Fußball-Bezirksliga VfL Wildeshausen spielt zu Hause, Baris Delmenhorst auswärts

Wollen sich an diesem Sonntag im Krandelstadion gegen den ESV Wilhelmshaven durchsetzen: Thorben Schütte (rechts, im Spiel gegen GVO Oldenburg) und seine Mitspieler vom VfL Wildeshausen. Foto: Rolf TobisWollen sich an diesem Sonntag im Krandelstadion gegen den ESV Wilhelmshaven durchsetzen: Thorben Schütte (rechts, im Spiel gegen GVO Oldenburg) und seine Mitspieler vom VfL Wildeshausen. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst/Wildeshausen. Die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen empfangen an diesem Sonntag den ESV Wilhelmshaven im Krandelstadion. Das Team des SV Baris Delmenhorst ist zeigleich bei TuS Eversten gefordert.

Vergleiche mit Kellerkindern der Bezirksliga stehen für die Fußballer des VfL Wildeshausen und des SV Baris Delmenhorst an diesem Sonntag auf dem Programm. Die Wildeshauser treffen ab 15 Uhr im heimischen Krandelstadion auf den Tabellen-14. ESV Wilhelmshaven, die Delmenhorster gastieren zeitgleich an der Hundsmühler Höhe in Oldenburg bei den Turn- und Sportfreunden Eversten, die als 15. den vorletzten Rang innehaben.

VfL Wildeshausen vermeldet dritten Neuzugang

Seit Dezember unbesiegt (Sechs Erfolge, ein Remis), souveräner Tabellenführer und in David Lohmann (Torwart vom Oberligisten Atlas Delmenhorst), Rückkehrer Jan Lehmkuhl (Mittelfeldspieler vom Landesligisten SC Melle) und, gerade vermeldet, Alexander Dreher (Rechtsverteidiger vom Oberligisten BV Cloppenburg) schon drei starke Neuzugänge für die kommende Saison 2019/20 – es läuft beim VfL Wildeshausen. "Ja", sagt Marcel Bragula, Trainer der Bezirksliga-Mannschaft, und verweist sofort darauf, "dass er immer den ganzen Verein" betrachtet: "Viel mehr freuen mich die starken Leistungen der B- und C-Jungen in den Bezirksligen und der schon perfekte Kreisliga-Aufstieg der U23." Dass seine Spieler in der laufenden Spielzeit 2018/19 auch schon so manches Glanzlicht gesetzt haben, nennt Bragula "unsere Pflicht". Er erklärt: "Wir sind das Aushängeschild."

Wildeshauser Kapitän ist gelbgesperrt

Diesem Anspruch möchten Bragula und seine Spieler auch am Sonntag gegen den ESV Wilhelmshaven gerecht werden. Doch der Trainer mahnt. "Das wird ein intensives Fußballspiel", sagt Bragula: "Der ESV steht auf dem ersten Abstiegsplatz und kämpft um den Klassenerhalt." Eine Tatsache, die ihn übrigens überrascht. "Die Qualität der Einzelspieler ist hoch", erklärt Bragula mit Blick, zum Beispiel, auf die oberligaerfahrenen Brüder Tim und Lucas Janßen. Viele andere ESV-Akteure hätten schon in der Landesliga gespielt. Ganz offensichtlich hätten die Wilhelmshavener aber  Probleme in der Defensive (73 Gegentore in 24 Partien). "Da wollen wir natürlich den Hebel ansetzen", sagt Bragula, der seine Spieler in den zurückliegenden Trainingseinheiten auf einen tief stehenden Gegner vorbereitet hat. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht ausgekontert werden", merkt er an. Im VfL-Aufgebot wird außer den Langzeitverletzten Kapitän Sascha Görke fehlen, da er gelbgesperrt ist. "Das tut uns schon weh", meint Bragula, "doch wir haben ja schon bewiesen, dass wir auch ohne ihn gewinnen können."

Und dann nennt Bragula noch einen Grund, warum er eindringlich vor dem ESV warnt. "Wir haben uns schon einige Mal gegen Teams aus der unteren Tabellenregion schwer getan", sagt er. Eversten war der bisher letzte Bezirksligist, gegen den der VfL verloren hat (1:3). Gegen den Tabellenzwölften TSV Abbehausen büßte er zum bisher letzten Mal zwei Zähler ein (1:1).

SV Baris Delmenhorst plagen Personalsorgen

Die Partie der Wildeshauser gegen den Gastgeber seiner Mannschaft hat auch Önder Caki, Trainer des SV Baris Delmenhorst, im Sinn. "Man kann in Eversten verlieren", mahnt er vor dem Auftritt in Oldenburg. Die Delmenhorster haben in den zurückliegenden sechs Punktspielen nur einen Punkt geholt, rutschten daher ins untere Mittelfeld der Tabelle ab: Platz zehn mit 34 Zählern. "Es ist schon ärgerlich, was in den letzten Wochen passiert ist", meint Caki. Es ließe sich aber erklären. "Wir mussten zu viel rotieren, weil viele Spieler verletzt ausgefallen sind", sagt er: "Das führte dazu, dass wir immer wieder früh Gegentore kassiert haben." Die habe sein Team dann nicht mehr wettmachen können. "Die Mannschaft hat viel versucht, sie hat sich oft wieder rangekämpft. Manchmal hat uns einfach auch ein Quäntchen Glück gefehlt, um ins Spiel zurückzukommen", sagt der Baris-Trainer. 

Foto: Rolf Tobis


Baris-Trainer Önder Caki peilt Auswärtssieg an

Sein Zwischenfazit der Saison, in der Baris einschließlich der Partie am Sonntag noch sechsmal antritt, lässt er sich davon aber nicht völlig vermiesen. "Ich habe von vorneherein gesagt, dass die zweite Saison in dieser Liga schwerer wird", erklärte er mit Blick auf den Aufstieg zur Saison 2017/18. Die Delmenhorster hatten ihre zweite Spielzeit in der Bezirksliga dann aber furios begonnen, hatten noch Ende Februar als damals Sechster nur einen Punkt Rückstand auf Rang drei. "Es wäre natürlich schön, wenn wir am Ende einen einstelligen Tabellenplatz belegen würden", blickt Caki voraus, doch wichtiger ist ihm, dass der Ligaverbleib nur noch theoretisch in Frage steht. "Das ist schon sehr gut", lobt er. Am Sonntag sollen diese Restzweifel wieder ein ein gutes Stück verkleinert werden: "Wir fahren nach Eversten, um drei Punkte zu holen." Auch wenn die Personalsorgen weiter bestehen. "Es werden wieder drei Leute ausfallen", bestätigt Caki.



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