Fußball-Kreisliga SV Atlas Delmenhorst II und TV Jahn Delmenhorst mit Torfestivals

Von Andreas Bahlmann

Jakob Korfmann (links) kassierte mit dem TuS Hasbergen gegen Jahn eine Klatsche. Foto: Rolf TobisJakob Korfmann (links) kassierte mit dem TuS Hasbergen gegen Jahn eine Klatsche. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. In der Fußball-Kreisliga marschiert die Reserve des SV Atlas erwartungsgemäß vorne weg, verfolgt allerdings von zwei Überraschungsteams.

TV Jahn Delmenhorst - TuS Hasbergen 8:2 . „Was soll ich dazu noch sagen?“ fragte Jahn-Trainer Arend Arends und lieferte gleich selbst die Antwort hinterher: „Die Jungs nehmen das an, was wir ihnen sagen und haben ein tolles Spiel abgeliefert. Das Ergebnis spricht für sich!“ Beide Mannschaften setzten von Anfang an auf Offensive, und der TuS Hasbergen erwischte den besseren Start. Hayri Sevimli erzielte in der 3. Minute die Führung für die Gäste. Die Jahner antworteten zwar nur vier Minuten später mit dem Ausgleich durch Pascal Hoppe, aber in der 11. Minute war die Defensive erneut nicht ganz auf dem Posten: Sevimli traf ein zweites Mal. Danach konzentrierte sich das Heimteam in allen Mannschaftsteilen und erhöhte den Druck. Marcel Maus glich zum 2:2 (22.) aus und Lucas Meinlschmidt drehte mit seinem Tor zum 3:2 (29.) endgültig den Spielstand. Danach brachen die Gäste ein: Jahns Thomas Keilbach erhöhte auf 4:2 (36.). Hoppe (62.) und Keilbach (66.), mit ihren jeweils zweiten Toren, Alioune Badara Youm mit dem 7:2 (88.) und schließlich, in der dritten Minute der Nachspielzeit, Aaron-Melvin Dixon, mit dem letzten Treffer der Partie zum 8:2-Endstand, schossen den am Ende auch in dieser Höhe hochverdienten Sieg heraus. Hasbergens Trainer Chawkat El Hourani war restlos bedient: „Wir sind einfach außer Form. Wir haben große Probleme. Ich hoffe, ich kann die Spieler in Stimmung halten, bis die Urlauber alle zurück sind.“ 

TSV Ganderkesee - VfL Wildeshausen II 0:4 . „Das war heute gar nichts. Kaum Torchancen, hinten geschwommen, einfach ein Totalausfall“, ärgerte sich TSV-Trainer Stephan Schüttel. Einen Spieler nahm er jedoch von seinem Rundumschlag ausdrücklich aus: „Unser Nachwuchkeeper Marvin Ksiezyk hatte bei uns seinen ersten Einsatz und er war mit Abstand unser bester Mann.“ Die Wildeshauser überzeugten mit taktischer Disziplin, stabiler Defensive und effektiver Spielweise. Am gefährlichsten war die Gästemannschaft mit ihren kopfballstarken Spielern bei Standardsituationen, aus denen sie drei Tore erzielten. Hauke Glück versenkte jeweils nach Eckstößen zwei Kopfbälle (11./48.), dazwischen traf Henning Nitzsche in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+2). Das 4:0 (72.) erzielte Marcel Fiedler mit einem direkt verwandelten Freistoß. „Das war ganz gut und wir haben heute zu null gespielt. Wir waren vorne effektiv, aber es hätten auch noch mehr Tore für uns fallen können“, zeigte sich VfL-Coach Mete Döner sehr zufrieden mit der souveränen Vorstellung seiner Mannschaft. 

FC Huntlosen - KSV Hicretspor 6:1 . Kaum aus dem Urlaub zurück, da gab es für Timur Cakmak eine Klastche. „Huntlosen war richtig stark. Die haben uns auf dem Kunstrasen sauber auseinandergenommen“, räumte Hicretspors Trainer anerkennend ein.Die torhungrigen Huntloser dominierten das Geschehen. Bei Hicretspor präsentierten sich nur Germain Martens, Burak Aruk und Sinan Yorgancioglu in Normalform, der Rest der Mannschaft agierte weit unter seinen Möglichkeiten. Kai Harberts (16.), zweimal Lyroy Schallock (19., 69.), sowie Leon Fenslage (50.), Christian Brandes (80.) und Marvin Schoon (82.) erzielten die Tore. Hicrets Ehrentreffer ging auf das Konto von Yusuf Kalmis (64.). „Wir haben verdient gewonnen, hätten aber eigentlich viel mehr Tore erzielen müssen,“ beschrieb FCH-Trainer Maik Seeger das aus seiner Sicht „90-minütige Spiel auf ein Tor.“ 

