Schiedsrichter meldet sich zu Wort Nach Prügel-Attacke in der 11. Liga: "Ein Angriff auf unseren Amateurfußball"

Etwa eine Woche nach seinem Niederschlag bei einem Amateur-Fußballspiel hat sich der betroffene Schiedsrichter zu Wort gemeldet. Foto: imago images/ZinkEtwa eine Woche nach seinem Niederschlag bei einem Amateur-Fußballspiel hat sich der betroffene Schiedsrichter zu Wort gemeldet. Foto: imago images/Zink

Dieburg. Der Faustschlag gegen einen Schiedsrichter bei einem Amateur-Fußballspiel in Hessen schlug deutschlandweit hohe Wellen.

Nach der brutalen Attacke auf einen Schiedsrichter bei einem Amateurfußballspiel in Hessen hat sich der betroffene Unparteiische nun selbst zu Wort gemeldet. Ende Oktober war der 22-jährige Nils Czekala von einem Spieler des FSV Münster mit der Faust zu Boden geschlagen worden, nachdem dieser die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Czekala musste mit dem Helikopter ins Krankenhaus gebracht werden. 

Mittlerweile hat der Schiedsrichter das Krankenhaus wieder verlassen und äußerte sich persönlich in einem Facebook-Post zum Geschehen. Czekala bedankte sich bei den Helfern, beim Schiedsrichter-Verband und für die öffentliche Anteilnahme.

Zum Tathergang sagte er: "Es war nicht nur ein Angriff auf mich als Schiedsrichter. Das war ein Angriff auf unseren Amateurfußball. Bitte beachtet aber, dass ich von einer Person angegriffen wurde. Ich distanziere mich von jeglichen Angriffen auf den gesamten Verein oder die Familie des Täters.“

Und weiter: „Ich distanziere mich auch klar von der Debatte über die Herkunft des Spielers. Für mich macht dies keinen Unterschied. Ich glaube nicht, dass die AfD das Problem für die Gewalt auf unseren Sportplätzen ist, die AfD ist aber bestimmt auch nicht die Lösung.“ Abschließend schlug Czekala versöhnliche Worte an: "Ich wünsche mir, dass alle Spiele friedlich über die Bühne gehen. Allen Schiedsrichtern wünsche ich eine gute Spielleitung und genauso viel Spaß."



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