Handball-Verbandsliga TV Neerstedts Trainer schlägt nach blassem Auftritt Alarm

Von Heinz Quahs

Sieht nach der dürftigen Vorstellung gegen den Tabellenletzten den dritten Tabellenplatz im Gefahr: Neerstedts Trainer Björn Wolken. Archivfoto: Rolf TobisSieht nach der dürftigen Vorstellung gegen den Tabellenletzten den dritten Tabellenplatz im Gefahr: Neerstedts Trainer Björn Wolken. Archivfoto: Rolf Tobis

Neerstedt. Gegen das Schlusslicht der Handball-Verbandsliga hat der TV Neerstedt zwar gewonnen, aber zeigte ein schwache Leistung. Trainer Björn Wolken ist verärgert.

Nach dem 34:31 (17:16)-Sieg gegen den Tabellenletzten der Handball-Verbandsliga, TuS Bramsche, hat TV Neerstedts Trainer Björn Wolken am Wochenende Alarm geschlagen. „Es ist momentan kein angenehmes Arbeiten, wenn man gegen den Tabellenletzten 31 Gegentore bekommt. Jetzt kommen nur noch die dicken Bretter, die gebohrt werden müssen und ob wir mit der Leistung den angestrebten dritten Platz halten können, ist doch sehr fraglich“, sagte er. Seine Mannschaft sei nicht als geschlossene Einheit aufgetreten, kritisierte der Trainer.

Ergebnisse

TV Neerstedt - TuS Bramsche 34:31 (17:16)
TV Neerstedt: Pecht, Planck; Achilles (1), Hoffmann, Hollmann (4), Honschopp, Hübner (8), Malte Kasper (2), Kunz (6), Poppe (1), Reiser (8/3), Marcel Reuter (2) und Christoph Steenken (2).
Spielfilm: 8:3 (9.), 8:8 (13.), 13:10 (18.), 17:13 (24.), 17:16 (30.) – 21:20 (38.), 25:20 (42.), 29:24 (48.), 30:28 (53.), 34:31 (60.).
Strafwürfe: TVN 3/3, Bramsche 1/0.
Schiedsrichter: Hustedt/Voigt (Daverden-Hude/Falkenburg).
Zeitstrafen: TVN 3, Bramsche 4. 
Zuschauer: 120.

Dabei legte seine Mannschaft vor 120 Zuschauern los wie die Feuerwehr. Sie erkämpfte sich in der Deckung wiederholt den Ball und kam über Tempohandball zu einigen einfachen Toren. 8:3 hieß es nach neun Minuten. Doch als hätte jemand einen Schalter umgelegt, stellte der Dritte der Tabelle das Handball spielen ein. Mit etlichen Fehlern im Spielaufbau und im Abschluss bauten sie den Gegner auf. Der glich binnen weniger Minuten aus. Zwar gab es zwischenzeitlich einige kleine Lichtblicke, in denen auch gut vorbereitete Treffer für die Neerstedter fielen. Doch auch von einer 16:12-Führung (22.) durch Malte Kasper spielte Bramsche unbeeindruckt weiter und kämpfte sich bis zur Pause wieder auf einen Treffer heran.

Neerstedts Schlendrian hält Bramsche im Spiel

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte blieb es ein Spiel auf Augenhöhe, denn während die Neerstedter Offensive selbst mit klarsten Chancen den gegnerischen Keeper fast zum Weltmeister schoss, kam Bramsche immer wieder zu recht einfachen weiteren Treffern und blieb bis zum 21:20 (38.) immer in Schlagdistanz. 

Dann aber blitzte das Können der Hausherren wieder sporadisch auf und mit schnellen Kombinationen, die nun auch sicher abgeschlossen wurden, setzte sich die Wolken-Sieben über 25:20 bis Mitte der zweiten Hälfte durch Malte Kasper auf 28:23 ab. Doch dann zog erneut der Schlendrian ins Neerstedter Spiel ein und Bramsche kam zu einfachen Toren. So waren es die beiden Treffer von Andrej Kunz und Erik Hübner, die das Spiel zwei Minuten vor dem Ende endgültig entschieden. Die Gäste gaben sich allerdings bis zum Schlusspfiff nicht geschlagen und verkürzten den Rückstand noch einmal auf drei Treffer.

Wolken verärgert

"Es passt im Moment kaum etwas zusammen, wir präsentieren uns nicht mehr als Einheit, sondern jeder spielt für sich. Wenn man sich nur ein wenig energischer ins Zeug legt, schießen wir diesen Gegner hier aus der Halle", ärgerte sich Wolken nach dem Spiel.


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