Ahlhorner SV - TV Munderloh 6:2 . „Mit dem Spiel bin ich sehr zufrieden. Die Jungs haben heute endlich einmal guten Kombinationsfußball gezeigt und nicht nur mit langen Pässen rumgebolzt, wie in den letzten Spielen“, freute sich ASV-Trainer Servet Zeyrek über die überzeugende Leistung seiner Mannschaft. Munderlohs Coach Bendix Schröder hakte das Spiel dagegen ganz schnell ab: „Das war einfach ein gebrauchter Tag für uns.“ Ole Specht eröffnete mit dem 1:0 (7.) den Ahlhorner Torreigen, dann schlug Stefan Rupprecht in der 31., 43., 53. und 83. Minute gleich viermal zu. Bassal Ibrahim steuerte ebenfalls ein Tor zum zwischenzeitlichen 5:1 (64.) bei. Die beiden Munderloher Tore erzielten Maximilian Pieper (49.) und der Ahlhorner An Binh Pham in der 87. Minute per Eigentor zum 6:2-Endstand.

VfR Wardenburg - TV Falkenburg 8:0 . Falkenburgs Trainer Georg Zimmermann war angefressen: „Das war einfach eine sehr schlechte Leistung. Das können wir besser.“ Die entschlossen und konsequent auftretenden Wardenburger nahmen die in den Zweikämpfen bisweilen ängstlich agierenden Falkenburger nach allen Regeln der Kunst auseinander. Die VfR-Mannschaft bestrafte gnadenlos die Nachlässigkeiten des Gegners, die Partie war im Grunde bereits nach den frühen Toren von Sebastian Vogelsang (4.) und Nino Oeltjebruns (7.) zum 2:0 gelaufen. Die weiteren Wardenburger Treffer erzielten noch einmal Oeltjebruns (36.), Sören Schürmann (21., 81.), Lennart Schönfisch (48., 85.) und Lukasz Ryszard Jarosiewicz in der 83. Minute. „Es läuft. Der Gegner hat uns aber auch machen lassen“, freute sich VfR-Coach Sören Heeren über die souveräne Leistung. 

SV Atlas Delmenhorst II - TSV Großenkneten 6:1 . Milot Ukaj war von seinen Gegenspielern nicht zu halten und trug mit vier Toren maßgeblich zum klaren Sieg gegen den tiefstehenden, auf Konter spekulierenden Gegner bei. „Am Anfang taten wir uns noch etwas schwer. Großenkneten wollte, das war von der Mentalität her deutlich zu spüren, aber in der zweiten Halbzeit waren wir dann klar besser und haben verdient gewonnen", kommentierte Atlas II-Coach Daniel von Seggern den dritten Sieg in Folge. Die Kontertaktik der kompakt agierenden Gäste schien bereits in der 9. Minute aufzugehen, als Hauke Krumland den ersten Gegenstoß erfolgreich zum 1:0 für den TSV Großenkneten abschloss. Die Delmenhorster bissen sich am Gästebeton trotz einer gefühlten 80:20-Ballbesitzquote ziemlich lange die Zähne aus, blieben aber geduldig und drehten noch vor der Pause den Spielstand. Milot Ukaj traf zum 1:1 (31.), Dominik Entelmann legte sechs Minuten später das 2:1 nach. In der zweiten Halbzeit schwand bei Großenkneten zusehends die Konzentration. Ihre tiefstehender Defensivblock verschob sich, entgegen der taktischen Vorgabe von Trainer Kai Pankow, weiter nach vorn und die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen vergrößerten sich. Atlas münzte die Räume eiskalt in Tore um und fuhr den Sieg ungefährdet ein. Dabei tat sich besonders Milot Ukaj hervor, der mit drei weiteren Toren (61., 82., 90.+2) seine starke Leistung krönte. Fabio Meyer traf in der 64. Minute zum zwischenzeitlichen 4:1. „Die Niederlage fällt vielleicht etwas zu hoch aus, war aber verdient. In der ersten Halbzeit haben wir es noch ganz gut gemacht, aber Milot Ukaj war auch extrem stark“, räumte TSV-Trainer Kai Pankow ein.     


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