WM-Newsticker Medien: Polizei sucht in Ticketskandal nach Topmanager Whelan

10.07.2014, 09:23 Uhr

Joachim Löw hat mit der Vorbereitung auf das Finalspiel gegen Argentinien begonnen. Derweil reagiert die niederländische Presse auf das Ausscheiden der Mannschaft mit Galgenhumor. Was gerade in Brasilien passiert, lesen Sie hier in unserem Newsticker.

00.33 Uhr: Im Skandal um illegal verkaufte WM-Tickets sucht die Polizei laut mehrerer brasilianischer Medien und der Nachrichtenagentur AP nach dem britischen Topmanager Ray Whelan. „Er wird nun als Entflohener betrachtet. Wir haben Aufnahmen einer Sicherheitskamera, die zeigen, wie er das Hotel durch einen Lieferanteneingang verlässt“, sagte der Polizeiermittler Fabio Barucke nach übereinstimmenden Medienberichten am Donnerstagabend in Rio de Janeiro.

Whelan habe sich einer bevorstehenden erneuten Festnahme entzogen. Er wird verdächtigt, einer Ticket-Schieberbande Zugang zu WM-Eintrittskarten verschafft zu haben. Dies wurde von ihm und seinem Arbeitgeber, dem FIFA-Partner Match Services, bestritten.

23.49 Uhr: Kleine Erinnerung: Hier können sie über das schönste WM-Tor abstimmen.

22.29 Uhr: In den achtziger Jahren spielten sie gemeinsam im TuRa-Trikot in der Landesliga, am Sonntag (21 Uhr) kommentieren Tom Bartels und Gerrit Meinke das WM-Finale in Rio de Janeiro. „Das machen zu dürfen ist eine Auszeichnung und Ehre für mich“, freut sich ARD-Moderator Bartels auf den Auftritt vor einem Millionenpublikum.

21.41 Uhr: Mit seinen bislang zwei Treffern bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien hat Miroslav Klose sein Torkonto auf 16 WM-Treffer verbessert. Damit hat er den Brasilianer Ronaldo überholt und führt nun die ewige WM-Torschützenliste an.

20.30 Uhr: Zur Fußball-WM in Brasilien präsentieren wir Größen der lokalen Szene, die von ihren Erlebnissen berichten. Heute: Christian Hempen. Der 38-jährige Versicherungsbetriebswirt aus Belm – einst Niedersachsenpokalsieger mit Concordia Belm-Powe in der B-Jugend – hat bis zum Viertelfinale alle Spiele der deutschen Elf in Brasilien vor Ort im Stadion gesehen.

19.44 Uhr: Philipp Lahm und Co. müssen sich im WM-Finale auf einen neuen Ball einstellen - wenn auch nur farblich. Der WM-Ball brazuca kommt beim Duell gegen Argentinien am Sonntag in einem neuen optischen Design daher. Die blauen und orangene Applikationen wurden für das entscheidende Spiel im Fußball-Tempel Maracanã von Rio de Janeiro durch goldene Streifen ersetzt, die grünen Elemente sind etwas heller als auf den bisher verwendete Bällen. Der Schriftzug „brazuca final rio“ deutet zudem auf die Bedeutung der Partie hin.

18.41 Uhr: Brasiliens verletzter Superstar Neymar hat das 1:7-Debakel gegen Deutschland nach Medienangaben nicht bis zum Schluss ertragen - und sich mit Kartenspielen abgelenkt. „Er hat den Fernseher ausgemacht und gesagt: Verdammt, ich möchte diesen Mist nicht mehr sehen. Lasst uns Poker spielen!“, berichtete Juca Kfouri vom Internetportal UOL, Brasiliens bekanntester Fußball-Kolumnist. Neymar hatte wegen seines Lendenwirbelbruchs im Halbfinale nicht mitwirken können und auf einen Stadionbesuch in Belo Horizonte verzichtet. Er schaute die Begegnung zu Hause in Guaruján mit Freunden und Familie. Neymars Mutter Nadine habe während der Blamage der Seleção geweint, Neymar selbst aber nicht, so die Medien.

18.36 Uhr: Hansi Flick will sich in seiner künftigen Funktion als DFB-Sportdirektor nicht in die Auswahl des neuen Assistenten von Joachim Löw einmischen. Der Bundestrainer werde ganz alleine über den Nachfolger für ihn befinden. „Jogi Löw wird entscheiden, wen er als Co-Trainer möchte. Er muss mit ihm zusammenarbeiten“, sagte Flick am Donnerstag in Santo André. Der 49 Jahre alte ehemalige Bundesligaspieler ist seit acht Jahren der Assistent von Löw. Nach dem Turnier in Brasilien wechselt er auf die vakante Position des DFB-Sportdirektors. Löw ist noch bis zur Europameisterschaft 2016 an den DFB als Chefcoach gebunden. Die Entscheidung über einen Nachfolger für Flick hatte der 54-Jährige auf die Zeit nach der WM zurückgestellt.

