WM in Katar Deutschland gegen Japan: Alles wie erwartet

Meinung – Malte Schlaack | 23.11.2022, 17:39 Uhr 8 Leserkommentare

Deutschland verliert das Auftaktspiel gegen Japan mit 1:2. Das kommt für viele wenig überraschend, findet unser Reporter Malte Schlaack.

Viele selbsternannte oder auch echte Experten werden sich nach diesem Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft auch aus sportlicher Sicht bestätigt fühlen. Es ist alles so gekommen wie erwartet.

Die Abwehr? Viel zu unsicher. Die Chancenverwertung? Einfach nur schlecht. Aber das Mittelfeld ist eigentlich ganz gut. Die Einschätzungen des deutschen Teams vor der WM bestätigten sich zum Auftakt gegen Japan nahezu komplett – und das ist kein gutes Zeichen. Natürlich war die DFB-Elf vor allem in der ersten Halbzeit klar überlegen und hätte auch in der zweiten eigentlich zwingend ein Tor nachlegen müssen. Aber wie heißt es so schön: Hätte, wäre, wenn gewinnt keine Spiele.

Die Kombination aus wackeliger Defensive (mit Ausnahme von Abwehrchef Antonio Rüdiger) und Chancenwucher in der Offensive mündet dann wie so oft zuletzt für die DFB-Elf in ein schlechtes Ergebnis. Problem an der Sache: Die WM hat ja bekanntlich nur drei Vorrundenspiele und der nächste Gegner ist Spanien.

Es ist nur schwer vorstellbar, dass sich die Abwehr bis dahin so weit stabilisiert, dass ein wesentlich höher veranlagter Gegner gestoppt werden kann. Oder dass vorne so viele Tore erzielt werden, dass andere Schwächen kompensiert werden. So wird es für Deutschland unter Umständen die zweite kurze WM in Folge. Die Experten haben es ja eh immer gewusst.

8 Kommentare
Ralph Hamann
So, wie es momentan aussieht, kann dann Manuel Neuer im dritten Spiel gegen Costa Rica mit der One-Love-Binde auflaufen, die Strafe ist dann eh egal. Und Schlotterbeck muss erst mal lernen, wie man vernünftig verteidigt und nicht nur schön spielt...