Fußball-Oberliga SV Atlas Delmenhorst hofft auf das Ende der Zwangspause

Dürfen sie jetzt endlich? Leon Lingerski und der SV Atlas Delmenhorst hoffen auf das erste Heimspiel 2019. Foto: Daniel NiebuhrDürfen sie jetzt endlich? Leon Lingerski und der SV Atlas Delmenhorst hoffen auf das erste Heimspiel 2019. Foto: Daniel Niebuhr

Delmenhorst. Das Oberliga-Spiel des SV Atlas gegen den TB Uphusen soll stattfinden, es wäre die Heimpremiere des neuen Trainers Olaf Blancke.

Psychologen werden bestätigen, dass der Bewegungsdrang zu den angeborenen Eigenschaften des Menschen im Allgemeinen und des Oberliga-Fußballers im Speziellen gehört. Im Sinne der Gesundheit sollte man seine Kräfte nicht zu lange verkümmern lassen, weshalb sie beim SV Atlas zuletzt ziemlich viel unterwegs waren. Die Trainingsplätze waren gesperrt, also fuhr man am Dienstag in den Bremer Norden und gewann ein am gleichen Tag festgezurrtes Testspiel bei der SG Aumund-Vegesack mit 7:3, am Donnerstag tobten sich die Blau-Gelben dann im Fitnessstudio beim Kickboxen aus – nach fast drei Wochen ohne Punktspiel gab es eine Menge angestauter Energie abzubauen.

Stadt gibt Grünes Licht

Der penetrante Frühlingsregen schien die Zwangspause nach zwei Ausfällen nacheinander schon um eine weitere Woche zu verlängern, bis am Freitagmittag die Nachricht kam: Das Spiel gegen den TB Uphusen kann am Samstag ab 15 Uhr stattfinden – als eine von ganz wenigen Partien in Delmenhorst an diesem Wochenende. Die Stadt gab schon einmal Grünes Licht für das Nachbarschaftsduell, Atlas will es spätestens am Samstagmittag auch tun, „sollte es nicht sturzbachartig schütten“, wie der Verein via Facebook einschränkte. „Wir wollen unbedingt spielen“, sagte der Leistungsfußball-Chef Bastian Fuhrken schon am Donnerstag.

Trainer Olaf Blancke brennt noch mehr auf die Partie als die meisten anderen, für ihn wäre es das erste Heimspiel seit der Amtsübernahme im Winter. „Im Stadion herrscht eine tolle Atmosphäre. Ich freue mich darauf, das auf der eigenen Haut spüren. Ich hoffe, die Bude wird richtig voll“, sagt er. Auch das Gefühl eines Sieges hätte er gern mal wieder: Sein einziges Atlas-Pflichtspiel ging mit 1:2 bei Tabellenführer Eintracht Northeim verloren, zuvor hatte es auch in den letzten sieben Spielen mit Ex-Club BV Cloppenburg nicht geklappt – Blanckes letzter Sieg stammt aus dem Oktober.

Rückkehr für zwei Ex-Delmenhorster

Vor allem aber ist die Mannschaft „heiß“ auf die ersten Punkte 2019, wie der Coach verkündet. „Gegen Uphusen ist es auch ein kleines Derby. Es wird hoch hergehen“, glaubt Blancke, nicht nur weil mit Dennis Janssen und Sebastian Kmiec zwei Ex-Delmenhorster in Uphusen zu den Leistungsträgern zählen. Uphusen steht als 13. auf einem Abstiegsplatz und hat die ersten beiden Partien des Jahres gegen den SC Spelle-Venhaus mit 0:4 und beim 1. FC Wunstorf mit 0:2 verloren, liegt aber nur vier Punkte hinter Atlas. „Sie wollen uns unten reinziehen“, sagt Blancke. „Wir sollten versuchen, uns aus dem Abstiegskampf herauszuhalten.“

Dabei soll auch Stürmer Aladji Barrie helfen, der in Vegesack erst traf und dann angeschlagen raus musste. Er steht gegen Uphusen aber wohl zur Verfügung.


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