Handball-Landesliga Frauen HSG Delmenhorst verliert spannendes Spitzenspiel

Von Simone Gallmann

Sie kämpften, sie feuerten sich an und sie berieten sich – trotzdem verloren die Handballerinnen der HSG Delmenhorst um ihren Trainer Ingo Renken (Mitte) das spannende Landesliga-Spitzenspiel gegen den VfL Horneburg. Foto: Daniel NiebuhrSie kämpften, sie feuerten sich an und sie berieten sich – trotzdem verloren die Handballerinnen der HSG Delmenhorst um ihren Trainer Ingo Renken (Mitte) das spannende Landesliga-Spitzenspiel gegen den VfL Horneburg. Foto: Daniel Niebuhr

Delmenhorst/Bookholzberg. Die Landesliga-Handballerinnen der HSG Delmenhorst mussten sich nach einem spannenden und umkämpften Spitzenspiel der Bremen-Staffel dem VfL Horneburg geschlagen geben. Die HSG Grüppenbühren/Booholzberg verlor ihre Partie der Weser-Ems-Staffel bei SW Osterfeine.

Die Landesliga-Handballerinnen der HSG Delmenhorst und der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben am Sonntag richtungweisende Partien verloren. Die Delmenhorsterinnen mussten sich im Gipfeltreffen der Staffel Bremen dem VfL Horneburg geschlagen geben. Das Landkreis-Team unterlag im Kampf gegen den Abstieg aus der Weser-Ems-Staffel der ebenfalls vom Sturz in die Landesklasse bedrohten Mannschaft von SW Osterfeine. 

Serie der HSG Delmenhorst gerissen

Etwa 200 Zuschauer sorgten in der Stadionhalle für einen würdigen Rahmen für das Spitzenspiel, die Atmosphäre war bestens. Die HSG Delmenhorst hatte dort den Tabellenführer der Bremen-Staffel, den VfL Horneburg, zu Gast, der mit einem Punkt Vorsprung auf seinen einzigen ernsthaften Verfolger angereist war. Nach spannenden 60 Minuten hatten die Horneburgerinnen eine 15 Partien währende Serie der HSG beendet: Sie bezwangen die Delmenhorsterinnen mit 27:25 (14:11).

Das Hinspiel war unentschieden ausgegangen (20:20). Von Anfang an war beiden Teams anzumerken, dass sie eine Punkteteilung nicht zufriedenstellen würde. Die HSG wollte ihre Gäste entthronen, die wiederum waren erpicht darauf, ihre Ausgangslage im Aufstiegsrennen sechs Spieltage vor Ende der Saison 2018/2019 zu verbessern. Der VfL begann mit einer sehr offensiven Abwehr, die HSG stellte sich aber schnell darauf ein. Allerdings vergaben die Delmenhorsterinnen vor allem von den Außenpositionen viele gute Chancen, sodass sie nach dem 3:3 (5.) mit 6:9 in Rückstand gerieten (20.). Das Team von HSG-Trainer Ingo Renken kämpfte sich bis auf 9:10 heran (24.). Es musste die Horeburgerinnen, die ihre Möglichkeiten besser verwerteten, bis zum Pausenpfiff aber wieder ein wenig ziehen lassen (11:14).

Delmenhorsterinnen beweisen gute Moral

Die Delmenhorsterinnen bewiesen nach dem Seitenwechsel gute Moral. Sie ließen sich von einer Schwächephase, nach der sie mit 15:22 zurücklagen (48.), nicht beirren, sondern kämpften großem Einsatz darum, sich einen Sieg zu ermöglichen. Und sie bissen sich ins Spiel zurück. In doppelter Überzahl brachten Silke Stecher und Sabrina Weyhausen die HSG bis auf 24:25 heran.

Foto: Daniel Niebuhr


In dieser Phase verletzte sich allerdings Alexandra Hildener an der Schulter. Sie konnte nicht mehr eingesetzt werden, kam kurz vor dem Ende aber trotzdem noch einmal auf das Feld, um unter Schmerzen von der Siebenmeterlinie aus das 25:26 zu werfen (59.). Die Gäste behielten in der Schlussminute aber die Nerven: Sara Gefken sicherte ihnen zwei Punkte und damit einen Drei-Punkte-Vorsprung.

Statistik

HSG Delmenhorst - VfL Horneburg 25:27
HSG Delmenhorst: Nienaber, Peters, Neitzel, Eilers 2, Haake 1, Howe, Hildener 6/1, Lampe 1, Stecher 7/3, Schneider 1, Sticklies 4, Weyhausen 3, Brinkmann.
Siebenmeter: HSG 6/4 - VfL 4/2.
Zeitstrafen: HSG 3 – VfL 6.
Spielfilm: 0:2 (3.), 3:3 (5.), 3:6 (10.), 5:8 (13.), 8:9 (21.), 9:13 (26.), 11:14 – 13:15 (40.), 14:18 (45.), 15:22 (48.), 18:23 (52.), 22:24 (57.), 24:25 (59.), 25:27.


HSG Grüppenbühren/Bookholzberg gerät früh in Rückstand

Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg, die in der Saison 2018/19 der Weser-Ems-Staffel noch sechs Partien austragen muss, hat nach dem 22:25 (9:12) bei SW Osterfeine fünf Punkte Rückstand auf Platz neun (SV Holdorf). Das ist der ersten Rang, der – wenn wegen der gleitenden Skalen nicht noch weitere Absteiger aufgenommen werden müssen – den Ligaverbleib bringt. Osterfeine, das seinen Vorsprung auf die HSG auf sechs Zähler ausbaute, legte von Beginn an vor. Das 4:4 von Jana Meenen (7.) war schon der letzte Ausgleichstreffer, den sich die Gastgeberinnen einfingen. Gegen deren gut stehende 6:0-Abwehr erzeugte das Team von HSG-Trainer Matthias Weete zu wenig Druck aus dem Rückraum, außerdem leistete es sich einige Fehlwürfe. Zur Pause lag Grüppenbühren/Bookholzberg mit 9:12 hinten. Nach dem Seitenwechsel blieb die HSG lange auf Tuchfühlung, nachdem Katharina Breitenstein aber das 22:17 für die SWO-Sieben erzielt hatte, ließen die Gäste-Spielerinnen die Köpfe hängen. Es fehlte der Kampfgeist, um dem Gegner noch einmal gefährlich zu werden. Wenn sich die Einstellung in den nächsten Spielen nicht verändert, erklärte Weete, sehe er für das Rennen um den Klassenerhalt schwarz.

Statistik

SW Osterfeine - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg 25:22
HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Grützmacher, Müller, Steinmann 3, Oekermann, Dierks 1, Bodzian 2, Hische 2, Gode, Timmermann 2, Meenen 6, Sanders 1, Folkerts 5/4.
Siebenmeter: SW 5/5 - HSG 6/4.
Zeitstrafen: SW 2 - HSG 4.
Spielfilm: 2:0 (2.), 2:2 (3.), 4:4 (7.), 6:4 (13.), 9:6 (19.), 9:8 (24.), 12:9 – 13:12 (36.), 16:13 (44.), 18:16 (49.), 22:17 (53.), 23:20 (57.), 25:22.



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