Volleyball-Oberliga Männer VG Delmenhorst-Stenum schiebt sich auf Relegationsplatz

Meine Nachrichten

Um das Thema Lokalsport DK Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Energisch: Björn Schröder (rechts) setzte sich mit dem Oberliga-Team der VG Delmenhorst gegen Malte Rieger (links), Kilian Görlich und den TSV Hollern-Twielenfleth mit 3:0 durch. Foto: Rolf TobisEnergisch: Björn Schröder (rechts) setzte sich mit dem Oberliga-Team der VG Delmenhorst gegen Malte Rieger (links), Kilian Görlich und den TSV Hollern-Twielenfleth mit 3:0 durch. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Oberliga-Volleyballer der VG Delmenhorst-Stenum haben in eigener Halle gegen den TSV Hollern-Twielenfleth gewonnen und gegen die VSG Ammerland II gewonnen.

Susanne Schalk war vor allem stolz auf ihre Mannschaft – und angesichts der Tabellensituation auch einigermaßen erleichtert. "Es ist alles aufgegangen, was wir uns vorgenommen hatten", sagte die Trainerin der Oberliga-Volleyballer der VG Delmenhorst-Stenum nach den Heimpartien in der Halle am Blücherweg. Ihr Team hatte dort mit einem 3:0 (25:17, 25:18, 25:18)-Erfolg über den TSV Hollern-Wielenfleth und einer 2:3 (19:25, 25:19, 25:22, 16:25, 10:15)-Niederlage gegen den Spitzenreiter VSG Ammerland II vier Punkte geholt. Damit überholte die VG in der Tabelle die TG Wiesmoor (0:3 beim TV Baden II) und schob sich auf Rang sieben vor, der am Ende der Saison 2018/2019 die Teilnahme an der Relegation um den Ligaverbleib möglich macht. 

VG Delmenhorst-Stenum stellt taktisch um

"Das war ein geiler Spieltag", jubelte Schalk. "Wir haben stark aufgeschlagen, der Block war deutlich verbessert." Dass gegen den Tabellenführer mit etwas Glück sogar mehr möglich gewesen wäre: geschenkt. Der eine Zähler könnte schließlich auch Gold wert sein. Er brachte der VG (9 Punkte) einen Vorsprung auf Wiesmoor (8). Dank der besseren Satzdifferenz (VG: -15, TGW: -19) und der größeren Anzahl an Siegen (3:2) war Delmenhorst-Stenum schon nach dem Erfolg über Hollern-Wielenfleth Tabellensiebter. In der Vorbereitung auf die Partie hatte Schalk ihre Mannschaft taktisch etwas umgestellt. Florian Doig, bisher einer der Zuspieler, agierte als Diagonalangreifer, der bisher dort aufgebotene Matthias Sanders übernahm die Gestaltung der VG-Angriffe. "Das passte gut", lobte die VG-Trainerin. 

Gute Stimmung auch in den Auszeiten: Björn Schröder, Trainerin Susanne Schalk und Florian Doig von der VG Delmenhorst-Stenum. Foto: Rolf Tobis


Den besseren Start in die erste Partie des Tages erwischte aber der Gast aus dem Landkreis Stade. Bis zum 13:12 lag der TSV knapp vorn. Dann drehte die VG auf. Aus einer sicheren Annahme wurden erfolgreiche Angriffe. Block- und Feldabwehr funktionierten. Mit einem 11:0-Lauf entschied das Team den Satz, den es mit 25:17 gewann, für sich. Zur 2:0-Führung kam Delmenhorst-Stenum dann mit einem 25:18, das es sich über das 6:5, das 9:8 und das 18:12 erspielte. Im dritten Durchgang gab die VG zunächst eine 9:4-Führung aus der Hand, lag plötzlich mit 10:11 hinten. Das warf sie aber nicht mehr aus der Bahn, sie konterte und kam über 14:13, 19:14 zum 25:17 und zu drei Pluspunkten auf der Habenseite.

Die Partie gegen den Spitzenreiter Ammerland II begann die VG mit einer auf fünf Positionen veränderten Startaufstellung. Für Marcel Marks, Aaron Bode, Sören Riewe, Björn Schröder und Doig standen Dustin Hoffmann, Sascha Wahle, Philipp Förstemann, Maik Hagemann und Sanders in der ersten Sechs. Daniel Müller komplettierte diese in beiden Partien, auch Libero Florian Süßmuth spielte durch. In einer hochklassigen Partie wurde die VG nach verlorenem ersten Satz (19:25) immer stärker. Nicht zuletzt dank eines sehr gut funktionierenden Blocks ging sie mit 2:1 in Führung (25:19, 25:22). 

Aufstellung

VG Delmenhorst-Stenum: Christian Carus, Aaron Bode, Marcel Marks, Florian Süßmuth, Sascha Wahle, Maik Hägemann, Matthias Sanders, Daniel Müller, Dustin Hoffmann, Björn Schröder, Florian Doig, Philipp Förstemann.


Der vierte Satz war ausgeglichen, die Ammerländer lagen aber meist vorn. An der Berechtigung des 13. Zählers der Gäste zweifelten die VG-Spieler und ihre Trainerin, sie monierten einen technischen Fehler eines VSG-Akteurs. „Statt 11:12 stand es 10:13“, haderte Schalk später: „Das war ganz bitter.“ Und auch ihre Spieler hatten länger mit der Enttäuschung zu kämpfen. Ihnen unterliefen keine groben, aber viele kleinere Fehler. Der starke Tabellenführer bestrafte diese: Über das 16:10, 19:12 kam er zum Satzausgleich. Im Tiebreak war die VSG die konstantere Mannschaft und bejubelte nach etwas mehr als zwei Stunden Spielzeit das 15:10, den 3:2-Erfolg und den zehnten Sieg im zwölften Saisonspiel.

Delmenhorst-Stenum spielt am 16. Februar in Wiesmoor

Schalk schaute derweil nach vorne. Schon am Samstag, 16. Februar, steht für ihre Mannschaft das Duell mit Wiesmoor an. Ab 15 Uhr ist die VG in der TGW-Halle (Am Schulzentrum) gefordert. "Wir wollen und müssen gewinnen", sagte Schalk über die 13. Partie in der laufenden Spielzeit 2018/19.  


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN