Fußball, EM Gelbe Gefahr: 45 Spielern droht Sperre im Halbfinale

Von Susanne Fetter | 30.06.2016, 20:06 Uhr

Mit Polen gegen Portugal beginnt das Viertelfinale dieser Fußball-Europameisterschaft. Alle Mannschaften wollen gerne ins Halbfinale einziehen – die Hälfte der Mannschaften wird es schaffen, aber vermutlich nicht mit allen Spielern. 45 Profis droht eine Sperre. Auch fünf deutsche Nationalspieler sind mit einer Gelben Karte vorbelastet unter anderem die beiden Innenverteidiger Mats Hummels und Jérôme Boateng.

Viele Deutsche dürften sich noch an diese Szene erinnern: Im Halbfinale der Weltmeisterschaft 2002 trifft Michael Ballack nicht nur zum 1:0-Sieg gegen Südkorea, der Mittelfeldspieler hält auch noch den flinken Chun Soo Lee auf eher rustikale Art und Weise davon ab in den Strafraum hineinzuziehen. Schiedsrichter Urs Meier zeigt Ballack dafür die Gelbe Karte. Der damals 25-Jährige ist für das Finale gesperrt. „Er hat sich für die Mannschaft geopfert“, erklärte Teamchef Rudi Völler später. Ballack selbst hat noch in der Kabine des Stadions von Seoul bitterelich geweint und sprach von der „bittersten Erfahrung, die ein Fußballer machen kann“.

Elf Spieler bei Italien vorbelastet

Bei der EM 2016 wird kein Spieler wegen einer Gelbsperre im Finale fehlen. Nach dem Viertelfinale werden die Karten gelöscht. Dafür droht nun 45 Nationalspielern im Halbfinale ein tragisches Schicksal. Die meisten von ihnen spielen bei Italien (11), Überraschungsmannschaft Island könnten bei einem möglichen Halbfinaleinzug neun Spieler fehlen.

Bei Deutschland sind es fünf. Frankreich hat nur zwei vorbelastete Spieler, Portugal nur drei.

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Polen gegen Portugal (Donnerstag, 21 Uhr)

Polen (6): Kamil Grosicki, Krzysztof Mczyski, Sawomir Peszko, Ukasz Piszczek, Micha Pazdan, Artur Jdrzejczyk.

Portugal (3): William Carvalho, Pepe, Ricardo Quaresma.

Wales gegen Belgien (Freitag, 21 Uhr)

Wales (4): Ben Davies, Aaron Ramsey, Neil Taylor, Sam Vokes.

Belgien (5):Jan Vertonghen, Thomas Meunier, Axel Witsel, Marouane Fellaini, Michy Batshuayi.

Deutschland gegen Italien (Samstag, 21 Uhr)

Deuschtland (5): Jérôme Boateng, Mats Hummels, Sami Khedira, Joshua Kimmich, Mesut Özil.

Italien (11): Andrea Barzagli, Leonardo Bonucci, Gianluigi Buffon, Giorgio Chiellini, Daniele De Rossi, Mattia De Sciglio, Éder, Lorenzo Insigne, Graziano Pellè, Salvatore Sirigu, Simone Zaza.

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Frankreich gegen Island:

Frankreich (2): Olivier Giroud, Laurent Koscielny.

Island (9): Kári Árnason, Birkir Bjarnason, Johann Gudmundsson, Aron Gunnarsson, Hannes Halldorsson, Birkir Sævarsson, Kolbeinn Sigthorsson, Gylfi Sigurdsson, Ari Skúlason

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