Übertragung in der ARD ab 20.15 Uhr Steffen Simon kommentiert Deutschland gegen Italien

Von Susanne Fetter | 02.07.2016, 15:34 Uhr

Steffen Simon kommentiert am Samstag das Viertelfinale (21 Uhr/ARD) der deutschen Nationalmannschaft gegen Italien. Der Prolog lässt hoffen.

Steffen Simon hatte bei dieser EM bisher Glück. Beim ZDF kommentierte zum ersten Mal eine Frau live. Und statt Simon, über den sich normalerweise der meiste Hohn und Spott bei großen Turnieren übergießt, traf es diesmal Claudia Neumann.

Simon kommentiert Viertelfinale

Doch schon vor Tagen merkte ein Twitter-Nutzer namens „Silvestah“ als einer der Ersten an: „Es ist mir ein Rätsel, wie irgendjemand Claudia Neumann doof finden kann, während Steffen Simon existiert.“ Ab der K.-o.-Runde ist Neumann nicht mehr dabei, und am Montag fiel möglicherweise der Startschuss für ein ausführliches „Simon-Bashing“. Denn der ARD-Mann kommentierte nicht nur das Achtelfinale zwischen Italien und Spanien, sondern er wird auch am Samstag das Viertelfinale der deutschen Mannschaft besprechen .

„Pelle ärgert sich dolle“

Doch der Prolog lässt zumindest hoffen. Gut, so ein richtiger Mitreißer wird Steffen Simon nicht mehr. Und witzig, das ist spätestens seit seinem Netzformat „Schnauze Simon“ unumstritten, sollte er auch lieber lassen. Außer vielleicht es ist ungeplant. „Nolito plötzlich unverletzt“, fabulierte er am Montag. Simon plötzlich lustig? Nein. Es war nur eine singuläre Erscheinung. Danach folgten Sätze wie „Pelle ärgert sich richtig dolle – Hals auf zwei Beinen in dem Moment.“ Da wünscht man sich kurz Kopf ohne Ohren.

Fasziniert von der Squadra Azzurra

Aber vor allem in den ersten 20 Minuten erarbeitete sich Simon das Prädikat „sehr erträglich“. Vielleicht lag es auch ein bisschen daran, dass er wie alle anderen Zuschauer überrascht war ob des Spielverlaufs und ein wenig Zeit brauchte, das alles einzuordnen. Denn da agierten die Italiener plötzlich spanisch. Hat Simon so natürlich nicht gesagt, sondern erst so: „Bisher läuft alles anders.“ Und dann so: „Man mag es nicht glauben.“

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Irgendwann mochte man nicht mehr daran glauben, dass Simon nicht heimlich ein italienisches Trikot unter seinem Hemd trug, so fasziniert war er vom Auftritt der Squadra Azzurra. Besonders die Namen der Mannschaft schienen es ihm angetan zu haben. So oft, wie Simon sie nannte, wünschte man sich, sie würden etwas weniger im Ballbesitz sein. „Schiorschio – Kielini – Pällllle.“

Sind die Spanier fertig?

Und dann hatte Simon doch noch einen schönen Moment. „Die Spanier sind drei Kilometer weniger gelaufen. Gegen Kroatien fanden wir sie lässig, waren sie da in Wahrheit schon fertig?“ Es wäre wirklich ein schöner Satz gewesen. Hätte, ja hätte Simon nicht noch das „Fragezeichen“ mit ausgesprochen und nachgeschoben: „Die Antwort folgt.“ Sie tat es nicht. Wer sollte sie auch geben?

Fachlich diesmal immer richtig

Es war nicht das einzige Mal, dass Simon Fragen hatte. Doch immerhin plärrte er zwar beim 2:0 der Italiener lautstark heraus, bei einer kniffligen Situation zuvor aber erklärte er ganz ruhig: „Da bin ich mir jetzt nicht sicher.“ Und wartete auf die Auflösung. Kein Elfmeter. In der Lautstärke griff er zwar manchmal daneben, doch fachlich – und das ist ja dann doch noch wichtiger – lag Simon diesmal stets richtig.