2. Fußball-Bundesliga HSV im Glück: Knapper Sieg gegen Abstiegskandidat Wiesbaden

Von dpa

Die Spieler des HSV feiern David Kinsombi (verdeckt) nach dessen Tor zum  3:2 – entgegen der Corona-Vorgaben mit Umarmungen.Die Spieler des HSV feiern David Kinsombi (verdeckt) nach dessen Tor zum 3:2 – entgegen der Corona-Vorgaben mit Umarmungen.
Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa

Hamburg. Der Hamburger SV hat zumindest seine Ergebniskrise in der 2. Fußball-Bundesliga überwunden. Beim Sieg gegen Wehen zeigte sich die Mannschaft jedoch stark verunsichert.

Der Hamburger SV hat zumindest seine Ergebniskrise in der 2. Fußball-Bundesliga überwunden. Drei Tage nach dem 2:3 beim direkten Rivalen VfB Stuttgart kam der völlig verunsicherte Aufstiegskandidat am Sonntag gegen den Tabellenvorletzten SV Wehen Wiesbaden zu einem glücklichen 3:2 (2:1) und zum ersten Sieg nach Ende der Corona-Pause. Die lange gleichwertigen Gäste müssen nach der dritten Niederlage in Serie mehr denn je um den Klassenverbleib fürchten.  

David Kinsombi sticht heraus

Überragender Mann der Hamburger war David Kinsombi (14./76. Minute), der zweimal für den Tabellendritten traf. Joel Pohjanpalo (27.) steuerte den dritten Treffer bei. Manuel Schäffler (12., 57./Foulelfmeter) war für die Hessen zweimal erfolgreich

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Dieter Hecking (links), Trainer vom Hamburger SV, bedankt sich beim Torschützen David Kinsombi.

HSV-Trainer Dieter Hecking überraschte vor dem Spiel: Statt Stammkeeper Daniel Heuer Fernandes beorderte er die einstige Nummer eins Julian Pollersbeck ins Tor - aus Leistungsgründen. Für den 25-jährigen Pollersbeck war es die Saisonpremiere.

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HSV defensiv nicht auf der Höhe

Dem HSV fehlte jede Souveränität nach nur einem Sieg aus den vorherigen sieben Spielen. Zwar waren die Hamburger dominant, doch vor allem in der Defensive zeigten sie Schwächen. Gleich mit dem ersten Schuss auf das Tor von Pollersbeck gingen die Hessen durch Torjäger Schäffler (12.) in Führung. Zum Glück für die Hanseaten glich Kinsombi (14.) schnell aus.

Danach wurde die Partie lebendiger. Nach einer Flanke von Tim Leibold markierte Pohjanpalo mit seinem fünften Saisontor - dem ersten in einem Heimspiel - die Führung für die Hamburger.

Aber auch nach dem Wechsel legte der HSV seine Nervosität nicht ab. Hamburgs Verteidiger Timo Letschert foulte Marvin Ajani im Strafraum. Schäffler (57.) nutzte den Strafstoß zu seinem 18. Saisontor. Danach fiel den Hamburgern wenig ein. Erst Kinsombi sorgte mit seinem zweiten Treffer für Erleichterung. 


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