Fußball-Bezirksliga TuS Heidkrug im Duell mit dem eigenen Vorbild

Der TuS Heidkrug läuft zum Derby beim VfL Stenum auf. Foto: Rolf TobisDer TuS Heidkrug läuft zum Derby beim VfL Stenum auf. Foto: Rolf Tobis

Stenum. In der Fußball-Bezirksliga erwartet der VfL Stenum sein Spiegelbild – den Nachbarn TuS Heidkrug. Der SV Baris Delmenhorst braucht einen Sieg, um nicht unten reinzurutschen.

Das letzte Spiel des VfL Stenum in der Fußball-Kreisliga liegt jetzt schon mehr als vier Jahre zurück, was in diesem Fall ein gutes Zeichen ist: Der Verein hat sich in der klassenhöheren Bezirksliga bestens etabliert. Besagtes Spiel hat insofern eine geschichtsträchtige Dimension, als dass Stenum seitdem nie höher gewonnen hat als an diesem Tag – und der damalige Gegner TuS Heidkrug nie mehr höher verlor als 0:7.

Wenn die beiden Nachbarn am Sonntag ab 14 Uhr in Stenum zum ersten Mal wieder aufeinandertreffen, ist der Gedanke an eine Revanche nach vier Jahren logischerweise absurd; Heidkrugs Trainer Selim Karaca, der damals Spieler war und danach den Platz auf der Bank einnahm, hat im Vorfeld dennoch an das Spiel erinnert – allerdings mehr aus Spaß als aus Rachegedanken: „Wir wurden damals richtig vorgeführt. Minimalziel für Sonntag ist, dass wir uns vom Ergebnis her zumindest leicht verbessern.“

VfL Stenum nimmt Favoritenrolle an

Die Heidkruger treffen am Kirchweg auch auf ihr eigenes Vorbild. Genauso wie der TuS lebt auch Stenum von der Mischung aus erfahrenen Club-Urgesteinen und jungen Eigengewächsen – nur ist der VfL da schon um einige Jahre weiter. „Die Mannschaft funktioniert ähnlich wie unsere. Die Qualität in Stenum ist aber eine ganz andere“, sagt Karaca, natürlich auch um ein wenig Druck beim Gegner aufzubauen. Und sein Stenumer Kollege Thomas Baake nimmt ihn gern an: „Wir wollen gerade zuhause mutig spielen und genau solche Spiele gewinnen.“ Aber: „So ein Derby ist nie vorhersehbar.“ Auch Baake sieht die Parallelen zwischen den Clubs, die im A-Jugendbereich sogar kooperieren: „Wir setzen beide auf den eigenen Nachwuchs und haben ein gutes Mannschaftsklima.“

Baris gegen den Lieblingsgegner

Stenum und Heidkrug haben dem SV Baris etwas voraus: Sie haben in dieser Saison schon mal gewonnen. Das Team von der Lerchenstraße will nun am Sonntag ab 14 Uhr gegen den Heidmühler FC nachziehen, gegen den es in der Vorsaison schon die optimalen sechs Punkte gab. „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, sonst rutschen wir unten rein“, sagt Trainer Önder Caki.

Auch der FC Hude hofft am Sonntag auf den ersten Dreier, ab 14.30 Uhr ist der ebenfalls noch sieglose Aufsteiger SV Ofenerdiek zu Gast im Waldstadion.

Der SV Tur Abdin steckt dagegen mitten in einer Auswärtsserie, die Partie beim SV Brake am Sonntag ab 15 Uhr ist das zweite von vier Pflichtspielen in Folge auf fremden Plätzen. Die Braker sind angeschlagen, sie haben saisonübergreifend elf Ligaspiele in Folge verloren – zwischendrin aber den Bezirkspokal gewonnen. Aktuell ist der Landesliga-Absteiger Letzter. 


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