Nach dreimonatiger Pause Schalke-Boss Tönnies bricht sein Schweigen: "Es ist voll in die Hose gegangen"

Von dpa

Schalke-Boss Clemens Tönnies fühlt sich falsch eingeschätzt. Foto: Bernd Thissen/dpaSchalke-Boss Clemens Tönnies fühlt sich falsch eingeschätzt. Foto: Bernd Thissen/dpa 

Gelsenkirchen. Clemens Tönnies entschuldigt sich für seine rassistischen Äußerungen, fühlt sich aber dennoch falsch verstanden.

Clemens Tönnies hat sein Schweigen gebrochen. Am ersten Tag seiner Rückkehr in die Amtsgeschäfte als Schalker Aufsichtsratsvorsitzender bezeichnete der 63 Jahre alte Fleisch-Unternehmer aus Rheda-Wiedenbrück seine vielfach als rassistisch eingestuften Äußerungen als "Fehler". "Ich war von der Wucht der Reaktion total erschlagen. Es hätte mir nicht passieren dürfen. Es ist voll in die Hose gegangen. Wenn sich jemand verletzt gefühlt hat, bitte ich ihn aufrichtig um Entschuldigung", sagte Tönnies am Donnerstag dem clubeigenen Schalke TV.

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Am 6. August hatte der Schalker Ehrenrat nach vielfach als rassistisch eingestuften Äußerungen von Tönnies über Afrikaner und einem anschließenden Gespräch mit dem Clubchef entschieden, dass dieser sein Schalke-Amt drei Monate lang nicht ausüben darf. "Es war eine harte Zeit. Ich hätte nicht erwartet, dass ich ein Stück weit leide, nicht dabei zu sein", kommentierte Tönnies. "Das hat mir viele Gedanken gebracht, über das, was ich gesagt habe, wie ich es eigentlich gemeint habe und wie es insgesamt aufgenommen wurde."

"Ich bin nicht der, der trennt, sondern eher der, der vereint und sagt, das darf auf Schalke keinen Einzug haben. Wir müssen uns in der Gesellschaft viel mehr gegen Rassismus stellen. Ich sehe uns alle in Europa in der Pflicht, was für Afrika zu tun."Clemens Tönnies

Tönnies fühlt sich falsch eingeschätzt: "Ich bin nicht der, der trennt, sondern eher der, der vereint und sagt, das darf auf Schalke keinen Einzug haben. Wir müssen uns in der Gesellschaft viel mehr gegen Rassismus stellen. Ich sehe uns alle in Europa in der Pflicht, was für Afrika zu tun."


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