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Kanzlerin zum Karriereende "Bleibt ein Vorbild": So verabschiedet sich Merkel von Schweinsteiger

Feuchtfröhlich: Der DFB-Pokalsieg 2014. Foto: imago images/Sven SimonFeuchtfröhlich: Der DFB-Pokalsieg 2014. Foto: imago images/Sven Simon 

Chicago. Mit Bastian Schweinsteiger verlässt ein großer deutscher Nationalspieler das Feld. Der 35-Jährige erntet viel Lob und Anerkennung für seine Karriere.

Der frühere Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger hat seine große Karriere beendet. Der 35-Jährige, der mit dem FC Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft große Erfolge feierte, teilte seine Entscheidung am Dienstag in den sozialen Netzwerken mit, zwei Tage nach seinem letzten Spiel für den US-Club Chicago Fire. Schweinsteiger war 2017 in die MLS gewechselt, um seine Laufbahn allmählich ausklingen zu lassen.

Mit Bayern München gewann er acht Mal die deutsche Meisterschaft, sieben Mal den DFB-Pokal und einmal die Champions League (2013). Insgesamt kam er beim deutschen Rekordmeister auf 500 Pflichtspiele (68 Tore). 

In der Nationalmannschaft kam Schweinsteiger zwischen 2004 und 2016 zu 121 Länderspielen (24 Tore). Damit liegt er auf Rang vier der deutschen Rekordnationalspieler, nur Lothar Matthäus (150 Länderspiele), Miroslav Klose (137) sowie Lukas Podolski (130) rangieren vor ihm. Er nahm mit der Nationalmannschaft an drei Weltmeisterschaften (2006, 2010 und 2014) sowie vier Europameisterschaften teil (2004, 2008, 2012 und 2016). Keiner hat mehr Einsätze bei Welt- und Europameisterschaften aufzuweisen als er (39 Spiele).

Am 13. Juli 2014 wurde er im Finale der WM in Brasilien mit dem 1:0-Sieg nach Verlängerung gegen Argentinien Weltmeister. Unvergessen bleibt, wie er im Maracana keinen noch so harten Zweikampf scheute sowie trotz Wadenkrämpfen und einer blutenden Platzwunde unter dem Auge bis zum Schluss durchhielt und damit zum Symbol des deutschen WM-Triumphs avancierte. "Seinen Siegeswillen konnte man ihm bei jeder Aktion anmerken", sagte Bundestrainer Joachim Löw über die damalige Leistung Schweinsteigers. 

Bundestrainer Joachim Löw lobt Schweinsteiger

Für Bundestrainer Joachim Löw ist Schweinsteiger "einer der größten Spieler, die Deutschland je hervorgebracht hat". "Ein großer Spieler, eine große Persönlichkeit. Immer ehrlich, immer empathisch", sagte Löw am Dienstag.

Merkel: "Danke für unvergessene Fußballmomente"

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) richtete auf ihrem Instagram-Kanal persönliche Worte an Schweinsteiger: "Was für eine große Karriere! Bastian #Schweinsteiger bleibt ein Vorbild  als Sportler und Sportsmann. Alles Gute und Danke für unvergessene Fußballmomente!"

Bayern-Boss Rummenigge: "Basti stehen bei uns alle Türen offen"

"Eine große Karriere geht zu Ende. Basti hat alles gewonnen, was es im Weltfußball zu gewinnen gibt. Außerdem ist er ein super Bursche, die Türen beim FC Bayern stehen ihm immer offen", sagte FC Bayern Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zum Abgang Schweinsteigers von der großen Fußballbühne. 

"Chicago Fire auf die Weltkarte gebracht" 

Chicago Fire hat Schweinsteiger zum Karriereende am Dienstag in den höchsten Tönen gelobt. "Basti hat so viel für den Club bedeutet" sagte Eigentümer Joe Mansueto. "Es war eine absolute Freude, ihm beim Spielen zuzugucken. Seine Fußball-Intelligenz ist so außergewöhnlich, bei jeder Wendung ist er drei Schritte voraus." Er sei ein Anführer, ein großer Teamspieler und ein die Generation prägender Spieler, "der Chicago Fire auf die Weltkarte gebracht hat".

Reaktionen zu seinem Karriereende auf Twitter


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