Handball-Landesliga Männer TS Hoykenkamp ärgert sich über Unentschieden gegen Friesoythe

Von Heinz Quahs

Meine Nachrichten

Um das Thema Lokalsport DK Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Mussten sich im Heimspiel gegen die HSG Friesoythe mit einem 27:27 begnügen: die Landesliga-Handballer der TS  Hoykenkamp um Daniel Hemmelskamp. Foto: Rolf TobisMussten sich im Heimspiel gegen die HSG Friesoythe mit einem 27:27 begnügen: die Landesliga-Handballer der TS Hoykenkamp um Daniel Hemmelskamp. Foto: Rolf Tobis

Landkreis. Die Landesliga-Handballer der TS Hoykenkamp haben sich im Kellerduell mit einem 27:27 von der HSG Friesoythe getrennt. Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg verlor bei der Eickener SpVgg.

Die einen kassierten eine Niederlage – und waren dennoch ganz zufrieden; die anderen holten einen Punkt –und waren tief enttäuscht: Die Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg, die ersatzgeschwächt beim Tabellendritten, der Eickener SpVgg angetreten waren, brachten trotz des 23:26frisches Selbstvertrauen für kommende Aufgaben mit in den Landkreis. Bei der TS Hoykenkamp herrschte dagegen nach dem 27:27 im Kellerduell gegen die HSG Friesoythe Tristesse, denn der Abstieg rückt für den sie immer näher. 

Als in der Halle Heide am Sonntag der Halbzeitpfiff ertönte, hätte keiner der etwa 50 Zuschauer geglaubt, dass die Hoykenkamper, Tabellenvorletzter, die Partie gegen das Liga-Schlusslicht nicht gewinnen würden. Nach einer bärenstarken Leistung lagen sie mit 17:11 in Führung. Die bissige Deckung hatte den gegnerischen Angriff recht sicher im Griff, das Umschalten in die Offensive nach Ballgewinnen gelang immer wieder ausgezeichnet und im Positionsangriff gab es druckvolle, schnelle Kombinationen. Nach einem tollen Treffer von Kreisläufer Alexander Kirchhof lag die TSH mit 9:4 in Führung (14. Minute). Ein kleines Manko war, dass die Gastgeber, bis dahin schon einige klare Chancen vergeben hatten.

TS Hoykenkamp liegt mit sieben Toren vorn 

In der Folge schlichen sich kleinere Unaufmerksamkeiten in der TSH-Abwehr ein, die besser werdenden Friesoyther gestalteten die Partie offener (8:12, 20.). In der Schlussphase des ersten Spielabschnitts legte die TSH noch einmal zu. Den 17:11-Halbzeitvorsprung erhöhte Hannes Ahrens per Konter auf 18:11 (33.). Doch dann verlor das Team von TSH-Trainer Lutz Matthiesen mehr und mehr die Linie. Im Angriff verzettelte es sich in Einzelaktionen und ließ beste Chancen fast fahrlässig aus, die Deckung stand phasenweise völlig neben sich. Die Gäste, deren Torwart Nils Fröhlich immer stärker wurde, bestraften jeden Ballverlust. Sieben Minuten vor Schluss brachte Hannes Deeken die Friesoyther zum ersten Mal nach vorn (23:22).

Hoykenkamp kassiert in der Schlussminute zwei Gegentreffer

In dieser Phase wurde der eingewechselte TSH-Keeper Jan-Luca Linde zum starken Rückhalt seines Teams, denn mit seinen Paraden machte er es möglich, dass die Matthiesen-Sieben nach Treffern durch Hergen Schwarting und Sebastian Rabe zunächst mit dem 25:23 (55.) und dann mit dem 27:24 (58.) doch wieder auf der Siegerstraße zu sein schien. Schien. Der Hoykenkamper Christoph Müller-Hill erhielt eine Minute vor dem Ende beim Stand von 27:25 noch eine Zeitstrafe. In den verbleibenden 60 Sekunden kassierte die TSH nach einfachen Ballverlusten im Angriff noch zwei Gegentreffer – beide durch Siebenmeter, die Mathis Witte verwandelte. Der TSH-Coach war entsprechend sauer. "Die erste Hälfte haben wir klar dominiert, uns dann aber in der zweiten Halbzeit das Spiel aus der Hand nehmen lassen. Es ging praktisch drunter und drüber", schimpfte Matthiesen. "Nachdem wir zur Pause mit sechs Toren geführt hatten, haben wir am Ende fast noch verloren. Doch selbst ein Punkt ist einfach zu wenig für den Verbleib in der Landesliga."

