Fußball-Oberliga Richtungweisendes Auswärtsspiel für SV Atlas Delmenhorst

Wollen sich an diesem Mittwoch beim MTV Wolfenbüttel durchsetzen: die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst um Patrick Degen (rechts). Foto: Rolf TobisWollen sich an diesem Mittwoch beim MTV Wolfenbüttel durchsetzen: die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst um Patrick Degen (rechts). Foto: Rolf Tobis
Rolf Tobis

Delmenhorst. Der SV Atlas Delmenhorst tritt an diesem Mittwoch beim MTV Wolfenbüttel. Beide Mannschaften kämpfen gegen den Abstieg aus der Fußball-Oberliga.

Olaf Blancke hat in den vergangenen Tage wenig Ruhe gefunden. "Es gab schlaflose Nächte, keine Frage", erzählt der Trainer der Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst. Der Grund war der Leistungseinbruch seiner Mannschaft in der Partie beim BV Cloppenburg am zurückliegenden Freitag, als sie nach einer 2:0-Führung eine 2:3-Niederlage kassiert hatte. Es waren die Fragen, wie das passieren konnte und wie so etwas künftig verhindert werden kann, die Blancke beschäftigten. Auch wenn die Antworten irgendwie zusammenhängen, letztere muss dringender beantwortet werden, denn bereits an diesem Mittwoch sind die Delmenhorster wieder gefordert: ab 16 Uhr beim MTV Wolfenbüttel, der wie der SV Atlas im Rennen um den Ligaverbleib auf Siege angewiesen ist. 

Olaf Blancke erspart sich den Blick zurück nicht

"Ich erwarte eine Reaktion", wiederholt Blancke eine Forderung, die er schon in Cloppenburg formuliert hatte, und präzisiert diese: "Jeder muss zeigen, dass er gewillt ist, diese Punkte zu holen, dass er bereit ist, dafür alles zu geben. Egal, ob er auf dem Feld steht oder auf der Bank sitzt. Egal, wie lange er spielt." Den Blick zurück erspart sich Blancke trotzdem nicht. Und er verhehlt auch nicht, dass es ihm immer noch in Teilen "unerklärlich" ist, wie seine zunächst ganz stark aufspielende Mannschaft nach 30 Minuten aus der Spur geraten konnte. Ein Ansatz ist:

"Nach dem 2:0 hat sich jeder zu sicher gefühlt."

Das unglückliche, weil unnötige Anschlusstor habe zwar den Wendepunkt markiert, die Ursache war es aber nicht, analysierte Blancke. Auch vor dem zweiten und dritten Cloppenburger Tor seien Fehler gemacht worden, "die auf diesem Niveau nicht passieren dürfen". Die hätten den Gegner dann so stark gemacht, dass er seinen Vorsprung auch in Unterzahl souverän ins Ziel gebracht habe. 

Foto: Rolf Tobis

Den Blick zurück ersparte Blancke aber auch seinen Spielern nicht. Am Montag gab es vor dem Training ein Besprechung, in der die Partie in Cloppenburg "abgearbeitet" werden sollte. Dazu gehöre auch, erklärte Blancke, dass jedem ganz deutlich werden muss, in welche Situation die Mannschaft geraten ist. Tabellenplatz neun sieht ja eigentlich gut aus. Aber: Der Vorsprung auf Rang 14, der zum ersten Abstiegsplatz geworden ist, weil Eintracht Braunschweig sein U23-Team am Saisonende zurückzieht, beträgt nur drei Punkte. Dem Ziel, den Abstieg zu verhindern, müsse alles untergeordnet werden. "Nach der Besprechung gibt es nur noch einen Blick: den nach vorn. Es geht in den nächsten knapp drei Wochen einzig und allein um den SV Atlas", sagt Blancke. Vier Punktspiele stehen noch im Atlas-Terminkalender der Saison 2018/19. Auf die Partie in Wolfenbüttel folgen am Sonntag, 5. Mai, ein Heimauftritt gegen den SC Spelle-Venhaus, am Freitag, 10. Mai, ein Gastspiel beim 1. FC Wunstorf und zum Abschluss am Samstag, 18. Mai, die Partie gegen den Heeslinger SC.

Delmenhorster tun sich im Hinspiel schwer 

Wolfenbüttel rangiert direkt hinter dem SVA, hat mit seinen 32 Zählern zwei weniger geholt als die Delmenhorster. Dass der Vergleich der beiden Mannschaften daher mit dem berühmten "richtungweisend" versehen wird, findet Blancke "fast noch schön gesagt". 20 seiner Punkte holte der MTV im eigenen Stadion, in dem er zuletzt zweimal in Folge siegreich war. Im Hinspiel hatten die Wolfenbütteler dem Atlas-Team lange Paroli geboten, ehe sich die Delmenhorster doch einen 2:1-Erfolg erarbeiteten. Ähnliches sei auch am Mittwoch möglich, glaubt Blancke. "Das ist eine Truppe, die wir schlagen können", sagt er: 

"Dafür muss bei uns aber 90 Minuten lang alles passen."



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