Deutschland vor dem WM-Halbfinale Löw vertraut der Frankreich-Elf

08.07.2014, 14:19 Uhr

Vor dem WM-Halbfinale an diesem Dienstag (22 Uhr, live im ZDF, 11Freunde-Liveticker bei noz.de) gegen Brasilien steht mal wieder die Aufstellung der deutschen Nationalelf im Mittelpunkt. Eine Stunde vor dem Spiel wurde bekannt, dass Bundestrainer Joachim Löw der erfolgreichen Viertelfinal-Startformation gegen Frankreich vertraut.

 Folgende Aufstellung ist bestätigt: Neuer - Lahm, Boateng, Hummels, Höwedes - Khedira, Schweinsteiger - Müller, Kroos, Özil - Klose.

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Im Sturmzentrum ganz das alte Thema : „falsche Neun“, ja oder nein? Gegen Frankreich durfte Miroslav Klose das erste Mal von Beginn an ran, nachdem er gegen Ghana als Joker stach und den WM-Tor-Rekord von Ronaldo egalisierte. Überzeugen konnte er aber nicht und wurde schließlich ausgewechselt. Müller machte seine Sache immer gut, war im Auftaktspiel gegen Portugal der Matchwinner. Wenn der Bayern-Akteur ins Zentrum rückt, fehlt aber die Gefahr über Außen.

Özil und Götze sind beide eher zentral ausgerichtet und besonders Özil steht öffentlich in der Kritik. An der Körpersprache solle er arbeiten, heißt es. Intern genießt er ein ganz anderes Ansehen: „Wir sind mit ihm zufrieden, das ist entscheidend für ihn. Er bringt, was wir brauchen. Er hat Ballsicherheit und bietet sich immer wieder an“, betont Hansi Flick die Wichtigkeit des Arsenal-Stars und spricht ihm somit eine Startelf-Garantie aus.

Die hat im Mittelfeld sonst nur Toni Kroos, der sich von den Wechselgerüchten um seine Person nicht ablenken lässt und einfach ein klasse Turnier spielt. Für die „BILD“ besteht kein Anlass zum Wechseln. Sie erwarten zum ersten Mal bei dieser WM die gleiche Aufstellung wie im vorherigen Spiel.

Der Bundestrainer setzt im Kampf und den Final-Einzug auch auf einen konsequenten Schiedsrichter. Löw erwartet, dass der mexikanische Referee Marco Rodríguez eine ähnliche Härte wie im Viertelfinale zwischen Brasilien und Kolumbien nicht dulden wird. „In Europa wäre dieses Spiel nicht mit 22 Spielern beendet worden. Der Einsatz war über der Grenze“, sagte der DFB-Coach. „Diese ganz, ganz brutalen Einsätze müssen unterbunden werden.“ Ansonsten konzentriert sich das DFB-Team ganz auf die eigenen Stärken. Mutig und konzentriert wolle man auftreten und sich von der Atmosphäre im Stadion nicht beeindrucken lassen.

Bei den Brasilianern soll Bernard den verletzten Superstar Neymar ersetzen. Sein WM-Debüt feiert Dante als Vertreter des gesperrten Kapitäns Thiago Silva.