JC Bushido Delmenhorst Der Verein, in dem der Oberbürgermeister Karate trainierte

Von Richard Schmid

Feierten das 50-jährige Bestehen des JC Bushido Delmenhorst: (von links) der SSB-Vorsitzende Holger Fischer, das Gründungsmitglied Georg Schulte, das Gründungsmitglied Kurt Teller, das Gründungsmitglied Walter Warninghoff, der Landtagsabgeordnete Deniz Kurku, das Gründungsmitglied Ruth Brand, Oberbürgermeister Axel Jahnz, der JC-Vorsitzende Heiko Fritsch (ebenfalls ein Gründungsmitglied) und Gründungsmitglied Werner Teichert. Foto: Richard SchmidFeierten das 50-jährige Bestehen des JC Bushido Delmenhorst: (von links) der SSB-Vorsitzende Holger Fischer, das Gründungsmitglied Georg Schulte, das Gründungsmitglied Kurt Teller, das Gründungsmitglied Walter Warninghoff, der Landtagsabgeordnete Deniz Kurku, das Gründungsmitglied Ruth Brand, Oberbürgermeister Axel Jahnz, der JC-Vorsitzende Heiko Fritsch (ebenfalls ein Gründungsmitglied) und Gründungsmitglied Werner Teichert. Foto: Richard Schmid

Delmenhorst. Der Delmenhorster Oberbürgermeister Axel Jahnz hat "in jungen Jahren" im JC Bushido Delmenhorst Karate trainiert. Er gratulierte dem Verein zum 50-jährigen Bestehen.

Zwei Anläufe brauchte der Judo Club Delmenhorst, ehe es mit der Vereinsgründung vor 50 Jahren endlich klappte. Der erste scheiterte ein Jahr zuvor aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen, am 16. Februar 1969 war es dann aber soweit: Der JC Delmenhorst, der 1982 um den Namen „Bushido“ erweitert wurde, wurde aus der Taufe gehoben. Für den aktuellen Vorstand um den Vorsitzenden Heiko Fritsch Anlass genug, zu einer kleinen Jubiläumsfeier einzuladen. Vor gut 70 Vereinsmitgliedern und geladenen Gästen wartete Oberbürgermeister Axel Jahnz in seinem Grußwort mit einer Überraschung auf. „In jungen Jahren, Anfang der 70er Jahre, war ich selbst Mitglied und habe mehrmals in der Woche Karate trainiert“, erzählte er und präsentierte nicht ohne Stolz seinen alten Mitgliedsausweis. Jahnz betonte, dass der JC Bushido in seinen 50 Jahren des Bestehens auch die sportliche Geschichte Delmenhorst mitgeprägt habe. 

Foto: Richard Schmid


Höhepunkt der Veranstaltung war die Ehrung der Mitglieder, die nicht nur von Anfang an dabei waren, sondern auch das Vereinsleben nachhaltig prägten. Kurt Teller, inzwischen 80 Jahre alt, gelang dies als Trainer und Funktionär. 1971 wurde er Vorsitzender und führte den Verein gut zwanzig Jahre lang. Als einziges JC-Mitglied ist Teller Träger des sechsten Dan, einer der höchsten Auszeichnungen im Judosport. Während seiner Ausbildung zum Judo-Lehrer lernte er 1970 den japanischen Judo-Meister Mahito Ohgo kennen, der das Kinderjudo sowie die Methodik und Didaktik in der Kampfsportausbildung entscheidend mitgeprägt hat. Auch der JC Bushido profitierte davon. Unter Vermittlung Tellers wurden mehrere Lehrgänge mit Mahito Ohgo angeboten. „Ich bin immer noch in Freundschaft mit ihm verbunden, wir sehen uns immer noch“, erzählt Teller, der viele wichtige Erfahrungen und Kenntnisse, die er im Verein weitergeben konnte, in Japan erwarb. 

Walter Warnighoff bringt Ju-Jutsu in den JC Bushido Delmenhorst

Auch Walter Warnighoff gehörte zu den Urgesteinen des JC Bushido. Mit ihm, der sich zunächst ebenfalls dem Judosport verschrieben hatte, wurde Ju-Jutsu Bestandteil des Angebots. Durch seine Kontakte zu den damaligen Bundestrainern Peter Nehls und Vlado Schmidt, die beim JC einige Lehrgänge anboten, wurde Delmenhorst eine Hochburg des dem Judo verwandten Kampfsports. Ruth Brand, wie alle Geehrten seit 50 Jahren dabei, fand ihren Weg über den Judosport, den sie aus beruflichen Gründen nur noch nebenbei betreiben konnte, zur Freizeit- und Fitnessgruppe. Sie war, so die Laudatio von Heiko Fritsch, im organisieren jeglicher Art immer eine Stütze im Verein. Auch Georg Schulte und Werner Teichert sind Mitglieder der ersten Stunde. Gesundheitliche Gründe verhinderten eine intensivere sportliche Karriere.

220 Mitglieder gehören dem JC Bushido an

Auch Heiko Fritsch gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. Als derzeitiger Vorsitzender des inzwischen auf etwa 220 Mitglieder geschrumpften Vereins (in den Hochzeiten Mitte der 90er Jahre waren es mehr als 400) kann er auf zahlreiche sportliche Erfolge in den letzten Jahren zurückblicken. Vor allem im Ju-Jutsu und im Boxen wurden zahlreiche Titel bis hin zu deutschen Meisterschaften errungen. Neben dem klassischen Budosportbereich wie Judo, Ju-Jutsu und Aikido bietet Bushido die asiatische Bewegungssportart Tai-Chi und den Kampfsport Boxen an. Auch Freizeit- und Hobbysportler finden ihren Platz im Verein.

Holger Fischer, Vorsitzender des Stadtsportbunds, überreichte dem Verein eine Ehrenplakette und übergab symbolisch 50 Euro zur Förderung der Jugendarbeit. „Ein Euro pro Jahr des Bestehens“, erläuterte er und wünschte dem Verein weitere 50 erfolgreiche Jahre. Auch der Landtagsabgeordnete Deniz Kurku, als Vertreter des niedersächsischen Sportausschusses, wünschte dem Verein weiterhin sportlichen Erfolg.


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