Handball-Landesliga Männer HSG Grüppenbühren/Bookholzberg gewinnt Vierpunktespiel

Von Heinz Quahs

Ließen sich nicht aufhalten: die Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um Alexander Depperschmidt (vorn). Sie feierten einen 34:21-Heimsieg über Tura Marienhafe mit Menke  Poppinga. Foto: Rolf TobisLießen sich nicht aufhalten: die Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um Alexander Depperschmidt (vorn). Sie feierten einen 34:21-Heimsieg über Tura Marienhafe mit Menke Poppinga. Foto: Rolf Tobis

Bookholzberg. Die Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben das Duell zweier um den Klassenerhalt kämpfenden Mannschaften gewonnen. Sie setzten sich gegen Tura Marienhafe durch.

Andreas Müller geriet ins Schwärmen. "Wir haben dieses Abstiegsduell von Beginn an dominiert, auch wenn wir zunächst einige gute Chancen nicht genutzt haben", freute sich der Trainer der Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg nach dem 34:21 (17:10)-Heimsieg über den zuvor punktgleichen Tura Marienhafe: "Dank einer super starken Abwehr und zwei sehr gut aufgelegten Torhütern konnten wir endlich wieder einfache Tore über die erste und zweite Welle erzielen", lobte Müller. Sein Team schob sich auf Rang acht vor und kann mit 19:21 Punkten nicht mehr auf einen Regelabstiegsplatz abrutschen. Sechs Spieltage vor dem Ende der Saison 2018/2019 weist die HSG 13 Zähler mehr auf als ihr Landkreis-Rivale TS Hoykenkamp auf dem 13. Rang.

Statistik

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg - Tura Marienhafe 34:21
HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Döhle, Klostermann; Auffarth 3, Biedermann 11/6, Depperschmidt, Hansel 6, C. Jüchter 6, T. Jüchter 2, Kowalzik 1, Lau 2, Ordemann 2, Pintscher 1, Schultz, Sprenger. 
Schiedsrichter: Schwarze, Wilts (SG Friedrichsfehn/Petersfehn, HSG Delmenhorst).
Zeitstrafen: HSG 4 – Tura 7.
Siebenmeter: HSG 7/6  Tura 6/4.
Zuschauer: 180. 
Spielfilm: 4:4 (11.), 12:4 (23.), 14:8 (26.), 17:10 – 20:11 (35.), 25:14 (46.), 30:17 (53.), 34:21.


Grüppenbühren/Bookholzberg dreht Mitte der ersten Halbzeit auf

"In diesem Vierpunktespiel hat meine Mannschaft die Vorgaben sehr gut umgesetzt", sagte Müller. Seine Spieler agierten hoch konzentriert. Vor allem in der Abwehr, über weite Strecken aber auch im Angriff. Bis Mitte der ersten Halbzeit verlief die Partie trotzdem ausgeglichen, da die Müller-Sieben einige recht hochkarätige Chancen bei Kontern und nach gut gespielten Positionsangriffen vergab. Bis zum 4:4 (11.) blieben die Gäste auf Tuchfühlung. Nach einer Auszeit von Müller drehte Grüppenbühren/Bookholzberg richtig auf und setzte sich mit sehenswerten Treffern, nicht zuletzt von Jan Heisel, der als Rechtshänder auf Rechtsaußen eine starke Leistung bot, bis auf 12:4 (23.) ab. 

Foto: Rolf Tobis


Anschließend kehrte im Angriff kurz der Schlendrian ein, die Landkreis-HSG kassierte drei Gegentore in Folge (7:12, 24.). Dann riss sie sich aber wieder zusammen und warf den beruhigenden 17:10-Pausenvorsprung heraus. Zu Beginn der zweiten Halbzeit gingen die Ostfriesen in der Deckung zwar wesentlich robuster in die Zweikämpfe, beeindrucken ließen sich die Gastgeber davon aber nicht. Sie setzten ihren Sturmlauf fort. Marcel Biedermann, mit elf Treffern (sechs Siebenmeter) erfolgreichster HSG-Spieler, traf zum 20:11 (35.). 

Marcel Biedermann sorgt für die endgültige Entscheidung

Nach einer kleinen Rangelei zwischen einem Gäste-Abwehrspieler und Yannick Lau zeigten die Unparteiischen dem HSG-Akteur zur Überraschung vieler die rote Karte wegen eines angeblichen Revanchefouls. Den Mariehafener stellten sie für zwei Minuten vom Platz. Das sorgte in den Reihen des Müller-Teams kurzzeitig für Unruhe (20:13, 36.). Doch wenig später lief das HSG-Spiel erneut auf vollen Touren. Biedermann von Linksaußen mit drei Treffern in Folge, darunter ein gekonnter Heber, für das 28:16 (50.). Das war die endgültige Entscheidung. Was Marienhafe in der Schlussphase auch versuchte, die Müller-Truppe hatte immer die richtige Antwort parat und kam vor 180 Zuschauern, darunter etwa 30 Tura-Fans, zu einem auch in dieser Höhe verdienten Erfolg. Müller schaute dann noch voraus. "Ich hoffe, dass wir auch in den nächsten Begegnungen in dieser Spur bleiben", sagte er angesichts der Tatsache, dass der Abstand zum Relegationsplatz nur drei Punkte beträgt.


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