zuletzt aktualisiert vor

Europa-League-Spiel in Rom Nach Festnahmen in Rom: Gladbach-Mitarbeiter und Fans auf freiem Fuß

Knapp 7000 Fans unterstützten Borussia Mönchengladbach beim Europa-League-Spiel in Rom. Foto: Marius Becker/dpaKnapp 7000 Fans unterstützten Borussia Mönchengladbach beim Europa-League-Spiel in Rom. Foto: Marius Becker/dpa

Rom. Wie schon beim Auswärtsspiel in Istanbul gab es Probleme zwischen den Sicherheitskräften und Gladbach-Fans.

Die vier nach dem Europa-League-Spiel des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach bei der AS Rom festgenommenen Deutschen sind wieder auf freiem Fuß. Ein Clubmitarbeiter des Bundesliga-Spitzenreiters sowie drei Fans seien noch am Freitag entlassen worden, teilte Borussia-Sprecher Markus Aretz auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die vier Personen seien zuvor einem Haftrichter vorgeführt worden.

Attacken mit Fahnenstangen, Fußtritten und Fausthieben

Der Vereinsmitarbeiter habe laut Borussia zu Dokumentationszwecken das Vorgehen der italienischen Sicherheitskräfte im Gladbacher Fanblock mit seinem Handy gefilmt. Deshalb sei er festgenommen worden. Die Borussia kritisierte das Vorgehen der Polizei. Der Verein habe laut Aretz die Sicherheitsabteilung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) über die Vorfälle informiert.

Die italienische Polizei hatte die Festnahme von vier Fans bestätigt. Zwei von ihnen hätten nach dem Spiel einen Stadion-Offiziellen angegriffen und ihn mit Fahnenstangen, Fußtritten und Fausthieben attackiert. Ein weiterer habe Gegenstände auf die Polizei geworfen. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hatte unabhängig von diesem Vorfall am Freitag das Verhalten der Anhänger kritisiert, die unmittelbar vor dem Match Feuerwerkskörper zündeten und einen Teil des Stadions in dichte Rauchschwaden hüllten.

Gladbach Fans mussten im Stadion ausharren

Nach der Begegnung hatten die rund 7000 Fans bis eine Stunde nach Spielende im Gästeblock ausharren müssen, ehe sie den Bereich verlassen durften. Die Vereinsführung hatte versucht, über die UEFA Einfluss auf das Vorgehen der italienischen Sicherheitsdienste zu nehmen. Die Mannschaft konnte schließlich erst weit nach Mitternacht die Rückreise antreten.

Schon beim Auswärtsspiel in Istanbul hatte es Probleme mit den türkischen Sicherheitskräften gegeben, weil Fahnen der Gladbach-Fans konfisziert und Borussen-Anhänger des Stadions verwiesen worden waren.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN