Silbersee-Triathlon in Stuhr Delmenhorster Martin Kostka läuft persönliche Bestzeit

Martin Kostka lief beim Silbersee-Triathlon in Stuhr Bestleistung. Foto: Niklas GolitschekMartin Kostka lief beim Silbersee-Triathlon in Stuhr Bestleistung. Foto: Niklas Golitschek
Niklas Golitschek

Stuhr. Erstmals im Namen der frisch gegründeten Tri-Adler Borussia Delmenhorst ist Martin Kostka zum fünften Mal beim Silbersee-Triathlon in Stuhr gestartet. Wie auch die Gesamtsieger erlebte er einen rundum gelungenen Wettkampf.

Der Silbersee in Stuhr ist vertrautes Terrain für Martin Kostka. Beim dortigen Triathlon ist der Gründer der vor drei Monaten gegründeten Tri-Adler Borussia Delmenhorst bereits zum fünften Mal gestartet. Zuvor war der 51-Jährige selbst Mitglied der gastgebenden Tri-Wölfe des LC Hansa Stuhr gewesen.

Über die Olympische Distanz war Kostka dann auch der einzige Tri-Adler. Die weiteren Mitglieder probierten sich beim Volkstriathlon am Nachmittag. Als 268. der Gesamtwertung und 47. seiner Altersklasse M50 mit insgesamt 55 Startern überquerte er die Ziellinie gut gelaunt nach 2:49,23 Stunden. „Bei der Hitze unter 2:50 Stunden ist okay“, bilanzierte er einen gelungenen Wettkampf.

Stetig gesteigert

Ohne Neopren-Anzug habe ihm im Wasser der Auftrieb gefehlt, die anderthalb Kilometer legte er in 39:33 Minutenzurück und musste nach der Wechselzone die Aufholjagd auf dem Fahrrad einleiten. „Danach wurde es immer besser“, sagte Kostka, die folgenden 40 Kilometer seien optimal gelaufen. 1:21,06 Stunde benötigte er dafür. Am besten war er jedoch zu Fuß unterwegs, ihm gelang in diesem Abschnitt beim Silbersee-Triathlon sogar eine persönliche Bestleistung mit 48:43 Minuten für zehn Kilometer. In seiner Altersklasse lag er damit auf Rang 25 und kam auch im Gesamtklassement unter die Top 200. Seine Energie hatte er sich offensichtlich gut eingeteilt, um einen ausgewogenen Wettkampf zu bestreiten. „Überpacen oder schonen bringt beides nichts“, meinte er und merkte an: „Ein Drittel spielt sich im Kopf ab.“

„Für mich hat sich wieder bestätigt, dass das die tollste Sportart der Welt ist“, sagte Kostka, der 20 Jahre lang als Fußballer aktiv war, bevor er seine Leidenschaft als Athlet entdeckte. Vom Silbersee-Triathlon sprach er nur in den höchsten Tönen. „Das ist super, super, super organisiert“, schwärmte der Ex-Tri-Wolf, dafür müsse der Verein einfach gelobt werden. Komplimente, die Stuhrs Abteilungsleiter Jan Neubauer gerne hört: „Alle sind sehr begeistert und angetan“, beschrieb er das bis zum Mittag erhaltene Feedback. Mit mehr als 1000 gemeldeten Einzelstartern und 75 Staffeln hat sich der Silbersee-Triathlon auch in seiner 26. Ausgabe als Szenegröße in der Region bewiesen. „Das ist auch das oberste Limit, wir sind örtlich begrenzt“, sagte Neubauer. Mehr als 200 Helfer plus DLRG, Rotes Kreuz, Feuerwehr und Polizei garantierten einen reibungslosen Ablauf. So war auch bei zwei Unfällen auf der Radstrecke schnell Hilfe vor Ort. „Sicherheit ist die oberste Prämisse“, betonte der Abteilungsleiter.

Nur am Streckenrekord gescheitert

So boten die Organisatoren auch für die Profis ein optimales Umfeld. Als mit über vier Minuten Vorsprung Schnellster überquerte Jesse Hinrichs (1. TCO Die Bären Oldenburg) die Ziellinie, mit seiner Zeit von 1:53,46 Stunde verfehlte der Vorjahressieger den Streckenrekord nur um 42 Sekunden. „Wenn ich das gewusst hätte“, scherzte er. Angesichts des sicheren Sieges habe er es beim Laufen etwas ruhiger angehen lassen. Schließlich will er kommendes Wochenende bei den Finals in Berlin in Topform sein. „Ich war in allen drei Disziplinen schneller, ich kann mich nicht beklagen“, meinte er. Bei den Frauen siegte Silbersee-Triathlon-Debütantin Marie-Luise Klietz (MRRC München) in 2:18,00. „Ich bin in Ironman-Vorbereitung, da war das eine relativ kurze Distanz“, meinte die Münsteranerin, die vor allem auf dem Rad mit einer Zeit von 1:07,29 Stunde brillierte – diese Disziplin trainiere sie derzeit besonders. „Das Schwimmen lief nicht so gut“, meinte sie. Aus dem Wasser kam sie als Achte. Auch sie richtete ein besonderes Lob an die Veranstalter: „Im Ziel gibt es Tassen. Sonst werden so viele Plastikbecher weggeworfen. Das ist vorbildlich.“ Für Männer und Frauen gab es außerdem identische Siegprämien.

Gesamtsieger über die Olympische Distanz: Titelverteidiger Jesse Hinrichs. Foto: Niklas Golitschek


Den Mixed-Staffel-Triathlon gewann derweil der RV Urania Delmenhorst. Nach 2:16,40 Stunden beendeten Ingo Köster, Louisa Granzow und Jannik Kinzel ihren Wettkampf fast 15 Minuten vor der Konkurrenz. Rang sieben belegten Linda Helmers und Hermann Helmers von den Delme-Cyclern, die mit Gerd Wolken vom MTV Aurich antraten. In der Konkurrenz der Firmenstaffeln wurden Luca Henning, Christoph Magda und Kai Hachenberg (Gerflor DLW Delmenhorst) Zweite.


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