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Champions-League-Playoffs Ausschreitungen in Bern – Ex-Bremer Marin träumt von der Königsklasse

Von dpa

Marko Marin (r) spielt beim serbischen Meister Roter Stern Belgrad. Foto: imago images / ULMER PressebildagenturMarko Marin (r) spielt beim serbischen Meister Roter Stern Belgrad. Foto: imago images / ULMER Pressebildagentur

Bern. Beim Champions-League-Spiel in Bern gab die Polizei nach Scharmützeln mit Fans Warnschüsse ab.

Schlägereien mit Verletzten haben am Mittwochabend das Playoff-Spiel zur Champions League zwischen dem Schweizer Fußballmeister Young Boys Bern und Roter Stern Belgrad (2:2) überschattet. Beim Marsch von mehreren hundert serbischen Fans zum Stadion seien mehrere Personen tätlich angegriffen worden, berichtete die Kantonspolizei am Donnerstagmorgen. Sie habe Warnschüsse abgeben müssen. Fünf Menschen wurden verletzt, drei vorübergehend festgenommen.

Fans aus Belgrad beschäftigen Berner Polizei 

Auch nach dem Spiel kam es nach Polizeiangaben zu Tätlichkeiten. Die Polizei sei bis nach Mitternacht im Einsatz gewesen. Schon bei der Einreise der Fans aus Belgrad seien Schlagstöcke, Vermummungsmaterial sowie gefälschte Eintrittstickets beschlagnahmt worden, berichtete die Polizei. Nach Angaben der Agentur Keystone-SDA bewarfen Hooligans auf dem Rückweg ein Lokal mit vollen Bierdosen. Sie hätten sich offenbar an einer LGTB-Fahne an dem Haus gestört. LGBT steht für Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle.

Zum Spiel: Dank Marko Marin darf der serbische Meister Roter Stern Belgrad weiter von der zweiten Teilnahme an der Gruppenphase in der Fußball-Champions-League träumen. Der frühere Profi von Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen bereitete beide Tore der Gäste zum 2:2 vor.

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Mit einem Eckball legte der 30-jährige Marin in der 18. Minute für Milos Degenek auf, der mit einer Bogenlampe per Kopf zum 1:1 verwandelte. Gleich nach dem Wechsel initiierte Marin einen Angriff auf der rechten Seite, den der Argentinier Matteo Garcia (46.) am langen Pfosten zum 2:1 abschloss.

Die Führung für den Schweizer Meister, bei dem der Ex-Herthaner Fabian Lustenberger als Kapitän die Abwehr organisierte, hatte der Ivorer Roger Assalé in der 7. Minute erzielt. Den Ausgleich für die Gastgeber erzielte Guillaume Hoarau per verwandeltem Foulelfmeter (76.). Das Rückspiel findet am kommenden Dienstag in Belgrad statt.

Thomas Doll ärgert Ajax Amsterdam

Bereits am Dienstag hat Trainer Thomas Doll mit APOEL Nikosia den großen Favoriten Ajax Amsterdam mächtig geärgert und darf sogar vom Einzug in die Champions League träumen. Der Außenseiter aus Zypern erkämpfte sich gegen den Vorjahres-Halbfinalisten ein 0:0 und reist damit nicht chancenlos zum Rückspiel am 28. August nach Holland. Nikosia hatte sogar einige gute Möglichkeiten zum Sieg. Dazu sah Ajax-Profi Noussair Mazraoui die Gelb-Rote Karte.

Doll hatte APOEL erst Anfang August übernommen und in seinem ersten Spiel den Club durch ein 2:0 bei FK Karabach überraschend zum Weiterkommen in der dritten Qualifikationsrunde geführt, nachdem das Hinspiel gegen den aserbaidschanischen Meister noch mit 1:2 verloren gegangen war.

Deutsches Quartett für Gruppenphase gesetzt

Die vier deutschen Teams Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen sind bereits für die Gruppenphase qualifiziert. Die Auslosung der Gruppenphase findet am 29. August in Nyon statt.

Ergebnisse: 

APOEL Nikosia – Ajax Amsterdam 0:0

Linzer ASK – FC Brügge 0:1

CFR Cluj – Slavia Prag 0:1

Olympiakos Piräus – FK Krasnodar 4:0

Dinamo Zagreb – Rosenborg Trondheim 2:0

Young Boys Bern – Roter Stern Belgrad 2:2

Rückspiele am 27./28. August


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