Handball-Oberliga Männer HSG Delmenhorst empfängt TSG Hatten-Sandkrug

Treffen sich an diesem Freitag in der Stadionhalle wieder: die HSG Delmenhorst um Jörg Schröder (beim Wurf) und die TSG Hatten-Sandkrug mit Jonas Schepker. Das Landkreis-Team gewann das Hinspiel mit 28:24. Foto: Rolf TobisTreffen sich an diesem Freitag in der Stadionhalle wieder: die HSG Delmenhorst um Jörg Schröder (beim Wurf) und die TSG Hatten-Sandkrug mit Jonas Schepker. Das Landkreis-Team gewann das Hinspiel mit 28:24. Foto: Rolf Tobis
Rolf Tobis

Delmenhorst. Derby in der Stadionhalle: Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst empfangen an diesem Freitag die TSG Hatten-Sandkrug.

„Das wird eine enge Kiste“, sagt Jörg Rademacher, Cheftrainer der HSG Delmenhorst. „Es wird ein enges Spiel“, sagt Andre Haake, Leistungsträger der TSG Hatten-Sandkrug. Wenn es um das Treffen des Delmenhorster Handball-Oberligisten mit dem Nachbarn aus dem Landkreis geht, das an diesem Freitag ab 20.30 Uhr in der Stadionhalle auf dem Plan steht, sind die Prognosen zweier Protagonisten deckungsgleich. Weder der HSG-Coach noch dessen Vorgänger, der nach dem Wechsel im Sommer erstmals in einem Punktspiel an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt, rechnen mit einem klaren Ergebnis.

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Nicht nur auf dem Feld, sondern auch auf den Rängen dürfte es bei dieser reizvollen Begegnung der geografischen und Tabellennachbarn eng werden. „Ich denke, dass die Halle voll werden wird“, erklärt Haake. „Natürlich“, fügt er hinzu, handele es sich für ihn um ein besonderes Spiel:

„Ich werde schon während der ganzen Woche darauf angesprochen. Es ist etwas Besonderes, nach acht Jahren bei der HSG, wieder nach Hause zu kommen.“


HSG Delmenhorst möchte sich Rang sechs zurückholen

„Wir haben etwas gutzumachen, denn wir haben im Hinspiel die schlechteste Saisonleistung gezeigt“, erinnert Rademacher an das 24:28. Er erwarte einen „anderen Auftritt“, denn: „Wir sind ein halbes Jahr weiter und die Mannschaft hat einen Schritt nach vorne gemacht.“ Bei der TSG, so der Trainer, müsse man natürlich insbesondere auf die Haupttorschützen wie Haake („Er wird gerade in Delmenhorst heiß sein“) achten, aber die HSG müsse sich auf die eigene Leistung konzentrieren. „Wir wollen den sechsten Platz zurückholen“, betont Rademacher, dessen Team mit 17:17 Punkten hinter der TSG (18:18) Rang acht einnimmt.

Der Gegner, unterstreicht Rademacher, liege im gesicherten Mittelfeld und verfüge über viel Selbstvertrauen. Hatten-Sandkrug spiele eine gute Runde. Haake („Delmenhorst hatte zuletzt eine gute Phase“) widerspricht nicht: „Wir stehen gut da. In den letzten drei, vier Monaten haben wir gut gespielt. Wir sind zufrieden. Wenn wir noch vier bis sechs Punkte holen, müsste das für den Klassenerhalt reichen.“

Der Gast, der es in den letzten drei Spielen auf 5:1 Punkte brachte, sammelte sieben seiner 18 Zähler in fremden Hallen. Dem stehen 8:8 Heimpunkte der HSG gegenüber. Erfolgreichster Werfer der TSG ist Haake, der mit 112 Treffern (Schnitt 6,22), darunter 34 Siebenmeter, in der Torjägerliste der Oberliga Nordsee auf Position sechs zu finden ist.

Fragezeichen in Delmenhorster Aufstellung

Die Aufstellung der Hausherren versieht Rademacher mit Fragezeichen: „Einige Spieler sind angeschlagen, haben Rücken- oder Fußprobleme. Ich kann erst am Freitag sagen, wer dabei ist.“ Immerhin stehen ihm die Torhüter Sönke Schröder (wurde beim 28:30 beim VfL Fredenbeck am Kopf getroffen) und Mirko Lettmann (fehlte vor einer Woche krankheitsbedingt) wieder zur Verfügung.

„Mit einem Unentschieden könnte ich leben“, sagt Andre Haake. Jörg Rademacher sagt:

„Die Chancen stehen 50:50.“



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