Mitgliederstatistik 2019 So viele Mitglieder haben die Delmenhorster Sportvereine

Von Klaus Erdmann

Der Delmenhorster TV mit seiner Turnabteiltung (hier während der Weihnachtsshow 2018) ist weiterhin der Verein mit den meisten Mitgliedern. Foto: Rolf TobisDer Delmenhorster TV mit seiner Turnabteiltung (hier während der Weihnachtsshow 2018) ist weiterhin der Verein mit den meisten Mitgliedern. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Den 59 Vereinen, die im Stadtsport Delmenhorst zusammengeschlossen sind, gehören 15.436 Mitglieder (Stand: 1. Januar 2019) an.

Der Stadtsportbund (SSB) Delmenhorst, dem am 1. Januar 15.436 Mitglieder angehört haben, meldet ein Plus. Zwar handelt es sich nur um 18 Personen (0,12 Prozent), aber wichtig ist, dass die Talfahrt vergangenen zehn Jahre, in denen sich das Minus auf 2719 belief, gestoppt werden konnte. Die Zahl der Vereine, die dem Dachverband angehören, ist mit 59 unverändert. „Es ist erfreulich, dass es nicht noch weiter nach unten geht“, erklärt Holger Fischer, Vorsitzender des SSB. Erstmals seit dem 1. Januar 2015 (plus 85) zeigt der Pfeil wieder nach oben.

21 Vereine melden einen Zugewinn

Das erfreuliche Fazit ist den Sportlerinnen zu verdanken. Bei ihnen steht ein Plus in Höhe von 163 zu Buche (gesamt 6301). Beim männlichen Geschlecht beträgt das Minus 145 (9135). 21 Vereine melden einen Zugewinn, 32 ein Minus. In sechs Fällen heißt es „keine Änderung“.

Auf den ersten drei Plätzen sind erneut der Delmenhorster TV sowie die beiden Geburtstagskinder TuS Heidkrug (100-jähriges Bestehen) und TV Jahn (besteht seit 1909) zu finden. Die „großen Drei“ vermochten ebenso eine Zunahme zu verbuchen wie fünf weitere Mitglieder der Top Ten. Von den zehn führenden Vereinen legten DTV (131), SV Atlas (62) und der Schwimmverein (48) am stärksten zu. In Heidkrug erhöhte sich die Zahl der TuS-Sportler von 1902 auf 1914. Sollte der Verein weiter jährlich um zwölf Personen wachsen, gehört er am 1. Januar 2027 dem kleinen „Club der 2000er“ an. Rückgänge registrierten die Top-Ten-Mitglieder TuS Hasbergen und DLRG-Ortsgruppe.

Foto: Rolf Tobis


Der Delmenhorster TV freut sich über ein Mitglieder-Plus in Höhe von 5,34 Prozent. Eine beachtliche Zahl für einen Club dieser Größenordnung. Das sei natürlich erfreulich, betont Vorsitzende Kerstin Frohburg. „Zuletzt haben wir uns mit einem gegenläufigen Trend beschäftigt“, fügt sie hinzu: 

„Die positiven Zahlen sind Ansporn und motivieren ein Stück weit. Sie zeigen, dass Sportvereine doch keine Auslaufmodelle sind.“


Zu den großen Verlierern zählt der Judoclub Bushido, dessen Mitgliederzahl von 282 auf 194 zurückging (-31,21 Prozent), Hier lägen, so Vorsitzender Heiko Fritsch, verschiedene Gründe vor. 

Beim Sportkeglerverein Delmenhorst und Umgebung hielt der Abwärtstrend auch im vergangenen Jahr an. Die Mitgliederzahl ging von 137 auf 125 zurück (minus 8,76 Prozent). Holger Kaminski spricht von einem „allgemeinen Trend im Kegelsport“. Der Vorsitzende, der vor einigen Tagen während der Jahreshauptversammlung wiedergewählt wurde, ergänzt: „Auch in andere Vereinen gibt es Rückgänge. Kegeln ist eben keine Trendsportart mehr.“ Kaminskis Kollege Jürgen Stöver (TuS Hasbergen), der während der Versammlung der TuS-Mitglieder nicht wieder als Vorsitzender kandidiert, kommentiert das Minus in Höhe von 14,44 Prozent (66 Personen) wie folgt: „Wir haben uns in 2018 von ungefähr 40 Mitgliedern satzungsbedingt getrennt.“ Es habe sich bei ihnen ausschließlich um säumige Beitragszahler gehandelt.

Alle Zahlen sind relativ. So verbergen sich beispielsweise hinter dem beachtlichen Plus des Laufclubs 93 (42,86 Prozent) sechs neue Mitglieder. Das größte Minus verzeichnet die Schützenbrüderschaft mit 37,84 Prozent. Statt 37 gehören dem Verein nunmehr nur noch 23 Personen an.

Nur die „großen Drei“, DTV, Heidkrug und Jahn, bewegen sich im vierstelligen Bereich. Der Schwimmverein 05, DTB, TV Deichhorst, die DLRG-Ortsgruppe, der SV Atlas, Tus Hasbergen und das Tanzsportzentrum komplettieren die Top Ten. Schlusslichter sind Verband Frau und Kultur, Laufclub 93 (trotz des Zugewinns von 42,86 Prozent), Bogensportverein Sagitto, der 1. Pool-Billard Verein und der Automobilclub im ADAC.

Foto: Daniel Niebuhr


Mit 3395 Sportlern stellt die Altersgruppe der sieben- bis 14-Jährigen den größten Anteil an den 15.436 Mitgliedern des SSB. Knapp dahinter folgen die über 60-Jährigen (3391). Die Altersgruppen 41 bis 60 Jahre (3222), 27 bis 40 Jahre (1707), 19 bis 26 Jahre (1357) und 15 bis 18 Jahre (1246) nehmen die Positionen drei bis sechs ein. Ferner sind 1118 Kinder (sechs Jahre und jünger) Mitglieder in Vereinen.

Bei den Sportarten belegt das Turnen mit 4162 Personen, die in 16 Vereinen ihrem Sport nachgehen, den Spitzenplatz. Es folgen die Fußballer (13 Vereine) mit 3101 und die Schießsportler (zehn) mit 1098 Personen. Den vierten Rang nimmt das Schwimmen (972 Personen/ein Verein) ein. Es folgen Tanzsport (813/4), Tennis (554/3), Handball (493/2) sowie Tischtennis 455/9), Rettungsschwimmen (454/1) und Leichtathletik /420/4).



Bei allen Zahlen handelt es sich um Angaben des Stadtsportbundes.


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