Neues aus der Fußballszene Atlas-Helden von 1981 und der Sinneswandel von Mert Tunc

Von Klaus Erdmann

Atlas-Helden von 1981 am Weserstadion: (von links) William Donougher, Hans-Dieter Bentrup und Günter Selke.Atlas-Helden von 1981 am Weserstadion: (von links) William Donougher, Hans-Dieter Bentrup und Günter Selke.

Delmenhorst. Drei Atlas-Helden von 1981 erlebten das DFB-Pokalspiel zwischen dem neuen SV Atlas und Werder Bremen im Weserstadion. Genau wie 1981 verloren die Delmenhorster am Ende mit 1:6.

Andree Höttges und die Gelbe Karte. Beim 0:2 seiner Elf beim TuS Obenstrohe sah Andree Höttges, Cheftrainer des Bezirksligisten SV Tur Abdin, die Gelbe Karte. Dabei hatte nicht er, sondern ein anderer Delmenhorster, der auf der Bank saß, etwas gesagt, was Schiedsrichter Marcel Dahl (FC Rastede) nicht gefiel. Eine der neuen Regeln macht’ s möglich: Sie besagt, dass Trainer oder andere Offizielle mit einer Gelben oder Roten Karte bestraft werden können. „Kann der Schuldige nicht ausgemacht werden, erhält automatisch der Cheftrainer die Verwarnung bzw. den Innenraumverweis“, heißt es weiter. Eine neue Regeln, die noch für Gesprächsstoff sorgen wird.

Marcel Bragula und die gemischten Gefühle. Nach dem torlosen Unentschieden gegen Mitaufsteiger VfL Germania Leer sah sich Marcel Bragula, Cheftrainer des Landesliga-Neulings VfL Wildeshausen, mit gemischten Gefühlen konfrontiert. Einerseits trauerte er guten Chancen nach, die der Gastgeber in Halbzeit zwei vergab. Bragula, der Leer als „starken Gegner“ bezeichnete, sagte aber auch: „Wir haben in zwei Spielen vier Punkte geholt und sind ohne Gegentor. Das ist positiv.“

William Donougher und die Rückkehr. Das 1:6 des SV Atlas gegen den SV Werder dürfte William Donougher an einen seiner größten Auftritte erinnert haben. Als der SVA am 31. Januar 1981 bei Borussia Mönchengladbach erst im Achtelfinale des DFB-Pokals ausschied, hieß es aus Delmenhorster Sicht ebenfalls 1:6. Donougher gehörte seinerzeit zu den herausragenden Delmenhorster Spielern. Am Wochenende stattete der in Baunatal lebende Engländer gemeinsam mit seiner Frau Vera der alten Heimat – und natürlich dem Jahrhundertspiel – einen Besuch ab. In Begleitung seiner ehemaligen Mitspieler Hans-Dieter „Bubi“ Bentrup und Günter Selke verfolgte Donougher zunächst das bunte Treiben vor dem Wohninvest Weserstadion, ehe er zu den 41500 Zuschauern gehörte.

SV Brake und die hohe Fluktuation. Bezirksligist SV Brake, der am letzten Spieltag beim TuS Heidkrug mit 1:3 verlor, und am Sonntag, 15 Uhr, den SV Tur Abdin erwartet, verweist auf eine hohe Fluktuation zum Start der Saison. Gleich zehn Spieler kehrten dem Landesliga-Absteiger den Rücken. Auf der anderen Seite stehen neun Zugänge.

Mert Tunc und der Sinneswandel. Mert Tunc, der vor der Saison den Wechsel vom SV Baris zum Bezirksliga-Konkurrenten SV Tur Abdin vollzog, ist zu seinem alten Verein zurückgekehrt. „Ich habe gemerkt, dass ich meine Arbeit beim SV Baris noch nicht beendet habe“, wird Tunc auf der Baris-Facebookseite zitiert. Er danke dem SV Tur Abdin für die Freigabe.

Und zu guter Letzt. Vor dem Treffen des SVA mit dem SVW veranstaltete Werders Stadionsprecher Christian „Stolli“ Stoll, der gemeinsam mit seinem Delmenhorster Kollegen Thomas „Snopi“ Snopienski ein hervorragendes Duo bildete, ein Quiz. „Wie heißt der neue Trainer des SV Atlas?“, lautete eine seiner Fragen. Und ein Hinweis: „Er steht gerade am Sky-Mikrofon“., Dort stand zu diesem Zeitpunkt aber nicht Key Riebau, sondern Werders Chefcoach Florian Kohfeldt. Letzterer hörte diese Worte nicht, ansonsten hätte er sicherlich geschmunzelt.                   


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