17.44 Uhr: Miroslav Klose weiß schon, was im Falle eines deutschen Titelgewinns passieren wird: „Dann kommt das Feierbiest in mir raus.“

17.08 Uhr: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird bei einem Finalsieg gegen Argentinien den vierten WM-Titel auf der Berliner Fanmeile feiern. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Die Feierlichkeiten sind für Dienstagvormittag (15. Juli) geplant. „Die Fanmeile wäre ein idealer Ort, um sich im Falle eines WM-Gewinns bei den Fans in ganz Deutschland für die sensationelle Unterstützung zu bedanken, allein schon weil am Brandenburger Tor ausreichend Platz ist“, erklärte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Auch die Stadt Frankfurt, Sitz des DFB, hatte sich als Gastgeber einer Titelfeier ins Gespräch gebracht.

16.38 Uhr: Uruguays Fußball-Verband ist mit seinem Einspruch gegen die Sperre von Luis Suárez gescheitert. Der Stürmer bleibt nach seiner Beißattacke bis Ende Oktober vom Platz verbannt. Nun bliebe nur noch der Gang vor den Sportgerichtshof CAS.

16.18 Uhr: Das Ziel Maracanã-Stadion ist erreicht, der Weg dahin war für die deutsche WM-Auswahl eine Herausforderung. Eine spannende Nominierung, verletzte Führungsspieler, Rückschläge und Gala-Auftritte. Die Route der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ins WM-Endspiel gegen Argentinien am Sonntag finden Sie hier.

15:49 Uhr: Ein junger Argentinier ist an einem Herzinfarkt gestorben, während er das Elfmeterschießen im WM-Halbfinale zwischen Argentinien und den Niederlanden auf einer Großleinwand verfolgte. Der 16-Jährige sprang feiernd auf und fiel ohnmächtig zu Boden, nachdem Torwart Sergio Romero in São Paulo den ersten Elfmeter der Niederländer gehalten hatte, wie die Zeitung „El Liberal“ berichtete. Der Jugendliche sah das Spiel mit Freunden auf einer Großleinwand auf dem Hauptplatz der Stadt. Im örtlichen Krankenhaus stellten die Ärzte seinen Tod durch Herzinfarkt fest.

14.43 Uhr: Acht Jahre nach der Sommermärchen-WM kommt die Wortschöpfung „Schland“ möglicherweise zu neuen Ehren. Das Mannheimer Institut für Deutsche Sprache (IDS) prüft derzeit eine Aufnahme von „Schland“ in ihr Nachschlagewerk „Neuer Wortschatz“, wie eine Sprecherin am Donnerstag sagte. Besonders zu den Fußball-Weltmeisterschaften 2006 und 2010 war das Wort - ebenso wie aktuell zur WM 2014 - in aller Munde, zeigt ein Blick ins Spracharchiv des IDS. Es beschreibt nach vorläufiger Definition den Zustand der Nation in Zeiten der WM, denn dann wird zumindest für Fußballfans aus dem Begriff Deutschland kurzerhand „Schland“ - meist in der langgezogenen Grölversion „Schlaaaaand“. Doch das Wort ist sogar noch älter, wie „Spiegel Online“ kürzlich berichtete. Die „Schland“-Geburtsstunde gehe auf kreative Fan-Gesänge zurück, bei denen TV-Entertainer Stefan Raab eine tragende Rolle gespiel habe. Er hatte demnach den inzwischen sogar rechtlich geschützten Begriff schon im WM-Jahr 2002 im Fernsehen benutzt, also vier Jahre vor der Heim-WM in Deutschland.

14.37 Uhr: Die Christus-Statue in Rio de Janeiro soll vor dem WM-Endspiel in einer der Nationalfarben der beiden Finalisten angestrahlt werden. In welcher - Blau-Weiß für Argentinien oder Schwarz-Rot-Gold für Deutschland -, das dürfen die Fans über den Kurznachrichtendienst Twitter entscheiden, wie die Zeitung „Estado de São Paulo“ in ihrer Online-Ausgabe berichtete. Um abzustimmen, müssten die Twitter-Nutzer zum Hashtag #ArmsWideOpen (Arme weit ausgebreitet) schreiben, ob sie für Deutschland oder Argentinien seien. Die Erzdiözese von Rio de Janeiro werde den Cristo Redentor (Christus Erlöser) dann am Sonntag von 0 bis 2 Uhr MESZ in der entsprechenden Farbe anleuchten. Die Farbe könne sich in dieser Zeitspanne auch noch ändern, je nachdem ob die Mehrheit kippt.

Die Statue auf dem 710 Meter hohen Berg Corcovado, die zu den sieben modernen Weltwundern zählt, wurde schon häufiger zu besonderen Anlässen farblich angestrahlt. Schwarz-Rot-Gold leuchtete sie erstmals zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2012 und später auch zum Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck 2013.