Statistik

TS Hoykenkamp - HSG Friesoythe 27:27
TS Hoykenkamp: Kleefeldt, Linde; Ahrens 2, Hemmelskamp 2, Kiel, Kirchhof 4, Lüdeke 1, Müller-Hill 1, Peters, Rabe 10, Schleusener, Schwarting 7, Thode, Zein.
Schiedsrichter: Behrens, Bösking (HSG Barnstorf/Diepholz).
Zeitstrafen: TSH 4 – HSG 2.
Siebenmeter: TSH 1/0 – HSG 2/2.  
Zuschauer: ca. 50.
Spielfilm: 4:1 (8.), 8:3 (14.), 11:6 (18.), 14:10 (23.), 17:11 – 20:12 (38.), 21:18 (45.), 22:23 (53.), 25:23 (55.), 27:24 (58.), 27:27.


HSG Grüppenbühren/Bookholzberg ist zufrieden

Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg wartet zwar immer noch auf ihren ersten Erfolg im Jahr 2019, hatte aber beim 23:26 (12:12) in Eicken mit einer dezimierten Mannschaft eine engagierte Leistung geboten und den Gastgebern alles abverlangt. "Wir haben uns in dieser Partie sehr gut verkauft, am Ende mussten wir alles versuchen und haben dabei die entscheidenden Treffer kassiert", sagte HSG-Torwart Arne Klostermann: "Wäre das Spiel remis oder sogar für uns ausgegangen, hätte sich keiner der Gastgeber beschweren können. Wir fahren wir mit einem guten Gefühl nach Hause."

Starke Abwehrleistung

Eicken konnte sich zunächst nicht auf die überraschenden Varianten in Abwehr und Angriff einstellen, die HSG-Trainer Andreas Müller mit seiner Mannschaft einstudiert hatte. Bis zum 7:7 (16.) verlief die Partie ausgeglichen. Dann nutzten die Gäste kleine Schwächen in der Deckung der Hausherren und setzte sich mit den Toren von Alexander Depperschmidt, Carsten Jüchter und Julian Stolz bis auf 10:7 ab (22.). Bis zur Pause kämpfte sich Eicken aber wieder heran: 12:12.

Die Deckung der HSG knüpfte nach Wiederbeginn nahtlos an die gute Leistung an. Allerdings gab es dann Probleme in der Chancenverwertung, sodass Grüppenbühren/Bookholzberg ständig einem knappen Rückstand (bis zu drei Tore) nachlief. Mit toller Moral kämpfte das Team, um die Chance auf einen Punktgewinn. Norman Lachs warf 90 Sekunden vor Schluss das 23:24. Die HSG ging ins Risiko, um sich den Ball zu erkämpfen. Die Gastgeber spielten aber clever und machten in den Schlusssekunden den Sack endgültig zu.

Statistik

Eickener SpVgg - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg 26:23
HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Klostermann: Auffarth, Depperschmidt 1, C. Jüchter 3, T. Jüchter 2, Lachs 4/1, Ordemann 2, Pintscher 2/2, Schultz 6, Stolz 3. 
Schiedsrichter: Rawe, Wiese.
Zeitstrafen: Eicken 6 – HSG 3.
Siebenmeter: Eicken 5/2 – HSG 4/3.  
Spielfilm: 4:3 (9.), 7:7 (16.),  7:10 (22.), 12:12 – 15:13 (35.), 21:18 (49.), 23:20 (55.), 24:23 (59.), 26:23.



Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN