Fußball-Bezirksliga SV Baris Delmenhorst und Frisia Wilhelmshaven trennen sich mit einem 3:3

Von Klaus Erdmann

Mit hohem Tempo und vielen Toren: Der Fußball-Bezirksligist SV Baris Delmenhorst um Mikael-Cihan Blümel (links) trennte sich von Frisia Wilhelmshaven mit einem 3:3. Foto: Rolf TobisMit hohem Tempo und vielen Toren: Der Fußball-Bezirksligist SV Baris Delmenhorst um Mikael-Cihan Blümel (links) trennte sich von Frisia Wilhelmshaven mit einem 3:3. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Bezirksliga-Fußballer des SV Baris Delmenhorst und des WSC Frisia Wilhelmshaven boten den Zuschauern am Sonntag ein unterhaltsames Spiel. Es endete mit einem 3:3.

Önder Caki hat nach dem 28. Punktspiel seiner Mannschaft zwiespältige Gefühle in Worte verpackt. Zum einen äußerte sich der Cheftrainer des Fußball-Bezirksligisten SV Baris positiv: „Die Mannschaft hat gut gespielt. Sie hat sich gegenüber den meisten Spielen in den letzten Wochen erneut gesteigert.“ Caki kam aber auch nicht umhin festzustellen: 


"Wir haben zwei Punkte aus der Hand gegeben."


Stimmt. Die Delmenhorster lagen mit 2:0 und 3:2 in Führung, mussten sich am Ende jedoch mit einem 3:3 (3:2) begnügen. Neben Donner, Regen und Hagel (überwiegend während der Pause) bekamen die 50 Zuschauer zwei verschiedene Hälften serviert. Im ersten Abschnitt ging es ausgesprochen fair und verhältnismäßig ruhig zu. In Halbzeit zwei herrschte wiederholt Aufregung, an der die Unparteiischen nicht ganz unschuldig waren. 

SV Baris bekommt mehr Struktur ins sein Spiel

Die Partie begann zerfahren und mit einem Distanzschuss von Mikael-Cihan Blümel, der an der Latte scheiterte (16.). Nach 20 Minuten bekam der SV Baris mehr Struktur in das Spiel. Er belohnte sich für verstärkte Anstrengungen. In der 21. Minute markierte Dennis Kuhn nach einer Ecke von Blümel das 1:0. Im Anschluss daran verpasste Kuhn den zweiten Treffer: Zunächst verfehlte er das Ziel nach einem Alleingang knapp (23.), dann parierte Frisias Schlussmann Sascha Theil den Schuss der Offensivkraft. Nach hervorragender Vorarbeit von Blümel, der den Ball exakt in die Schnittstelle spielte, erhöhte Mert Tunc auf 2:0 (35.). Nur eine Minute später landete ein Heber von Blümel auf dem Tornetz.

Aufstellung

Baris Delmenhorst: Vayvalako; Tuner, Kurt, Tunc, Caliskan, Blümel. M. Caki, Uygun, Ugur (33. Mangal), Özütemiz (70. Isik), Kuhn (82. Bajqinovci).
Tore: 1:0 Kuhn (21.), 2:0 Tunc (35.), 2:1 Kregel (38.), 2:2 Wendt (40.), 3:2 Kuhn (45. +1), 3:3 Rister (61.).
Schiedsrichter: Fabian Becker (SW Oldenburg).
Zuschauer: 50.


Das 2:1 fiel überraschend. Christian Kregel trat einen Freistoß, der dem verdutzten Baris-Keeper Ercan Vayvalako durch die Hände rutschte (38.). Damit nicht genug: In der 40. Minute traf Henrik Wendt zum 2:2, nachdem die SVB-Abwehr bei ihren Klärungsversuchen nicht entschlossen genug zu Werke ging. Drei Tore in sechs Minuten – die Hauptdarsteller boten den Zuschauern einiges. Nach Vorarbeit von Cumali Tuner gelang dem zweifachen Torschützen Kuhn in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 3:2 (45. +1).

Pünktlich mit Beginn des zweiten Abschnitts beruhigte sich das Wetter. Das galt in einigen Szenen nicht für die Spieler. Wilhelmshaven drängte auf den Ausgleich. In der 53. Minute verfehlte Gästespieler Nils Heidemann das Tor nur knapp. Nach einem Schuss von Sinan Özütemiz rettete Pascal Buchheim kurz vor der Linie (58.). Eine Minute später jubelte der WSC: Vayvalako parierte einen Freistoß von Heidemann und den Nachschuss von Kregel glänzend, ehe Torjäger Tim Rister mit einem Abstauber sein 25. Saisontor erzielte.

Unterhaltsame Begegnung

Während der letzten halben Stunde der unterhaltsamen Begegnung erarbeiteten sich die Hausherren ein Chancen-Plus. Ein Solo von Blümel bremste Theil im letzten Moment (73.). In der 78. Minute stand Kuhn vor der Führung, doch er köpfte das Spielgerät aus kurzer Distanz knapp am Tor vorbei. In der 86. Minute verwies Schiedsrichter Fabian Becker (SW Oldenburg) Tayfun Kurt des Feldes. Der Delmenhorster, der in der 74. Minute bereits Gelb gesehen hatte, äußerte seine Kritik an einer Entscheidung des Unparteiischen lautstark und unmissverständlich. In der 89. Minute wurde ein Tor von Blümel, der Torwart Theil mit einem Heber überlistete, aufgrund einer Abseitsstellung des Torschützen nicht anerkannt. Eine nicht nachvollziehbare Entscheidung, denn Blümel war in der eigenen Hälfte gestartet.

Coach Caki kritisierte einige Aktionen des Schiedsrichters: „Er hat unglücklich gegen uns gepfiffen. Das ärgert mich.“ Dann blickte der Trainer voraus: „Am Samstag wollen wir gegen Wiefelstede gewinnen. Und dann wollen wir den Wildeshausern die Meisterfeier versalzen.“


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