Umfrage der "Bild"-Zeitung Duell im DFB-Tor: Bundesliga-Keeper sehen Neuer vor ter Stegen

Die deutsche Nummer Eins und sein Stellvertreter: Manuel Neuer (r) und Marc-Andre ter Stegen. Foto: imago images / Sven SimonDie deutsche Nummer Eins und sein Stellvertreter: Manuel Neuer (r) und Marc-Andre ter Stegen. Foto: imago images / Sven Simon

Dortmund. Wenn es um die Frage nach der Nummer Eins im DFB-Tor geht, haben einige Torhüter der Bundesligisten eine klare Meinung.

Seit Montag trainieren sie wieder zusammen: Die beiden Nationalmannschaftskameraden Marc-André ter Stegen und Manuel Neuer. Im Kampf um die Nummer Eins im DFB-Team hat Kapitän Neuer das vollste Vertrauen von Joachim Löw – für ihn gibt es bis zur EM 2020 im nächsten Jahr keine Torwart-Diskussion, wie der Bundestrainer kürzlich klar stellte. 

Ter Stegen hatte im September nach den beiden Qualifikationsspielen der DFB-Elf gegen die Niederlande und Nordirland Unmut und Unzufriedenheit über seine Situation geäußert. Der Ex-Gladbacher steht seit Jahren im Tor des FC Barcelona und zeigt regelmäßig Weltklasse-Leistungen im Kasten der Katalanen. 

Auch unter den Fans wird die Frage nach der Nummer Eins im deutschen Tor kontrovers diskutiert. Die "Bild"-Zeitung hat nun die 17 Bundesliga-Torhüter neben Neuer gefragt, wen diese ins deutsche Tor stellen würden. Die Mehrheit der Schlussmänner wollte sich nicht äußern und enthielt sich dem Voting. Fünf Torhüter hingegen stimmten ab. Das Ergebnis: Manuel Neuer erhielt vier Stimmen, ter Stegen nur eine. 

Vier Keeper pro Neuer

"Manuel Neuer ist Kapitän der Nationalmannschaft, und man sollte nicht vergessen, was er bereits für Deutschland geleistet hat. Solange er auf diesem Niveau spielt, ist er die Nummer 1, ter Stegen ist sechs Jahre jünger, seine Zeit wird kommen", begründete Köln-Keeper Timo Horn seine Entscheidung pro Neuer. Auch Unions-Torwart Rafal Gikiewicz, Augsburg-Keeper Tomas Koubek und Leipzigs Schlussmann Peter Gulasci sprachen sich für den Weltmeister von 2014 aus. 

Auf die Seite ter Stegens stellte sich nur Düsseldorfs Zackary Steffen: "Ich würde ter Stegen spielen lassen, weil er eine gute Saison spielt. Und: Sein Stil gefällt mir besser." Die restlichen Bundesliga-Torhüter wollten sich nicht für den einen oder anderen äußern. "Ich wüsste nicht, wen ich aufstellen sollte. Das ist ein absolutes Luxusproblem. Sie sind Weltklasse-Torhüter auf Augenhöhe", erklärte Hertha-Keeper Rune Jarstein salomonisch.

Bundestrainer Löw lässt Neuer und ter Stegen jeweils einmal spielen

Für die kommenden beiden Länderspiele hat sich Bundestrainer Joachim Löw bereits im Vorfeld entschieden, wer das deutsche Tor hüten wird. Marc-André ter Stegen wird in Dortmund die vom Barcelona-Torhüter geforderte Chance in der Startelf bekommen. Neuer steht dagegen beim Qualifikationsspiel in Estland im Tor. Die jüngsten Debatten um Manuel Neuer und ter Stegen werde er nur noch kurz ansprechen, sagte Löw: "Aber eigentlich ist nicht viel passiert: Marc hat seine Enttäuschung ein bisschen kund getan, was nicht völlig unverständlich war. Er hatte von mir die Zusage, er spielt jetzt gegen Argentinien, Manu gegen Estland. Von daher gibt es nicht mehr viel zu bereden."


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