WM Spielbericht Deutschland - Algerien 2:1 n.V. (0:0) Ein hartes Stück Arbeit zum Viertelfinal-Einzug

Von Philipp Ohnesorge | 01.07.2014, 02:39 Uhr

Nun wartet Frankreich: Die deutsche Nationalmannschaft brauchte gegen Algerien 120 Minuten und gewann erst in der Verlängerung mit 2:1. André Schürrle leitete den Sieg ein und brachte Deutschland auf den Weg unter die besten Acht dieser Fußball-WM.

Die Tore: 1:0 André Schürrle (92., flache Flanke von Müller, Schürrle spielt sich mit dem linken Fuß selbst durch die Beine und trifft), 2:0 Mesut Özil (119., gegen die völlig aufgelöste Abwehr der Algerier schieben sich Schürrle und Özil den Ball vor dem Tor hin und her, schließlich trifft letzterer), 2:1 Abdelmoumene Djabou (120.+1, Linksschuss aus zehn Metern, Vorlage Feghouli).

Der Mann des Spiels: Bastian Schweinsteiger. Der Bayern-Star musste sich lange ins Spiel hineinkämpfen, war aber gestalterisch sehr wichtig für das deutsche Team und arbeitete auch in der Defensive aufopferungsvoll.

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Die kuriose Aktion: Müller müllerte sich selber aus. Bei einem Freistoß aus guter Position versuchte es die deutsche Mannschaft mit einem Anlauf-Verwirrspiel. Nur schade, dass der WM-Star dabei ausrutschte. Der folgende Standard war dann leider nicht der Rede wert.

Die Stimmung: Im Estádio Beira-Rio von Porto Alegre waren die Favoriten des Publikums ganz klar die Algerier - so klar, dass deutschen Spieler bei vielen Aktionen Pfeifkonzerte über sich ergehen lassen mussten.

Der Schiedsrichter: Sandro Ricci aus Brasilien hatte nicht viel zu tun.

Der Spielverlauf: Die Anfangsphase gehörte klar den Algeriern. In der 15. Minute erzielte Slimani sogar das Führungstor - allerdings aus Abseitsposition. Bis zur 35. Minute klappte dann gar nichts mehr bei den DFB-Kickern, viele Fehlpässe und technische Fehler. In Hälfte zwei war Deutschland dann wieder spielbestimmend und mit den besseren Aktionen vor dem Tor. Mehrfach lag ein Treffer in der Luft, doch in der regulären Spielzeit sollte es nicht sein. In der Verlängerung waren die Nordafrikaner dann stehend k.o., André Schürrle brachte dann die Entscheidung herbei, gegen Ende wurde es nach dem Anschlusstreffer aus heiterem Himmel noch einmal hektisch.

Das Fazit: Der Eindruck aus der Vorrunde hat sich bestätigt - wer mit einem Durchmarsch der DFB-Elf zum Titel rechnete, sollte so langsam seine Zweifel bekommen. Die erste halbe Stunde war quasi ein Totalausfall, erst spät kam die Nationalmannschaft ins Spiel. Algerien kämpfte aufopferungsvoll, ist nun jedoch als letztes afrikanisches Team ausgeschieden.

Und jetzt? Steht mit Frankreich eines der Top-Teams dieses Turnier an. Wenn die Mannschaft von Jogi Löw ihre Titelambitionen unter Beweis stellen will, ist dies die Gelegenheit dazu.

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