Traditionsverein am Abgrund Bericht: Spieler-Revolte gegen Schalke-Coach Gross – Club schweigt

Von tdet, dpa

Mit nur fünf Punkten aus neun Partien war Gross seit seinem Amtsantritt bislang nicht die Wende mit dem FC Schalke 04 gelungen.Mit nur fünf Punkten aus neun Partien war Gross seit seinem Amtsantritt bislang nicht die Wende mit dem FC Schalke 04 gelungen.
Tim Rehbein/imago-images

Gelsenkirchen. Beim FC Schalke 04 brennt der Baum: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sollen die Profis des abgeschlagenen Bundesliga-Schlusslichts nun gegen ihren Trainer Christian Gross auf die Barrikaden gehen.

Der FC Schalke 04 will sich zu den Berichten, wonach mehrere Führungsspieler die Ablösung von Trainer Christian Gross gefordert haben sollen, nicht äußern. "Wir sagen zu solchen Spekulationen nichts", teilte ein Sprecher des Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga am Samstagmorgen auf Anfrage mit.

Übereinstimmenden Medienberichten von Freitag zufolge sollen mehrere Profis in dieser Woche vor der Partie beim VfB Stuttgart (15.30 Uhr/Sky) die Ablösung von Gross gefordert haben. Dies berichteten der Pay-TV-Sender Sky, die Funke Mediengruppe und Sport1. Schalkes sportliche Führung um Sportvorstand Jochen Schneider habe dies abgelehnt.

"So lange die Möglichkeit besteht, glaube ich daran"

Den Berichten zufolge soll der 66-Jährige, der erst kurz vor dem Jahreswechsel als bereits vierter Schalke-Trainer dieser Saison übernommen hatte, die Namen von eigenen und gegnerischen Spielern immer wieder verwechseln und wiederholt in der falschen Sprache mit den Profis sprechen – zudem stelle die Mannschaft die grundlegende Kompetenz des Schweizers, dessen Trainingsinhalte und die taktische Ausrichtung infrage.

Mit nur fünf Punkten aus neun Partien war Gross seit seinem Amtsantritt bislang nicht die Wende gelungen. Trotz der anhaltenden Personalnot und der bisher bescheidenen Ausbeute hatte Gross am Freitag weiter seine Hoffnung auf den Klassenverbleib geäußert. "So lange die Möglichkeit besteht, glaube ich daran - und auch die Mannschaft glaubt daran. Die Spieler wissen genau, worum es geht. Sie werden alles geben", versprach der 66 Jahre alte Schweizer.


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