga-Saison hätte für die Handballerinnen des TV Neerstedt zwar durchaus schlechter beginnen können, zumindest ein böses Omen hat der erste Spieltag aber doch hinterlassen. Die Neerstedterinnen schnupperten bei Vizemeister Werder Bremen II am Samstag lange an einer großen Überraschung, verloren schließlich jedoch mit 24:31 (14:15) und stehen damit als Schlusslicht zum ersten Mal überhaupt auf einem Oberliga-Abstiegsplatz – in der Premieren–Saison 2018/19 hatte man das 26 Spieltage lang erfolgreich vermieden.

Dennoch durfte Neerstedt viel Positives aus Bremen mitnehmen; dass keine Punkte dabei waren, lag an einem Einbruch in den letzten achteinhalb Minuten. „Was wir uns bis dahin erarbeitet hatten, haben wir durch einfach Fehler weggeworfen“, haderte Michael Kolpack, der zusammen mit Maik Haverkamp das Trainer-Duo bildet.

Noch kein Auswärtspunkt 2019

Lange Zeit hatten die Gäste Werder mit einer flinken Abwehr und viel Kampf mehr ins Schwitzen gebracht als erwartet. Der frühe 0:3-Rückstand (6.) irritierte die Neerstedterinnen nicht, nach dem 5:8 (14.) drehten sie die Partie zum 10:9 (19.), das Nadja Albes mit einem ihrer elf Treffer erzielte. Neerstedt führte auch in der 43. Minute mit 21:20 und war neun Minuten später beim Stand von 22:23 noch dran. Dann warf Werder aber sieben Treffer in Folge, fünf davon durch Tempogegenstöße nach gegnerischen Ballverlusten, die die robuste Bremer Deckung provoziert hatte. Neerstedt bleibt damit in diesem Jahr auswärts ohne Punkt. „Wir haben Werder Paroli und am Ende zu hoch verloren“, fand Kolpack.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN