15. Eisbrecher-Turnier Bogenschützen nehmen in Schlutter Bison, Eisbär und Co. ins Visier

Von Sebastian Hanke

Beim Eisbrecher-Turnier am vergangenen Wochenende zielten die Teilnehmer erstmals auf ein Bison. Aus 55 Meter Entfernung mussten sie die Tierattrappe treffen. Foto: Sebastian HankeBeim Eisbrecher-Turnier am vergangenen Wochenende zielten die Teilnehmer erstmals auf ein Bison. Aus 55 Meter Entfernung mussten sie die Tierattrappe treffen. Foto: Sebastian Hanke

Schlutter. Für die Bogensportler der Region ist das Eisbrecher-Turnier in Schlutter ein Großereignis. 235 Schützen nahmen teil.

Füchse, Wildschweine, Bären, Rehe, Dachse, Otter, Hasen und ein Bison: Sie alle sind am Samstag und Sonntag in das Visier von 235 Bogenschützen geraten. Wie an jedem letzten Januarwochenende hatte der Verein Bogensport Delmenhorst zu seinem 15. Eisbrecher-Turnier auf das Bogensportgelände in Schlutter eingeladen.

Bogensport-Familie kommt zusammen

Im Vorfeld des Turniers hatte sich Chris Götz, Leiter der 3D-Sparte des Vereins, kaltes Wetter und eine Prise Schnee gewünscht. Entgegen seiner Hoffnung regnete es an beiden Turniertagen. Kein Schnee und auch kein Frost, dafür viel Niederschlag und viele Absagen. 94 der 150 angemeldeten Bogenschützen versammelten sich am Samstag auf dem Parcours. Am Sonntag kamen 141 von 180 Schützen und mussten sich den Wetterbedingungen anpassen. Vor allem im Bogensport ist das nicht leicht, wie Götz verriet: „Die Pfeile fliegen bei Regen insgesamt schlechter. Gut abgestimmte Pfeile passen dann nicht mehr.“

Der Großteil der angemeldeten Bogensportler ließ sich von dem Wetter nicht abschrecken. „Das Eisbrecher-Turnier ist für viele der Start in das neue Bogenjahr“, sagte Götz. Einige Schützen nehmen seit Jahren teil. „Für uns alle ist das ein großes Ereignis“, betont Götz, der das Eisbrecher-Turnier als „familiäres Zusammentreffen“ bezeichnet. „Wir alle haben Spaß daran und alles geht gemeinsam Hand in Hand.“

Verein investiert viel Arbeit in Parcours

Für das Familienzusammentreffen werkelten die Vereinsmitglieder seit Anfang Januar an dem neuen Parcours. 20 Helfer bauten die alten 3D-Tierattrappen ab und ersetzten sie durch neue. Am Wochenende zielten die Schützen erstmalig auf die neuen Objekte der Begierde. Premiere beim Eisbrecher-Turnier feierte das Bison. „Das ist unser Highlight auf dem neuen Parcours“, erklärte Götz. Mit 55 Metern Entfernung mussten die Teilnehmer an der Station den längsten Schuss abfeuern.

Bei den Attrappen legten die Delmenhorster Bogensportler vor allem Wert auf naturgetreue Ziele. „Wir haben nur Tiere, die auch in unser Klima passen“, sagte Götz. Die einzige Ausnahme sie der Eisbär gewesen, den es auch als Zielobjekt entlang des Parcours gab.

Ein seltenes Ziel in der gemäßigten Klimazone – zwei Eisbären – bot das 15. Eisbrecher-Turnier den Bogenschützen in Schlutter. Foto: Sebastian Hanke


Zum Sportlichen: Am Samstag durften neben den Schützen mit den traditionellen Bögen auch diejenigen den neuen Parcours ablaufen, die einen modernen Bogen besitzen. Mit sogenannten Compoundbögen, die mit einem Visier ausgestattet sind, ging es in Fünfergruppen durch den Wald in Schlutter. Das Ziel war es, alle 35 Stationen zu absolvieren. Bernd Deters traf mit 589 Punkten am ersten Turniertag am zielsichersten und durfte sich über eine Siegerurkunde freuen.

Am Sonntag waren dann ausschließlich die Schützen mit einem traditionellen Bogen an der Reihe. Bei denen „schießt man aus dem Gefühl heraus“, erklärt Götz und führt aus: „Das ist in etwa so, als wenn man einen Ball werfen würde. Man guckt, wohin man werfen möchte und zielt. Den Rest erledigt die eigene Motorik.“ Auch am zweiten Tag gab es eine Siegerehrung und Urkunden. Dolf Schinkel war mit 552 Punkten der präziseste Teilnehmer des Sonntags.

Bogensportler ziehen positives Fazit

„Wir haben sehr gutes Feedback bekommen. Das Turnier wurde sehr gelobt und es war für uns insgesamt ein voller Erfolg“, zog Götz, der am Sonntag selbst mitmischte und mit 508 Punkten Fünfter wurde, nach Ende des Wettkampfes Bilanz. Er und die anderen Bogenschützen freuen sich jetzt schon auf die 16. Ausgabe im kommenden Jahr.


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