Bei Länderspiel-Schweigeminute Zuschauer äußert sich erstmals zu seinem "Halt die Fresse"-Zwischenruf

Von jkk

Der Konter sorgte auf den Tribünen für Applaus und Lacher – und auch auf dem Spielfeld war der Wortwechsel offenbar zu hören. Foto: imago images/Joachim SielskiDer Konter sorgte auf den Tribünen für Applaus und Lacher – und auch auf dem Spielfeld war der Wortwechsel offenbar zu hören. Foto: imago images/Joachim Sielski

Dortmund/Halle. Als vor dem Länderspiel zwischen Deutschland und Argentinien ein Chaot die Schweigeminute für die Opfer von Halle störte, reagierte Jens J. spontan. Nun schildert er seine Beweggründe.

So richtig bewusst wurde Jens J. seine Aktion erst am Folgetag: "Ein Kumpel sagte mir: ,Geh mal ins Internet. Was da los ist!'", schildert der 33-Jährige die Entwicklung nach seiner spontanen Aktion gegenüber der "Bild"-Zeitung. Er habe dann gesehen, dass Gnabry und einige Spieler schmunzeln mussten bei seinem Ruf. "Ich habe mich zunächst selbst erschrocken. Aber als dann das ganze Stadion applaudiert hat, wusste ich, dass es richtig war", sagt der Dortmunder weiter.

Für die Schweigeminute waren die Mannschaften zusammengerückt, die Zuschauer hatten sich erhoben. Mitten in die Stille grölte plötzlich ein Chaot den Anfang der deutschen Nationalhymne. Doch nach den Worten "Einigkeit und Recht und Freiheit" kam die Reaktion eines Fans. Der brüllte zurück: "Halt die Fresse!"

Dass der Störer möglicherweise einen rechten Hintergrund habe, will er nicht bestätigen: "Meine Wahrnehmung aus den sozialen Medien ist, dass es in diese Richtung geht. Deshalb war es umso richtiger, etwas zu sagen", so J. Gesehen habe er den Mann in diesem Moment nicht. Seit dem Zwischenruf habe er nur positive Resonanz erhalten, sagte er zudem gegenüber "11 Freunde". 


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