14.01 Uhr: Beim Sportartikelhersteller Adidas herrscht großer Optimismus. „„Nur noch kurze Zeit erhältlich - Deutschland-Trikot mit 3 Sternen“, twitterte das Unternehmen.

12.42 Uhr: Die neiderländische Presse kommentiert das Ausscheiden der holländischen Nationalelf mit Galgenhumor: „Irgendwann musste aus diesem Fußball der gigantischen Langeweile doch ein Sieger hervorkommen, denn Deutschland brauchte ja einen Gegner im WM-Finale am Sonntag in Rio“, schreibt etwa „De Volkskrant“. Hier geht‘s zu weiteren Pressestimmen.

12.25 Uhr: Nachdem Löw Gewissheit über den Gegner hatte, konnte er am Donnerstag in die zielgerichtete Final-Vorbereitung starten. «Argentinien ist defensiv stark, kompakt, gut organisiert. In der Offensive haben sie überragende Spieler wie Messi und Higuain», äußerte Bundestrainer Löw mit einigem Respekt. Zugleich schickte der 54-Jährige ein Versprechen an die Fans in der Heimat: «Wir werden uns gut vorbereiten.» Einmal Zweiter (EM 2008), zweimal Dritter (WM 2010, EM 2012) - jetzt will der Freiburger endlich in den Kreis der WM-Titeltrainer Sepp Herberger (1954), Helmut Schön (1974) und Beckenbauer (1990) aufrücken. «Titel sind immer wunderbar, natürlich, logisch», hat der Bundestrainer zugegeben.

11.05 Uhr: Lionel Messi sehnte schon bei der Dopingkontrolle den Endspiel-Showdown gegen Deutschland herbei, Arjen Robben hatte nach dem verpassten Duell mit dem Erzrivalen keine Lust mehr auf das kleine Finale. Lange nachdem sich der tief frustrierte Bayern-Profi rührend um seinen weinenden Sohn gekümmert hatte, entschwand Argentiniens Superstar an der Seite von zwei Bodyguards wortlos aus der Arena von São Paulo. Nur via Internet verkündete der viermalige Weltfußballer seine Freude über den historischen Einzug in sein erstes WM-Endspiel: «Wir sind im Finale!! Was für ein Wahnsinn. Was für ein heldenhaftes Spiel», schrieb Messi über das 4:2 im Elfmeterkrimi.

8.37 Uhr: Der niederländische Fußball-Nationaltrainer Louis van Gaal hadert mit der Niederlage der Elftal gegen Argentinien: «7:1 zu verlieren, fühlt sich genauso schlimm an wie eine Niederlage im Elfmeterschießen.» 7.55 Uhr: Argentiniens Fußball-Minimalisten freuen sich auf das dritte WM-Finale gegen Deutschland nach 1986 und 1990. «Natürlich wollen wir jetzt gewinnen. Das ist das wichtigste Spiel in unserem Leben. Deutschland ist eine großartige Mannschaft», sagte Javier Mascherano am Mittwoch (Ortszeit) in São Paulo nach dem 4:2-Sieg im Elfmeterschießen gegen die Niederlande. Auch Coach Alejandro Sabella zeigte sich mit Blick auf das Endspiel am Sonntag in Rio de Janeiro zuversichtlich: «Wir werden alles geben, um diese WM zu gewinnen. Argentinien hat schon zwei Titel und erwarten jetzt den dritten.»

7.15 Uhr: Jetzt wollen sich die deutschen WM-Stars auf dem Weg zum Titel auch von Lionel Messi nicht stoppen lassen . Nach dem Halbfinal-Erfolg der Argentinier gegen die Niederlande freute sich Bundestrainer Joachim Löw auf die dritte Finale-Auflage des Weltmeisterschafts-Klassikers. «Europa gegen Südamerika - eine reizvolle Konstellation», äußerte der Bundestrainer in einer ersten Reaktion nach dem argentinischen 4:2-Krimi im Elfmeterschießen. «Argentinien ist defensiv stark, kompakt, gut organisiert», stellte Löw fest: «In der Offensive haben sie überragende Spieler wie Messi und Higuain. Wir werden uns gut vorbereiten und freuen uns auf Rio.»

1.23 Uhr:Und hier noch unser Nachbericht . Damit verabschieden wir uns für heute und sagen gute Nacht!

0.48 Uhr: Lionel Messi & Co. fordern im Endspiel um die WM-Krone Deutschlands torhungrige Titeljäger! Mit dem 4:2-Sieg im Elfmeterschießen beendete Argentinien am Mittwoch (Ortszeit) in São Paulo alle Final-Hoffnungen des niederländischen Teams um Arjen Robben und machte die Neuauflage des Final-Duells von 1986 und 1990 perfekt. Zum Helden des Abends wurde Torhüter Sergio Romero, der beim Shootout die Bälle von Ron Vlaar und Wesley Sneijder parierte.

0.40 Uhr: Die Verlängerung ist vorbei, nun kommt das Elfmeterschießen.