Zwischenfall bei Fenerbahce-Bayern-Spiel "Was ist denn hier los?": ZDF-Kommentator wundert sich über Aktion von Nabil Dirar

Nabil Dirar wird von seinen Teamkollegen aufgehalten. Foto: imago images / Michael WeberNabil Dirar wird von seinen Teamkollegen aufgehalten. Foto: imago images / Michael Weber

München. Bei der 1:6-Testspielniederlage von Fenerbahce Istanbul beim FC Bayern München präsentierte sich kein Spieler der Türken in Hochform. Doch einer bekam den Unmut der Fans besonders zu spüren: Kapitän Nabil Dirar.

Der Audi-Cup ist mit Gastgeber Bayern München, Real Madrid, Tottenham Hotspur und Fenerbahce Istanbul mit namhaften Fußballteams besetzt. Während die Engländer die Königlichen mit 1:0 besiegten, fuhren die Bayern einen souveränen 6:1-Kantersieg gegen Fenerbahce am Dienstagabend ein. Die türkischen Fans waren enttäuscht und fanden in Kapitän Nabil Dirar schnell einen Schuldigen. Dieser wurde fortan gnadenlos ausgepfiffen. Die Folge: Der 33-Jährige wollte unbedingt noch während des Spiels das Feld verlassen. 

ZDF-Kommentator Martin Schneider sprach bei der Übertragung "fast schon von Arbeitsverweigerung" Dirars:

Den Unmut der Fans hatte Dirar unter anderem aufgrund seines Patzers vor dem 0:3 durch Thomas Müller (31.) auf sich gezogen. Auch in Halbzeit zwei machte der Marokkaner keine gute Figur, die eigenen Fans begannen damit, ihn bei jeder Ballberührung auszupfeifen.

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In der 72. Minute wurde es Dirar offensichtlich zu viel: Er blieb stehen, schob den Ball ins Aus und verließ das Spielfeld. Die Fenerbahce-Spieler liefen zu ihrem Teamkollegen und munterten ihn auf. Nach kurzer Zeit stand Dirar wieder auf dem Platz. Auch von Bayern-Spieler Müller gab es offenbar aufmunternde Worte.

Übrigens: Den Ehrentreffer zum 1:6 erzielte Ex-Werder-Star Max Kruse in der 64. Minute. Kruse hatte seinen auslaufenden Vertrag in Bremen nicht verlängert und wechselte erst in diesem Sommer in die Türkei.

Die Bayern treffen am Mittwoch um 20.30 Uhr im Finale auf die Tottenham Hotspurs, im Spiel um Platz drei treffen die Türken auf Real Madrid (Mi., 18 Uhr).


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